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Mit der Zeitung auf dem Weg zur Matura

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Kurz vor dem Wochenende besetzt eine grosse Schülerschar die hinteren Reihen in der Aula des Kollegiums Gambach in Freiburg, während sich die Jugendlichen kaum in die vorderen Reihen getrauen. Einer der anwesenden Erwachsenen kommentiert trocken: «Das hat sich seit unserer Jugend nicht verändert.» Versammelt haben sich die Schülerinnen und Schüler zur Schlussfeier für die erste Ausgabe des Projektes «ZiG–Zeitung im Gymnasium». Fünf Gymnasiasten der Schulband Gambach eröffnen den Anlass mit rockigen Klängen.

Grosse Unterstützung

Christoph Nussbaumer, Chefredaktor der Freiburger Nachrichten, erinnerte zum Auftakt der Feier an die Erfolge mit dem Projekt «Zeitung in der Schule», das sich seit 2007 an die Primarschulen richtet. Darauf basierend habe man sich gesagt, dass ein solches Projekt doch eigentlich auch bei grösseren Schülern klappen müsse. «Und wie es geklappt hat!» Man habe durch die Erziehungsdirektion und die Schulen eine grosse Unterstützung gespürt. Die Wirtschaft sei bereit gewesen, in ein Projekt zu investieren, das sich zuerst entwickeln musste. Ohne den Fleiss und den Ehrgeiz der Schülerinnen und Schüler, so Nussbaumer, wären kaum 50 Facharbeiten und 31 Zeitungsseiten mit über 100 Artikeln entstanden. An die Schüler gewandt, fasste Nussbaumer zusammen: «Wir haben gerufen, Sie sind gekommen!»

 Beitrag für die Demokratie

Der kantonale Erziehungsdirektor, Staatsrat Jean-Pierre Siggen, lobte «Zeitung im Gymnasium» als gelungenes Projekt. Die Schülerinnen und Schüler hätten mit grossem Engagement Themen der regionalen Wirtschaft und Gesellschaft bearbeitet.

Die heutige Welt werde von Informationen überflutet. Junge Menschen müssten deshalb darauf vorbereitet werden, sich in dieser Informationsfülle zurechtzufinden. «ZiG» setze hier an und entwickle damit Fähigkeiten, welche für die Matura und die Studierfähigkeit absolut notwendig seien.

Die direkte Demokratie der Schweiz, so Siggen weiter, sei eine Herausforderung. «Zeitung im Gymnasium» leiste einen Beitrag zur Ausbildung verantwortungsvoller Bürger. Dass die Privatwirtschaft das Projekt unterstützt hat, wertet Siggen als Anerkennung, wie wichtig die Ausbildung künftiger Kaderkräfte ist.

Engagierte Privatwirtschaft

Einer der angesprochenen Wirtschaftspartner ist das Energieunternehmen Groupe E. «Mit Zeitung am Gymnasium knüpfen wir an unser pädagogisches Engagement an», sagte Iris Mende, Mediensprecherin von Groupe E. Das Unternehmen hoffe, mit dem Projekt Schülerinnen und Schüler für Fragen der nachhaltigen Energieversorgung sensibilisieren zu können. So besuchten einige Klassen zum Beispiel die Staumauer am Schiffenensee. Daraus entstanden dann mehrere Artikel. Andere Schüler wiederum hätten das abstrakte Thema der «SmartGrids» bearbeitet, jenes der «intelligenten Netze», die das Stromsparen unterstützen sollen. «Nicht wenige Schüler haben eigene Fragen zum Thema Energie entwickelt und selber beantwortet», freute sich Iris Mende. Groupe E sei auch bei der nächsten Ausgabe von «Zeitung im Gymnasium»wieder dabei.

Lernen als Sinneserfahrung

In seinem Erfahrungsbericht strich Samuel Niederberger, Vorsteher am Kollegium Gambach, ähnlich wie Staatsrat Jean-Pierre Siggen heraus, wie gut sich das Projekt in den gymnasialen Lehrplan integriere. Er verschwieg aber auch die kritischen Einwände nicht, welche im Lehrerkollegium vereinzelt geäussert wurden. So wurde etwa die Frage nach dem Aufwand gestellt: «Natürlich liessen sich die Lernziele des Projektes auch im normalen Unterricht verfolgen», erklärte Niederberger. Mit dem Projekt habe man aber quasi eine «Lern-Flatrate». Man könne gleichzeitig viele Fähigkeiten mit Blick auf die Matura entwickeln. Er verteidigte auch die Rolle der Sponsoren. Ein solches Projekt sei nun einmal nicht gratis zu haben. Er stellte fest: «Das kritische Denken, das wir von Schülerinnen und Schülern fordern, hatte auch in ihren Begegnungen mit den Unternehmen ihren Platz.» Lernen sei dann nachhaltig, wenn es mit konkreten Sinneserfahrungen gekoppelt sei. «Meine Schüler werden den Spaziergang über die Schiffenenstaumauer in der Herbstsonne nach Jahren noch in Erinnerungen haben!»

Schwieriger Entscheid

Nach den Ansprachen folgte die Preisverleihung. Von den eingereichten Facharbeiten und den erschienenen Artikeln wurden je drei prämiert (siehe Seiten 23 bis 24). Darunter waren etwa eine Facharbeit zum Bankgeheimnis, ein Artikel zur Bedeutung der Gewerbeausstellungen oder eine Arbeit zur Zukunft der Freiburger Nachrichten. Winfried Spiegel, Leiter des IZOP-Instituts für Medienkompetenz in Aachen und Projektbegleiter, meinte dazu: «Die eingereichten Arbeiten und Artikel haben uns beeindruckt. Die Auswahl ist uns nicht leicht gefallen.»

«Wir haben uns gesagt, ein solches Projekt müsste doch eigentlich auch bei grösseren Schülern klappen. Und wie es geklappt hat!»

Christoph Nussbaumer

Chefredaktor Freiburger Nachrichten

«Mit Zeitung im Gymnasium haben wir eine‹Lern-Flatrate›. Wir können viele Fähigkeiten gleichzeitig entwickeln.»

Samuel Niederberger

Vorsteher am Kollegium Gambach

Rockige Klänge sorgten für Feststimmung. Christoph Nussbaumer (l.) im Gespräch mit Winfried Spiegel.Staatsrat Jean-Pierre Siggen lobte das Engagement von Schülern und Lehrpersonen. 

Zum Projekt

Das Klassenzimmer wurde zur Redaktion

Im Rahmen des medienpädagogischen Projekts «Zeitung im Gymnasium» erhielten rund 300 Jugendliche aus fünf Freiburger Mittelschulen während eines Schuljahres die Freiburger Nachrichten täglich kostenlos und druckfrisch in ihre Klassenzimmer geliefert. Dort ist die Zeitung ergänzend zu den altbewährten Unterrichtsmaterialien zum Einsatz gekommen. Durch die intensive Nutzung der FN im Unterricht und in der Auseinandersetzung mit tagesaktuellen Themen förderte «ZiG» die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler und trug damit positiv zur Allgemeinbildung bei. Begleitet durch das IZOP-Institut in Aachen und die vier Wirtschaftspartner Freiburger Kantonalbank, Schweizerische Post, Groupe E und Meggitt verfassten die Projektteilnehmer über 100 Zeitungsartikel, 50 Facharbeiten und 30 Blog-Beiträge.mz

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