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Mit der Abwärme von Serveranlagen wird ein ganzes Geschäftshaus beheizt

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Imelda ruffieux

Die Mieter des im letzten Jahr eröffneten Geschäftshauses an der Duensstrasse 1 merken in keiner Weise, wie viel Technik nötig ist, damit in ihren Räumen eine angenehme Temperatur herrscht. Ist ihnen kalt, drehen sie einfach die Radiatoren auf.

Abwärme wird genutzt

Für ein effizientes Wärme-Rückgewinnungs-System ist im Vorfeld viel Planung nötig, das Prinzip ist jedoch relativ einfach: Serveranlagen laufen rund um die Uhr und produzieren Abwärme. Diese Abwärme wird aus dem Raum abgezogen und mittels Luft/ Wasser-Wärmepumpen abgekühlt. Bei diesem Vorgang wird Wasser erhitzt, das dann zur Heizung des Gebäudes verwendet wird. Im Serverraum selbst müssen dabei immer konstante Temperaturen herrschen. «Die Wärmepumpen sind Präzisions-Klimaanlagen, die dafür sorgen, dass es keine Temperaturschwankungen gibt», erklärt Hans Lehmann, Geschäftsführer der Senselan GmbH.

«Free Cooling» auf dem Dach

Zweiter Pfeiler des Kühl-Kreislaufes im Gebäude ist die sogenannte «Free Cooling»-Anlage. Wenn das Gebäude genügend mit Wärme versorgt ist, wird die überschüssige Wärmeenergie über Rohrsysteme auf das Dach geleitet. Dort kühlt das heisse Wasser ab, wird wieder ins Kühlsystem geleitet und trägt somit zur konstanten Kühlung des Rechenzentrums bei. So kann der Stromverbrauch für die Kühlung auf ein Minimum reduziert werden.

Für die Energieversorgung der Anlagen wird Naturstrom Jade verwendet. Der vom WWF und Pro Natura zertifizierte Strom wird aus umweltverträglichen Quellen wie Sonne, Wasser und Wind gewonnen.

Bald Pflicht?

In herkömmlichen Serverräumen wird noch mittels eines Verdichters gekühlt. Hans Lehmann ist überzeugt, dass «Free Cooling»-Anlagen in einigen Jahren in ähnlichen Kühlsystemen Pflicht werden. Als das Unternehmen noch am Grubenweg ansässig war, wurde die gesamte Abwärme in die Umgebung abgegeben.

Technisch anspruchsvoll

Steuerungstechnisch ist die Wärmerückgewinnungsanlage auf dem allerneusten Stand. Die Schwierigkeit besteht darin, ein solches System den Anforderungen und Gegebenheiten eines Gebäudes anzupassen und auszugleichen. Je nach Aussentemperaturen benötigt ein Gebäude mehr oder weniger Wärmeenergie. Erst wenn das System in allen Bereichen voll ausgeglichen und abgestimmt ist, kann die Betriebssicherheit gewährleistet werden.

Obwohl dieses Wärmerückgewinnungs- und Kühlsystem die Ingenieure der Lieferfirma CTA, Bern, vor grosse Herausforderungen stellte, können nun die daraus gewonnenen Erfahrungswerte in künftige Projekte einfliessen.

Im gesamten System sind alle Anlagen doppelt vorhanden (redundant). «Wenn beispielsweise eine Wärmepumpe eine Störung hat, übernimmt die andere die volle Leistung», erklärt Hans Lehmann. Im Serverraum befinden sich redundante USV-Anlagen: Notstrombatterieanlagen und Dieselstromaggregat sind in separaten Räumen untergebracht. Sie sichern allfällige Ausfälle des Stromlieferanten ab. Das Rechenzentrum unterliegt strengen Zugangskontrollen (Sicherheitsdienst, Alarmsystem usw.).

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