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Mit Frustrationen umgehen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Unsere Tochter kommt im Sommer in den Kindergarten. Es ist eindrücklich, wie stark sie reagiert, wenn etwas nicht so geht, wie sie es möchte. Viel stärker als jüngere Kinder in unserem Umfeld. Wenn etwas kaputtgeht oder ein Glas Wasser über die Hose läuft, weint und schreit sie lange. Wir fragen uns, ob das noch normal ist und wie sie sich besser beruhigen kann.» J.W.

Kleine Kinder müssen zuerst lernen, ihre Emotionen zu regulieren, das heisst, zu lernen, eine Frustration auszuhalten und darüber hinwegzukommen. Deshalb haben Kinder manchmal starke Reaktionen in Situationen, die wir Erwachsenen gar nicht so schlimm finden. Je nach Persönlichkeit und Lernmöglichkeiten lernen Kinder früher oder später, ihre Gefühle zu erkennen, zu benennen und in einer Weise damit umzugehen, die für sie selber und das Umfeld respektvoll und konstruktiv ist. Wenn ihre Tochter jetzt drei oder vier Jahre alt ist, kann sie das mit ihrer Unterstützung gut lernen und sich gesund entwickeln.

Wenn etwas kaputtgeht, ist es normal, dass man frustriert, traurig, enttäuscht oder wütend ist. Diese Gefühle darf man haben und ausdrücken. Die Frage ist eher, wie man sie ausdrückt. Es braucht etwas Zeit, damit starke Reaktionen weniger intensiv werden. Sie als Eltern können aber viel dazu beitragen, dass der Alltag für Sie und Ihre Tochter angenehmer wird.

Sie können als Erstes benennen, was passiert. So helfen Sie einerseits dem Kind, selber zu verstehen, was passiert. Andererseits geben Sie ihm Anerkennung dafür, dass es schwierige Gefühle hat. Diese Anerkennung trägt dazu bei, dass die Gefühle beim Kind abflachen. Beispielsweise können Sie (in Ihren Worten) sagen: «Oje, das Glas ist umgekippt. Jetzt ist deine Hose ganz nass, das ist sicher unangenehm. Nervst du dich deswegen? Ich habe gesehen, dass du es nicht extra gemacht hast.»

Dann können Sie aber auch Grenzen setzen, die dem Kind helfen, sich zurechtzufinden. Sie können sagen und zeigen, was es darf und was nicht: Frustration mit Worten, Fussstampfen oder lautem Schnaufen auszudrücken, ist eine gute Idee. Schlagen oder das Glas auf den Boden werfen, ist nicht erlaubt.

Rebekka Sieber, Dr. in Soziologie, MA in Sozialarbeit, Sozialpolitik und Erziehungswissenschaften, ist Geschäftsleiterin beim Verein Familienbegleitung. Der Verein bietet Unterstützung in der Erziehung von Kindern zwischen 0 und 7 Jahren. Telefon: 026 322 86 33, contact@educationfamiliale.ch, www.educationfamiliale.ch

Ratgeber Erziehung

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