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Mit ein bisschen gütiger Hilfe von oben

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Gäbe es in deinem Garten Giraffen, würde es sie am Bauch kitzeln, so hoch ist dein Rasen!» – diese Aussage beschreibt die Situation zu Beginn des neuen Stücks, das gestern Abend Premiere feierte, am besten. Im Fokus der Handlung: Der sitzen gelassene Bauer Toni Lehner, der sich nicht nur im Selbstmitleid, sondern auch im Schnaps suhlt. Nachdem sein Herzblatt Annika ihn verlassen hat, ist er nicht mehr der Alte. Sein Umfeld, insbesondere seine Haushälterin Bertha Stübi und sein alter Freund Markus Huber, versucht vergeblich, ihn aus diesem Teufelskreis herauszuholen. Bis Blasius, Tonis Schutzengel, die Fäden in die Hand nimmt: «Wir tauchen auf, sobald jemand sein Leben sinnlos wegwirft», erklärt der Himmelsbote seinem Schutzbefohlenen.

Besonderer Reiz: Surreales

Der Clou dabei: Nur Toni kann das übernatürliche Wesen sehen. Dies sorgt für viele amüsante Situationen, in denen der Bauer den nicht auf den Mund gefallenen Blasius anfährt und die anderen sich dadurch vor den Kopf gestossen fühlen. «Dass Blasius nur von einer Person gesehen wird, war der besondere Reiz und die Herausforderung dieses Lustspiels», sagt Regisseur Angelo Hayoz. Blasius hat sich nicht nur zum Ziel gesetzt, Toni aus seiner Alkoholsucht zu helfen, auch eine neue Frau, die Vernunft und Ordnung ins Haus bringen soll, will der Engel seinem Schützling besorgen. Dabei entspricht Blasius nicht immer der christlichen Vorstellung von Güte und Barmherzigkeit: «Nerv nicht, mach was», herrscht er Toni etwa Augen rollend an.

Perfekt für Blasius Verkupplungs-Plan ist Vroni Müller, ein junges Mädchen, das sich gerne auf Tonis Hof etwas dazuverdienen würde. Selbstverständlich ist dies nicht ganz so einfach: Die Geschwister Franziska und Georges Hintermooser legen sich ganz schön ins Zeug, um Toni das Leben schwer zu machen. Denn Georges würde aus dem Grundstück des Bauern nur zu gern einen Golfplatz machen, und Franziska liebäugelt mit dem Gedanken, Bäuerin zu werden. Darüber hinaus schaltet sich ständig die liebenswürdige, wenn auch etwas aufdringliche Nachbarin Käthi Keller ein. Bei so vielen Originalen sind der Theatergesellschaft Plaffeien auch dieses Jahr viele Pointen und Lacher garantiert. Humor und Gelächter gehören laut Angelo Hayoz zu den wichtigsten Zutaten für gutes Theater. Dabei sei unter anderem wichtig, dass die Rollen zu den Laienschauspielern passen: «Wenn ich das Stück zum ersten Mal sehe, muss ich meine Darsteller bildlich vor mir sehen», erklärt er. Ausserdem dürfe das Stück nicht zu viele Handlungsorte haben: «Schliesslich ist die Bühne nicht allzu gross.»

Schauspieler

Wer spielt im neuen Stück wen?

Die Mitglieder der Theatergesellschaft Plaffeien sind wandelbar: Jedes Jahr schlüpfen sie in eine neue Rolle. Um einige Jahrzehnte gealtert ist diese Saison Tamara Gauch in der Rolle der schwatzhaften Nachbarin Käthi, die letztendlich nur das Beste für alle will. Yanick Stöckli spielt den von Liebeskummer geplagten Bauer Toni, Anita Zehnder gibt die sympathische, junge Vroni, die Tonis letzter Strohhalm sein könnte. Vronis Bruder Bruno, ein Student mit Geldnöten, wird gespielt von Elmar Zbinden. Clairine Pellet verkörpert dieses Jahr Tonis Schutzengel Blasius. Auch Brigitte Neuhaus als Haushälterin Bertha und Christoph Neuhaus als Tonis Freund wollen den Bauern wieder aufpäppeln. Wären da nur nicht Urban Mauron als Georges und Renate Blanchard als Franziska, die Toni seinen Hof abluchsen wollen.kf

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