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Mit dem Lebensraum kommen die Vögel

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an Vogelarten in der Region und in der Schweiz fördern sollen. Zwischen den einzelnen Projekten gibt es grössere Unterschiede.

Das Grosse Moos ist ein Eldorado für Vögel. Im früheren Sumpfgebiet wurden bislang über 200 verschiedene Vogelarten beobachtet. Es erstaunt daher nicht, dass das Gebiet ein wichtiger Standort für verschiedene Vogelschutzprojekte ist. So hat die Westschweizer Organisation Nos Oiseaux auf dem Areal der Strafanstalt Bellechasse mehrere Fischadler ausgesetzt. Und der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz will mit einem Projekt die natürliche Ansiedlung von Steinkäuzen, Kiebitzen, Feldlerchen, Dorngrasmücken und Grauammern fördern. Diese fünf Vogelarten zählen zu den «national prioritären Arten», welche das Bundesamt für Umwelt definiert hat.

Ein neuer Rekord

«Wir müssen unsere Projekte da starten, wo die Vögel ihre Lebensräume haben», erklärt Raffael Ayé von SVS/BirdLife Schweiz die Wahl des Grossen Mooses. So lebte der Kiebitz ursprünglich in feuchten Auenlandschaften. Mittlerweile hat er sich an die Landwirtschaft angepasst, bevorzugt aber Moorböden. Damit ist das Grosse Moos ein idealer Lebensraum.

Auch der Steinkauz fühlt sich wohl in der Region. «Im Grossen Moos leben zurzeit die einzigen Steinkäuze im Mittelland», so Ayé. Sollen sich die Steinkäuze weiter ausdehnen, müsse der Bestand im Grossen Moos zuerst vergrössert werden. Im Moment leben im Grossen Moos zwei Steinkauz-Pärchen. «Diesen Sommer gab es neun Jungvögel, von denen wir aber nicht wissen, wo sie nun sind», erklärt Ayé. Letztes Jahr zählte SVS/BirdLife Schweiz 121 Steinkäuze in der ganzen Schweiz, was für die letzten Jahrzehnte einen Rekord darstellt. Ziel ist eine Population von 300 Tieren, die auch kalte Winter überstehen würde.

Bei der Wiederansiedlung der Fischadler sprach ein anderer Grund für die Wahl der Region. «Wir suchten einen ruhigen Ort, zu dem möglichst wenige Menschen Zutritt haben», erklärt Wendy Strahm, Projektkoordinatorin für die Fischadler. Die Strafanstalt Bellechasse sei dafür ideal.

Wichtige Lebensräume

Im Gegensatz zu Nos Oiseaux mit seinem Fischadlerprojekt verzichtet SVS/BirdLife Schweiz auf die Aussetzung von Tieren. «Wir wollen primär die Lebensräume für die Vögel verbessern.» Dann würden diese von alleine zurückkommen. Gleichzeitig profitierten von der Aufwertung der Lebensräume auch zahlreiche andere Arten wie Pflanzen oder Insekten (siehe Kasten).

SVS/BirdLife hätte diese Strategie auch für die Fischadler bevorzugt. «Denn diese kommen den Schweizer Grenzen immer näher und werden früher oder später spontan einwandern», so Raffael Ayé, ohne Nos Oiseaux damit kritisieren zu wollen.

Treuer Fischadler

Wendy Strahm verteidigt die Aussetzung: «Im Unterschied zu anderen Vogelarten gab es in der Schweiz keine Fischadler mehr.» Zudem kehre der Vogel immer wieder an die gleichen Plätze zurück. «Eine spontane Einwanderung funktioniert beim Fischadler kaum.»

 Kürzlich wurde einer der Fischadler in Algerien angeschossen und seither durch einen Tierarzt gepflegt (die FN berichteten). «Eines Morgens griff er den Tierarzt an und flog in die Freiheit», erzähl Strahm. Nun hofft sie, dass es dem Vogel gut geht.

Massnahmen: Mehr Platz für bedrohte Vögel

A ls Dachverband von Naturschutzvereinen setzt sich S VS/ Bird Life Schweiz für die Förderung der verschiedenen Vogelarten auf die Aufwertung ihrer Lebensräume. So sollen beispielsweise Naturwiesen nicht mehr gedüngt und gestaffelt geschnitten werden. Zudem sollten Landwirte ihre Wiesen eher später als früher mähen. Durch diese Massnahmen wachsen auf der Wiese mehr Blumen, was zu mehr Insekten und damit zu einem besseren Nahrungsangebot für Vögel führt. Nach dem gleichen Prinzip funktionieren sogenannte Buntbrachen und Säume. Auf den Landstreifen werden verschiedene Pflanzen und Sträucher gepflanzt, die nicht alle zur selben Zeit blühen. Das führt einerseits zu einem grösseren Nahrungsangebot für Vögel, andererseits bieten die Sträucher den Vögeln gute Gelegenheiten, um sich darin zu verstecken. Sie dienen damit nicht selten auch als Brutplätze. sos

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