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Mit einem Mausklick können Ärzte alles über ihre Patienten erfahren

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Autor: Pascal Jäggi

An einer Pressekonferenz im Freiburger Kantonsspital stellten die Verantwortlichen des Spitalnetzes Freiburger Spital (HFR) gestern die Digitalisierung der Patientendossiers vor. Wichtig sei die Zentralisierung der Akten, sagte Hubert Schaller, Generaldirektor des Freiburger Spitals. «Es ist dann so, wie wenn wir nur noch ein Spital wären», meinte er. Was bisher in Archiven verstaubte, ist nun platzsparend gespeichert und sofort abrufbar. Aber der reduzierte Aufwand soll vor allem den Patienten zugute kommen, bekräftigt Schaller. «Statt unnötig Zeit zu verlieren, kann sich das Personal wieder mehr den Patienten widmen», hält er fest.

«Wie bei Skyguide»

Anschaulich wird die Neuerung an den Arbeitsplätzen der Radiologen. In Sekundenschnelle kann alles abgerufen werden, was über den Patienten je im HFR gespeichert wurde. «Früher konnte bis zu einer Stunde Arbeitszeit pro Tag verloren gehen, um Patientendossiers zu finden», hielt Henri-Marcel Hoogewoud, Chefarzt Radiodiagnostik, fest. Jetzt genügt ein Mausklick und Hoogewoud kann sich auf fünf Bildschirmen Röntgenbilder, Computertomografenauszüge und Krankenakten ansehen. «Es ist ein bisschen wie bei Skyguide», meinte er.

Bis zu 50 000 Bilder sehen sich die Radiologen täglich an, erklärt der Chefarzt,1996 seien es noch 600 gewesen. In rascher Abfolge scrollt er durch eine Computertomografieaufnahme eines Oberkörpers. «An der Leber erkennen Sie, dass diese Person nicht nur Wasser getrunken hat, da sehen Sie einen Tumor», kommentiert er die vorbeiziehenden Bilder. Um einen Bericht zu verfassen, muss der Arzt nur noch direkt ins Mikrofon sprechen und der Text wird automatisch erfasst. Abgesehen von gelegentlichen Orthografie-Fehlern klappe das ganz gut, meinte der Chefarzt. «An der Radiologie kommt heute kein Spital mehr vorbei», erklärte Hoogewoud stolz.

Datenschutz hat Priorität

Über Tablets und andere Computer haben auch behandelnde Ärzte des Spitals und das zuständige Pflegepersonal Zugriffsmöglichkeit auf die Dossiers. Der «gläserne» Patient also? «Die Daten der Patienten werden natürlich geschützt», hielt Marc Devaud, Leiter des Departements Informatik fest. Über Passwörter seien die Akten gesichert, auch vom Personal könne nicht jeder die Daten einsehen, ebenso wenig Ärzte von ausserhalb, betont Devaud.

2012 ist alles umgerüstet

Bereits im März sollen 80 Prozent der Informationen in der digitalisierten Form verfügbar sein. Vollständig eingeführt sind die elektronischen Patientendossiers heute schon in Freiburg und in Merlach. Ganz abschliessen will das HFR die Erneuerung 2012. Spätestens dann wird in den Archiven der Spitäler jede Menge Platz frei.

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