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Mit ihren Unterschriften fordern Gläubige Auskunft über den Weggang des Pfarrers

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Autor: Pascale Hofmeier

Mehr als 260 Pfarreimitglieder haben in der Unterschriftensammlung in Bösingen ihren Namen eingetragen. Diese fordert eine ausserordentliche Pfarreiversammlung. Vier Traktanden sind auf dem Unterschriftenbogen aufgeführt, die ausdrücken, dass die Unterschreibenden Informationen wollen. Darunter: «Aus welchen Gründen hat Pater Adam Serafin seine Funktion in der Pfarrei Bösingen aufgegeben?» und «Warum muss die Firmung 18 plus den Familien in Bösingen aufgezwungen werden?».

Emotionen gehen hoch

Eine Gruppe engagierter Gläubiger um Monika und Michael Hofstetter wird die Unterschriftensammlung heute Abend der Präsidentin des Pfarreirats, Verena Hirschi, übergeben.

«In den letzten Jahren gab es vieles, das unserem Vertrauen einen Knacks gegeben hat», sagt Monika Hofstetter. Die Kündigung von Pater Adam Serafin habe nun für die Pfarreimitglieder das Fass zum Überlaufen gebracht. «Er war seit langem die erste Konstante, die wir in Bösingen hatten. Und nun hat man ihn uns genommen.»

In der Pfarrei gehen die Emotionen hoch, seit Anfang November bekannt wurde, dass Pater Adam Serafin die Seelsorgeeinheit Düdingen-Bösingen/Laupen verlässt (FN vom 4. November). Die Unzufriedenheit hängt allerdings nicht nur mit seinem Weggang zusammen. Ein weiterer Kritikpunkt ist der Zusammenschluss der Pfarreien zur Seelsorgeeinheit (vgl. Interview). «Wir wollen uns von Düdingen nichts mehr aufdrängen lassen», sagt Hofstetter. Sie macht auch ihrem Unmut Luft, dass das Firmalter auf 18 Jahre heraufgesetzt wurde: «Wir sind noch nicht so weit», sagt Hofstetter. Die Pfarreimitglieder hätten dies vor zwei Jahren aus der Zeitung erfahren und sich überrannt gefühlt .

In den meisten Seelsorgeeinheiten und Pfarreien Deutschfreiburgs wurde das Firmalter auf Ende der neunten Klasse angehoben. Die Firmung mit 18 in der Seelsorgeeinheit Düdingen-Bösingen /Laupen ist eine Ausnahme.

Bischofsvikar ist zuständig

Pfarreipräsidentin Verena Hirschi findet angesichts der Unterschriftensammlung klare Worte: «Wir möchten die Probleme ohne Skandal lösen.» Die Traktanden beträfen im Grunde den Bischofsvikar und das Seelsorgeteam stärker als die Pfarrei. Sie erachtet darum einen runden Tisch mit den Zuständigen als die bessere Lösung als eine Pfarreiversammlung.

Bischofsvikar Kurt Stulz wollte dazu keine Stellung nehmen. «Wir müssen zuerst die Probleme an Ort und Stelle lösen», sagt Stulz. Dem Wunsch der Bevölkerung, Pater Adam Serafin zu behalten, stellt er dessen rechtskräftige Kündigung per Ende März gegenüber. Pater Adam Serafin habe bereits Ende September in Zürich seine neue Stelle angetreten.

Bei der Entscheidung für die Firmung 18 plus, die vor zwei Jahren gefallen sei, wisse er nicht, wie stark die Basis einbezogen worden sei. Er verweist aber darauf, dass die katholische Kirche nicht demokratisch organisiert sei. Die Pfarreiversammlung sei grundsätzlich für administrative Fragen zuständig und nicht für Pastoralfragen. «Es ist wichtig, dies nicht zu vermischen», betont Stulz.

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