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Mit Informationen und finanziellen Anreizen gegen Pestizide kämpfen

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Mit unterschiedlichen Massnahmen will der Kanton die Verbreitung von Pflanzenschutzmitteln reduzieren. Diese Massnahmen stossen auf Interesse in der Landwirtschaft und bei Gärtnern.

Weniger Pestizide einsetzen, in- und ausserhalb der Landwirtschaft: Mit diesem Ziel hatte die Kantonsregierung im Juni 2021 einen Aktionsplan verabschiedet. Nun, genau drei Jahre später, zogen der Landwirtschaftsdirektor Didier Castella (FDP) und der Umweltdirektor Jean-François Steiert (SP) gemeinsam eine Zwischenbilanz. «Diese fällt positiv aus», informierte Castella am Montag an einer Medienkonferenz. Gesamthaft wurden im vergangenen Jahr fast 2,2 Millionen Franken ausgegeben für die verschiedenen Massnahmen.

Im Zentrum der landwirtschaftlichen Massnahmen stehen Beratungen, Kommunikation und finanzielle Anreize, aber auch Kontrollen. Die verstärkte Beratung und Information trägt gemäss dem Zwischenbericht ihre Früchte. Landwirtinnen und Landwirte hätten mehr Waschplätze für Sprühgeräte geschaffen. «Diese Plätze tragen dazu bei, dass die Einträge der Pflanzenschutzmittel ins Oberflächenabwasser abnehmen. Eine Berner Studie hat gezeigt, dass eine solche Massnahme rasch eine Wirkung zeigt», informierte André Chassot, Leiter des Sektors Pflanzenproduktion in Grangeneuve. Als Nächstes sollen digitale Tools verstärkt in den Einsatz kommen, um die Landwirtinnen und Landwirte besser zu erreichen. «Zum Beispiel könnte das Pflanzenschutzbulletin, das die Schutzprinzipien in Erinnerung ruft, via einer App verbreitet werden.»

Pilotprojekt in Düdingen und Belfaux

Mit finanziellen Anreizen will der Kanton die Erneuerung von Ausrüstungen, die Gestaltung von Parzellen und die Änderung von Praktiken im Pflanzenschutz unterstützen. Die kantonalen Beiträge ergänzen dabei die Anreize vom Bund. Die meisten Mittel – etwa 60 Prozent der ausgegebenen 2,2 Millionen Franken – seien im vergangenen Jahr in die Reduktion oder in die selektive Anwendung von Herbiziden, also Unkrautbekämpfungsmitteln, geflossen.

Christophe Joerin, Vorsteher des Amts für Umwelt, berichtete von Pilotprojekten nahe Düdingen und Belfaux in Zusammenarbeit mit Landwirtinnen und Landwirten. Dort gehe es darum, die Pflanzenschutzmittel in den Wasserläufen zu reduzieren, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Ackerbaus und seiner Rentabilität. Die Verbreitung von Pflanzenschutzmitteln werde zu diesem Zweck ständig gemessen. Die im Pilotprojekt gewonnenen Lehren und entwickelten Beratungswerkzeuge sollen später in einem grösseren Rahmen angewandt werden.

Die Ergebnisse von 124 Pestizidkontrollen bewertet der Zwischenbericht als äusserst positiv. 94 Prozent der Pflanzenproben hätten den Vorschriften für den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln entsprochen. Bei den übrigen Proben habe es sich um Nichtkonformitäten administrativer Art gehandelt, erklärte Chassot. Landwirtinnen und Landwirte hätten bei einem Programm zur Reduktion von Pestiziden mitgemacht, aber später ihren Ausstieg nicht gemeldet. Oder es seien Pflanzenschutzmittel verwendet worden, die eigentlich für andere Kulturen vorgesehen waren. «Wir hatten nur einen einzigen Fall, bei dem ein in der Schweiz nicht zugelassenes Produkt verwendet wurde.»

Kurse für Hobbygärtner und Videos

Der Aktionsplan für weniger Pestizide richtet sich auch an Akteurinnen und Akteure ausserhalb der Landwirtschaft, konkret Gemeindeangestellte, Landschaftsgärtnerinnen, Abwarte und Hobbygärtner. «Für eine chemiefreie Gartengestaltung finden Informations- und Sensibilisierungskampagnen statt», sagte Christophe Joerin. Dazu gehörten Kurse für Hobbygärtner, Videos in den sozialen Netzwerken und Online-Tutorials. «Die acht bereits durchgeführten Kurse hatten einen sehr grossen Erfolg.» Jeder Kurs sei im Durchschnitt von 25 Personen besucht worden. An den Kursen für Gemeindeangestellte hätten die Mitarbeitenden von mehr als 30 Gemeinden teilgenommen. «Thema war die nachhaltige Pflege von Grünflächen.» Damit Pestizide korrekt als Sonderabfälle entsorgt werden, habe der Kanton in 45 Gemeinden, die keine regionale Sammelstelle für solche Abfälle haben, mobile Sammlungen eingerichtet.

«Für eine chemiefreie Gartengestaltung finden Informations- und Sensibilisierungskampagnen statt.»

Christophe Joerin
Vorsteher des Amts für Umwelt

Ausbaupotenzial gebe es bei der Bekanntheit verschiedener Massnahmen des Aktionsplans und bei der Kommunikation, stellte Didier Castella fest. Es sollen neue Kurse für Hobbygärtnerinnen und -gärtner stattfinden und weiterhin Ratschläge über soziale Netzwerke verbreitet werden. Mit digitalen Tools soll die Kommunikation im Bereich der Landwirtschaft optimiert werden.

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