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Mit Hund, Hut und Abenteuerhunger

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Lebendig sind Simone Marros drei Hunde, gar etwas übereifrig. Mit wachsam aufgestellten Ohren sehen die drei australischen Kelpies ihr Frauchen aus bernsteinfarbenen Augen an. «Sitz!», befiehlt sie–und die Vierbeiner parieren aufs Wort. So vital die Energiebündel im Alltag auch sein mögen: Auf der weiten Reise mit Frauchen ist ihnen die Puste doch teils ausgegangen. Simone Marro hat mit ihren drei Hunden in 22 Tagen entlang des Jakobswegs die ganze Schweiz durchquert.

 Übernachtung bei Fremden

Von St. Gallen nach Genf, insgesamt 474 Kilometer, lief die Plaffeierin im Juni. Zu diesem Zeitpunkt kletterte die Temperaturanzeige noch über 30 Grad. Java, Aloa und Nerun kamen extrem an ihre Grenzen: «Damit hätte ich nie gerechnet, selbst nach acht Stunden Bergsteigen spielen sie normalerweise noch.» Es habe an der grossen Hitze gelegen: «Hunde schwitzen nicht, sie können Hitze nur durch Hecheln regulieren», erklärt die Tierarztgehilfin. Stundenlang wälzten sich die Kelpies deshalb in Dreckpfützen, um sich abzukühlen.

Als die Hunde sich im Kanton Schwyz gerade im Schlamm suhlten, zogen sich am Innerschweizer Himmel dunkle Wolken zusammen–ein Gewitter drohte, Simone Marro und ihre Begleiter in Gefahr zu bringen. Aber sie hatten Glück: «Eine fremde Frau mit ihren Enkeln lud mich ein, in ihrem tollen Schöner-Wohnen-Haus zu übernachten.»

 Für ihr Abenteuer hat Simone Marro nur spärlich gepackt: «In meinem Wägeli hatte ich nur zwei Oberteile, Unterwäsche, einige Hosen und einen Regenhut. Auch hatte ich ein Zelt dabei, für den Fall, dass ich keine hundefreundliche Unterkunft finden sollte.» Dazu kam auf der Reise etwa Ohrensalbe für ihren Hund, der plötzlich starke Schmerzen in den Ohren bekam. Beim «Wägeli» handelt es sich um eine Art Wanderer-Trolley, das sie über Stock und Stein hinter sich herziehen konnte. «Zu Beginn waren auch meine Hunde bepackt–das fanden sie aber gar nicht lustig.» Dank des gut erschlossenen Jakobswegs entpuppte sich das Schleppen der Taschen als kaum strapaziös. «Den Jakobsweg habe ich nicht aus religiösen Gründen gewählt, sondern weil er so gut begehbar ist. Es gibt Karten, Führer, Übernachtungsmöglichkeiten–da muss man das Rad ja nicht neu erfinden.»

Der Luxus fehlte Simone Marro kaum: «Nur einmal, als ich in jedem Schaufenster Sommerröckchen sah, hatte ich unglaubliche Lust, mir so eins zu kaufen», erzählt sie lachend.

Hunde mit Schuhen

Prekär wurde die Lage, als zwei ihrer Hunde starke Pfotenschmerzen bekamen. «Ihre Füsse waren so runtergelaufen, dass ich ihnen kleine Schuhe anziehen musste», erzählt Simone Marro. Von da an ging es aber bergauf.

«Die Etappe zwischen Interlaken und Thun empfand ich als am schönsten», so Simone Marro schwärmerisch. Auch habe die Reise das Budget geschont: «Ich habe nur etwa 1000 Franken ausgegeben.» Am meisten geprägt haben sie die Begegnungen mit Leuten, sei es während des Laufens oder beim Zelten im Garten von Leuten, die sie kaum kannte.

Jakobsweg

Von St. Gallen nach Genf: Perlen des Pilgerwegs

Spätestens seit Hape Kerkelings Bestseller «Ich bin dann mal weg» stösst der Jakobsweg auf reges touristisches Interesse. Wer den Jakobsweg entlang die Schweiz erkundet, kommt an vielen der bedeutendsten Schweizer Sehenswürdigkeiten vorbei. Hier ein kleiner Reiseführer für alle, die sich durch Simone Marros Reise zu einem eigenen Abenteuer inspiriert fühlen–ob mit oder ohne drei Hunde: InRorschachfindet sich der Jakobsbrunnen auf dem Kronenplatz, eine als 1000 Jahre alte Quelle, die im Mittelalter eine wichtige Raststätte für die Jakobspilger darstellte. Entspannung finden Wanderer auf dem KlangwegToggenburg, wo sie zum Beispiel hören, welche Musik eine Felswand produziert. Die Hauptattraktion vonEinsiedelnist die barocke Klosterkirche, die von innen wie von aussen einen imposanten Anblick bietet. Nahe Thun lädt derAmsoldingerseezum Planschen ein. In der Romandie führt der Jakobsweg unter anderem durchMoudon, wo der Wanderer die mittelalterliche Altstadt besuchen kann. Auch inLausannelohnt es sich, einen Halt einzulegen: Die Stadt am Genfersee hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, nicht zuletzt das Schloss Beaulieu oder das olympische Museum. Nebst dem Jet d’eau gibt es inGenfdie Blumenuhr. Wie der Name schon verrät, wurden dort Uhrzeiger in bunte Blumen gebettet.kf

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