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Mit Kreativität Missstände aufzeigen

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Im Vereinshaus in Tafers läuft laute Musik. Der Boden ist mit Zeitungspapier bedeckt. Kübel mit Kleister- und Gipsmasse stehen darauf. Im organisierten Chaos basteln die Kinder und Jugendlichen der Jungwacht Blauring Tafers. Anlässlich der Aktion 72  Stunden widmen sich die Jubla Tafers und andere Gruppen von Jugendlichen in der ganzen Schweiz den Themen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Diese Agenda beinhaltet 17 globale Ziele, die bis im Jahr 2030 von allen UNO-Mitgliedstaaten erreicht werden sollen. «Wir haben vier Themen ausgewählt, dazu zählen Hunger und Armut, der Klimawandel, das Leben unter Wasser und die soziale Ungleichheit», erklärt Jubla-Leiterin Elena Fasel das bunte Treiben.

Überfischung der Meere

In einer Ecke des Raums bastelt die siebenjährige Yana Künzle an einem Fisch. Dazu hat sie eine Aludose mit Papierstücken überkleistert. Die Dosen für die Fische haben die Kinder am Vormittag auf der Strasse eingesammelt. «Mit meinem Fisch möchte ich helfen, dass die Meere nicht mehr so stark verschmutzt werden», sagt Yana Künzle, während sie ein Stück Draht begradigt. Daraus entsteht später die Schwanzflosse. Auf dem Tisch liegt bereits eine gekleisterte Schildkröte. Später wird sie mit den Fischen in ein Netz gehängt. «Wir möchten zeigen, dass Schildkröten gefischt werden, die nicht in die Netze gehören», erklärt die neunjährige Lio Atille.

Eine weitere Gruppe hat eine Styroporkugel bemalt. Sie wird die Welt darstellen. An einer Garderobe hängen Gummihandschuhe, die mit Gips gefüllt sind. «Wir machen Hände in verschiedenen Hautfarben», sagt Elisa Borcard. Diese werden dann die Weltkugel tragen. «Die Welt funktioniert nur, wenn alle Kulturen zusammenarbeiten», so die 14-Jährige. So erhofft sie sich, dass ihre Botschaft gehört wird.

Ausstellung am letzten Tag

Diese Möglichkeit bekam die Jubla Tafers: Gestern stellte sie ihre Werke im Sensler Museum in Tafers aus. «Damit können die Kinder zeigen, was sie gebastelt haben – und die Besucher informieren», sagte die Organisatorin Elena Fasel beim Besuch der FN im Vorfeld der Ausstellung. Vornehmlich sei es der Jubla-Leitung aber darum gegangen, die Kinder für die Themen der Agenda 2030 zu sensibilisieren.

Klimawandel und Hunger

Um die Ausstellung pünktlich zu starten, kleistert auch Lia Künzle fleissig an einer Weltkugel, die den Klimawandel thematisiert. Nummerierte Fähnchen, die ihre Gruppe in die Kugel steckt, sollen positive und negative Einflussfaktoren markieren. «Mexiko ist eine grosse Stadt, die viel CO2 ausstösst», liest sie den Text zum mexikanischen Fähnchen vor. «Die Natur kann ohne uns leben, aber wir nicht ohne sie», sagt die Neunjährige mit ernstem Gesichtsausdruck.

Von weitem ist ein Hämmern zu hören. Esra Antille und Antoine Prestegaard widmen sich zusammen mit ihren Leitern dem Thema Hunger und Armut. Dazu zimmern sie eine, wie sie es nennen, Wohlstandswaage. Auf der schweren Seite der Waage platzieren sie einen kleinen Teller, der kaum gefüllt ist. Das Gegengewicht bildet ein grosser, prall gefüllter Teller. «Das ist ein Zeichen für uns Reiche, wir haben mehr Gewicht in dieser Welt», sagt Esra Antille.

Bereits ein kurzer Blick auf die Werke zeigt: Die Kinder und Jugendlichen brauchten keine 72 Stunden, um die Pro­bleme zu verstehen, die in der Agenda 2030 formuliert sind.

Bilanz

500 junge Freiwillige unterstützen Aktion

500 Kinder und Jugendliche haben in 16 Gruppen im ganzen Kanton Freiburg die Aktion 72  Stunden mitgetragen. So hat die Jubla Freiburg etwa einen Stadtrundgang mit einem zweisprachigen Audioguide angeboten. Die Jubla Gurmels hat Müll aufgesammelt und die Bevölkerung auf die Bedeutung der Mülltrennung aufmerksam gemacht, während in Düdingen die Pfadi 72 gute Taten vollbrachte. So wollte man unter anderem den Pendlern abends am Bahnhof heissen Tee ausschenken – was so gut ankam, dass die Thermoskannen bereits nach 45 Minuten leer waren. Das Organisationskomitee von Aktion 72 Stunden zeigte sich gestern sehr zufrieden. «Wir sind sehr stolz auf die jungen Teilnehmer», schreiben die Verantwortlichen. Schweizweit waren rund 15 000 Kinder beteiligt.

vau

Zur Aktion

Drei Tage im Zeichen weltweiter Probleme

In der Zeit von letztem Donnerstagabend bis gestern Abend haben sich schweizweit 15 000 Kinder und Jugendliche an der Aktion 72  Stunden beteiligt. Ziel der diesjährigen Aktion war es, die Themen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung aufzuzeigen. Der Kreativität der Gruppen war dabei, ausser der Zeitangabe, keine Grenzen gesetzt. Die verschiedenen Gruppen mussten ohne finanzielle Unterstützung ihr Projekt umsetzen. Organisiert wurde die Aktion durch die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Sie möchte mit der Aktion die Freiwilligenarbeit fördern, den sozialen Zusammenhalt stärken und Grenzen überwinden. Dies geht aus einem Communiqué hervor.

Im Kanton Freiburg reichten die verschiedenen Projekte von der Aufwertung alter Kleidungsstücke zu Radiosendungen über das Verteilen von Punsch an Pendler bis hin zum Kochen eines gemeinsamen Essens aus unverkauften Produkten lokaler Händler.

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