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Mit Energie aus der Sense zum Festsieg

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: guido bielmann

Ein Gestellter hätte Hansruedi Lauper aus Schwarzenburg im Schlussgang zum Festsieg gereicht. Dementsprechend fiel der Schlussgang auch aus: Bis zur achten von zwölf Minuten hatte Lauper praktisch nur den Rückwärtsgang eingeschaltet. Bei Stefan Zbinden – und auch bei den Zuschauern – wuchs die Ungeduld, zumal bis dahin jedes der zwölf Zusammengreifen stehend am Sägemehlrand geendet hatte.

Und dann plötzlich fiel die Entscheidung ganz am Sägemehlrand und ganz unverhofft: Zbinden zog, und Lauper konnte sich diesmal nicht rückwärts fliehend retten und knickte rückwärts ein: «Ich wusste, dass Lauper nicht angreifen würde. Dennoch wollte ich nicht in irgendwas reinlaufen. Um eine Chance zu haben, musste ich seine Beine bewegen. Und je länger es dauerte, desto mehr wuchs auch meine Chance.» Und so passierte es auch.

91 Kränze und elf Kantonalfest-Siege

«Es ist unbeschreiblich», keuchte Stefan Zbinden, «heute Morgen wusste ich noch nicht, ob ich würde schwingen können – und jetzt der Sieg. Ich hatte heute ziemliche Schmerzen, und jetzt ist das total egal.»

Während der vergangenen Woche ging Zbinden wegen seines Schlüsselbeins kein einziges Mal ins Schwingtraining: «Jogging und an der Sense Kraft tanken» war sein Trainings- und Mentalprogramm vor diesem Freiburger Kantonalen. Stefan Zbinden hat damit zum dritten Mal das Freiburger Kantonale gewonnen – insgesamt besitzt er elf kantonale Titel bei nunmehr 91 Kränzen. Im Vorjahr hatte er auch das Walliser Kantonale gewonnen.

Rechnerei zum Schluss

Vor dem fünften Gang war Zbinden auf dem 3. Rang und hatte noch Chancen auf die Schlussgangteilnahme. Und er schlug den gleich klassierten Kerzerser Tobias Schär sauber, womit er im Schlussgang stand. Hansruedi Laupers Schlussgangteilnahme war unbestritten. Er führte nach fünf Gängen mit 0,75 Punkten Vorsprung, und er war der Einzige, der bis dahin alle Gänge gewonnen hatte.

Nach dem fünften Gang lagen die beiden Berner Christian Bürki und Thomas Zaugg zusammen mit Stefan Zbinden auf dem 2. Rang. Den Ausschlag für die Schlussgangteilnahme gab schliesslich, dass mit Lauper bereits ein Berner qualifiziert war und somit Zbinden den Vorrang bekam.

Damit der Rechnerei nicht genug: Da auch Bürki und Zaugg ihren sechsten Gang gewannen, lagen sie in der Schlussrangliste punktgleich mit Zbinden. Der Sensler durfte gemäss Reglement als Schlussgangsieger das Halfter des gut 1100 kg schweren Munis Tino ergreifen.

Niederberger in Pellets Fussstapfen?

Nach vier Gängen hatte Hansruedi Lauper noch mit 39,50 Punkten geführt und 0,75 Punkte vor den zweitklassierten Joël Niederberger (Sense) und dem weiteren Berner Eidgenossen Thomas Zaugg (beide 38,75) gelegen. Zu diesem Zeitpunkt ruhten die Freiburger Hoffnungen also auf dem jungen Joël Niederberger. Dieser aber traf im fünften Gang auf den führenden Lauper, ging sehr angriffig vor und musste sich bei der zweiten Gefahrenszene geschlagen geben: «Ich probierte es mit dem inneren Haken und Fussstich. Als er zog, stand ich mit dem linken Bein zu weit vorne und konnte nicht reagieren.»

Niederberger, der den dritten Rang erreichte, offenbarte in diesem Gang eines mit Deutlichkeit: An seiner angriffigen Vorgehensweise war klar abzulesen, dass er seinem Schwager und Vorbild Hanspeter Pellet nacheifert. Niederberger dürfte in zwei, drei Jahren als Westschweizer Leader in die Fussstapfen Pellets treten. Den Kranz sicherte er sich mit einem sauberen Plattwurf des Neuenburgers Jonathan Droxler – Sekunden nachdem auf dem Nebenring Pellet den sechsten Gang und damit den Kranz gewonnen hatte.

Christian Schmutz (Sense), nach vier Gängen Dritter, verlor im folgenden Kampf gegen Kurt Fankhauser (Siehen) und fiel in der Rangliste zurück: «Ich habe meine Chancen gesehen und probierte anzugreifen. Aber er erwischte mich und leerte mich übers Knie ab», meinte der TK-Chef des Schwingclubs Sense.

Schmutz bleibt damit bei seinen zwölf erkämpften Kränzen, während Kurt Fankhauser nun deren sieben besitzt. Der Bauer und Zimmermann weilte 2004 für einige Monate in Kanada und gewann in Übersee bei den einheimischen Schwingfesten drei kanadische Kränze.

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