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Mit dem Bus durch den ganzen Bezirk

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In den letzten Jahren hat sich in Sachen Schultransport einiges geändert. Jahrelang hatten die Gemeinden die Kosten für den Transport ihrer Schüler zu den OS-Zentren übernommen. Sie bekamen dafür aber Subventionen vom Kanton, und zwar durchschnittlich knapp 40 Prozent. Mit dem neuen Schulgesetz änderte sich das. 2018 endeten die Übergangsregelungen zum neuen Schulgesetz, in dem auch eine Umlagerung von gewissen Aufgaben und der damit verbundenen Finanzierung vorgesehen ist. So waren die Gemeinden ab diesem Zeitpunkt allein für die Kosten der Schülertransporte zuständig. Weil die Subventionen wegfielen, waren die Kosten ab diesem Zeitpunkt höher. In der Buchhaltung der OS Sense, der alle vier Orientierungsschulzentren in Plaffeien, Tafers, Düdingen und Wünnewil angehören, machte dies in der Rechnung 2019 immerhin rund 700 000 Franken aus.

Bereits vor Jahren ist im OS-Verband die Idee diskutiert worden, jedem der rund 1350 Jugendlichen im OS-Alter ein Abonnement für den öffentlichen Verkehr zur Verfügung zu stellen. «Wir haben damals verschiedene Abklärungen gemacht. Die Idee dieses Bezirks-Abos ist damals an den Finanzen gescheitert, es wäre einfach zu teuer geworden», sagt Manfred Raemy, Oberamtmann und Präsident der Bezirkskommission Mobilität der Region Sense.

Schulzeiten passten nicht

Das Problem bestand zu der Zeit darin, dass nicht alle Jugendlichen, die den Schulweg mit Bussen oder Zügen von TPF oder Postauto zurücklegten, dafür die normalen Fahrplan-Kurse benutzen konnten. «Die Herausforderung ist die gegenseitige Koordination zwischen Schulzeiten und Fahrplan, damit ein solches Projekt gelingen kann», sagt Christa Bürgy-Schubnell, Gemeinderätin von Wünnewil-Flamatt und Präsidentin des Gemeindeverbands OS Sense. Das hatte zur Folge, dass der Verband mehrere zusätzliche Bus-Kurse bei den Verkehrsanbietern bestellen und bezahlen musste.

Nicht zu viele Wartezeiten

«Heute sind wir einen grossen Schritt weiter», sagt Manfred Raemy. «In der Zwischenzeit haben sich die Bedingungen für ein Bezirks-Abonnement verbessert.» Zum einen hätten die Schulzentren ihre Stundenpläne sehr stark an die Fahrpläne der normalen Linienbus-Kurse angepasst. «Es war uns wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler nicht zu viele Wartezeiten zwischen Schulzeiten und Ankunft oder Abfahrt der Busse hatten», erklärt Christa Bürgy-Schubnell. «Mittags sollten sie genug Zeit haben, zum Essen nach Hause zu gehen. Oder die Schule schafft Angebote, die sie über den Mittag wahrnehmen können.»

Zum andern hat es 2016 bei der letzten grösseren Anpassung des Fahrplans ein paar Optimierungen gegeben, wie Manfred Raemy ausführt. «Das war nicht leicht zu koordinieren. Wenn wir das Beispiel der OS Plaffeien nehmen – dort gibt es Schüler, die via St. Ursen–Rechthalten–Brünisried nach Plaffeien fahren. Andere kommen mit der Linie über Alterswil und wieder andere über Giffers.»

Kaum noch Extra-Kurse

In mehreren Sitzungen habe die Mobilitätskommission, in der neben Vertretern der Gemeinden auch Grossräte, die Schuldirektoren und das kantonale Amt für Mobilität vertreten sind, mit den Leistungserbringern gute Lösungen finden können. Zurzeit sind zwei Schülerkurse, die der Verband derzeit extra bestellen und bezahlen muss, Gegenstand von Diskussionen. Es sind dies die Linien Ueberstorf–Flamatt–Wünnewil der Postauto AG, die in die Linie Albligen–Flamatt eingegliedert werden soll, sowie Chrache–St. Silvester.

