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Mit dem Deckungsgrad im Fahrplan

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Bis 2052 muss die Pensionskasse des Freibur- ger Staatspersonals einen Deckungsgrad von 80 Prozent erreichen. Diese Vorgabe des Bundes gibt der Kasse den Takt an; ein Wechsel vom ­heutigen Leistungsprimat zu einem Beitragsprimat steht zur Diskussion.

Zumindest für das Jahr 2017 hat die Pensionskasse den Fahrplan eingehalten. Wie aus dem soeben veröffentlichten Jahresbericht hervorgeht, weist die Kasse einen Kapi­talgewinn von 214 Millionen Franken aus. Deshalb hat der Vorstand eine Rückstellung in der Höhe von 209,3 Millionen Franken vornehmen können. Damit ging auch eine Steigerung des effektiven Deckungsgrades von 73,3 auf 79,3 Prozent einher. Der langfristige Wachstumspfad sah für 2017 bloss 75,4 Prozent vor.

«Die strukturellen Probleme sind jedoch noch nicht gelöst», heisst es im Verwaltungsbericht. Der gute Abschluss 2017 ist nämlich im Wesentlichen auf eine Wertsteigerung des Immobilienparks zurückzuführen. Die Revisionsstelle war 2016 zum Schluss gekommen, dass er erheblich unterbewertet sei. So hat die Kasse 2017 das Mietobjektportfolio gemäss den Anforderungen der Schweizer Rechnungslegungsstandards neu bewertet. Diese Aufwertung ist zur Hauptsache für den Kapitalgewinn 2017 verantwortlich. «Bei diesem Beitrag zur Performance von fast 5,5 Prozent des Gesamtvermögens handelt es sich um eine ausserordentliche und einmalige Massnahme», betont der Verwaltungsbericht.

Aktiv im Immobiliensektor

Auf dem Immobiliensektor ist die Pensionskasse weiterhin sehr aktiv. So wurden 2017 in Estavayer 75 Wohnungen zur Vermietung freigegeben. Bauarbeiten für Projekte in Grolley (88 Wohnungen), Ursy (62 Wohnungen) und Marly haben begonnen. In Bulle beginnen dieses Jahr die Arbeiten für Wohnungen und Gewerbeflächen im Pra-Quartier, in Düdingen wartet die Kasse auf die Baubewilligung für drei Gebäude mit 40 Wohnungen. Schliesslich sind auch zwei Projekte im Wallis am Laufen.

Doch auch die Aktienmärkte erzielten 2017 eine starke Performance, wovon die Pensionskasse profitierte. Dieser liege nahe der 20 Prozent der grossen Börsen. Für den Vorstand sei aber 2017 die Ausnahme, welche die Regel bestätigt. Die längerfristigen Aussichten bezüglich der Renditen lägen aber deutlich unter denen in der Vergangenheit. Deshalb hat der Vorstand bereits beschlossen, den technischen Zinssatz von 3,25 auf 2,25 Prozent zu senken. Dieser wird parallel mit der Revision des Pensionsplans angewendet. Für das neue Finanzierungssystem soll der Staatsrat in Kürze zu einem Bericht des Vorstandes Stellung nehmen. Im Herbst sollte der Staatsrat einen Gesetzesentwurf vorlegen, und 2019 sollte das Parlament darüber bestimmen.

Reaktion

Personalverband will am jetzigen System festhalten

Zum Jahresbericht der Pensionskasse des Staatspersonals hat der Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) Stellung bezogen. Wie er in einem Communiqué schreibt, nimmt der VPOD das Resultat mit grosser Befriedigung zur Kenntnis. Es stelle eine der stärksten Performances der letzten zehn Jahr dar. Diese liegt bei 9,1 Prozent, mit Berücksichtigung der Neubewertung des Immobilienparks gar bei 14,6 Prozent. Der VPOD betont, dass mit einem Deckungsgrad von 79,3 Prozent der an sich ambitiöse Weg zur Kapitalisierung weit übertroffen wurde und nahe an den angestrebten 80 Prozent liege. Das bedeute, dass das Ziel bereits 35 Jahre im Voraus fast erreicht sei. Unter diesen Umständen erachtet es der VPOD als inakzeptabel, sollten die Leistungen gekürzt oder das Pensionsalter erhöht werden. Auch das Leistungsprimat ­habe angesichts des Resultats durchaus seine Berechtigung. Deshalb gelte es, nun zu prüfen, wie diese Form der Vorsorge beibehalten werden könne.

uh

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