Jetzt laufen die Verhandlungen, damit auch diese beiden Kurse Teil des normalen ÖV-Liniennetzes werden. «Das macht den Weg frei, um im Gegenzug ein Bezirks-Abonnement einzuführen», so Raemy.

Ganze Zone 10

Der Begriff Bezirks-Abonnement stimmt eigentlich nicht, denn in den Verhandlungen über den Radius wurde auch die Stadt Freiburg einbezogen – also die ganze Tarifzone 10. «So könnte beispielsweise ein Schüler, der die OS Plaffeien besucht, nach der Schule für Hobbys oder Kurse nach Freiburg fahren», erklärt Christa Bürgy-Schubnell. Oder an eine Sportveranstaltung nach Düdingen oder umgekehrt von Düdingen an den Schwarzsee. Denn das Abonnement gilt auch ausserhalb der Schulzeiten – das heisst, das ganze Jahr über. «Auf diese Weise werden die jungen Leute schon früh mit einer ökologischen Mobilität vertraut gemacht.» Dieses Thema sei in der Schülertransport-Kommission des OS-Vorstands ein paarmal diskutiert worden. «Wir haben viele kulturelle und sportliche Angebote innerhalb des Bezirks und in der Stadt Freiburg. Sie werden den Jugendlichen auf diese Weise zugänglich gemacht.»

Manfred Raemy ist überzeugt, dass das Bezirks-Abo für die Schulsekretariate weniger administrativen Aufwand bedeutet. «Heute müssen sie für alle Exkursionen immer abklären, wer schon ein Abonnement hat und für welche Zonen es gültig ist, und dann die fehlenden Billette organisieren. Das wird nicht mehr nötig sein.» Er gehe davon aus, dass die Schulen auch mehr Ausflüge in die nähere Umgebung planen werden. «So bleibt die Wertschöpfung auch wieder in der Region.»

Gemeinden als Vorbilder

Mobilität sei zudem auch ein Thema bei der kürzlich erfolgten Rezertifizierung mit dem Energie-Stadt-Label Sense. «Die Gemeinden haben eine Vorbildfunktion, was eine nachhaltige Energiepolitik betrifft, und sollten eine Vorreiterrolle wahrnehmen», so der Oberamtmann. «Mit dem Bezirks-Abo setzen wir ein Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung. Zudem wird dabei eine Massnahme des regionalen Richtplans 2030 des Sensebezirks umgesetzt.»

Der Vorstand der OS-Sense schlägt den Delegierten an der Versammlung vom 5. November die Einführung des Bezirks-Abonnements vor. Dies geschieht unter dem Vorbehalt, dass die laufenden Verhandlungen mit den Leistungserbringern zur angepeilten Integration der beiden letzten Buskurse führt.

Christa Bürgy-Schubnell und Manfred Raemy sind zuversichtlich, dass dieses Projekt Anklang findet. Zumindest finanziell kann es keine Gegenargumente geben, denn die Einführung des Bezirks- Abonnements wird die Gemeinden nicht mehr kosten als die heutigen Schülertransporte, selbst dann nicht, wenn künftig alle der rund 1350 Schülerinnen und Schüler davon profitieren. Der Betrag schwankt je nach Schülerzahl. Zurzeit hat gut die Hälfte Anrecht auf unentgeltlichen Schülertransport. Der Grund ist, dass die Kosten der Zusatzkurse wegfallen.

Das Bezirks-Abo für OS-Jugendliche soll bereits auf den Schuljahresbeginn 2021/22 eingeführt werden, obwohl die zwei diskutierten Schülertransporte erst mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2021 in die Linienkurse integriert werden.

Stadt Freiburg

Gratis-Abos für alle Schulkinder seit Herbst 2019

Im Mai 2018 setzten SP und Grüne im Generalrat der Stadt Freiburg mit hauchdünner Mehrheit durch, dass die Stadt die Kosten für die Bus-Abonnemente ihrer Primar- und OS-Schüler übernimmt. Die bürgerlichen Parteien wehrten sich auf dem Rechtsweg, blitzten aber im April 2019 vor dem Kantonsgericht ab. Seit dem Schuljahr 2019/20 gelten die Gratis-Abos. Gemäss Verkehrsbetriebe TPF hat die Stadt Freiburg 2662 Abonnemente bestellt. Sie kosten die Stadt rund eine Million Franken.

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