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Mit Kunst die Welt hinterfragen

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Vernissage von Véronique Zussau in Murten

Autor: Von FADRINA HOFMANN

Silbrige Zweige ragen wie gespreizte Finger aus der Wand. Eine Weltkugel befindet sich rechts oberhalb einer schwarzweissen Filmeinspielung mit spielenden Händen. Am Boden ist ein Gestell, auf dem auf grauem Hintergrund die Märchenfigur aus «Alice im Wunderland» abgebildet ist. Die Figur ist auf 500 durchsichtigen Folien ganz fein gedruckt, so dass sie nur durch die Stapelung von den verschiedenen Folien sichtbar wird. Am Ende der Videosequenz sagt eine unbekannte Stimme: «Nein, es ist unmöglich.»Die Installation heisst «Alice» und stellt laut Künstlerin Véronique Zussau eine Welt dar, in der man nicht weiss, was gespielt wird. Die Figur der Alice weiss in der Geschichte nicht, wo ihre Stellung in der Welt ist. In der Filmsequenz (Alain Resnais: «Letztes Jahr in Marienbad») spielen Unbekannte ein rätselhaftes Spiel. Und dieser letzte Satz, wem gilt er?

Schatten am Himmel

Véronique Zussaus Kunst besteht vorwiegend aus Fotografien, die mit Fotoshop bearbeitet wurden, und aus Installationen. Jedes Werk lässt viel Raum für Interpretationen.So stellt ein Bild der aktuellen Ausstellung fliegende Schwalben und ihre Schatten in der Luft dar. «Mich interessieren Bilder, die man oft gesehen hat, die jedoch durch eine andere Anordnung in einen neuen Kontext gerückt werden. Auf diese Weise möchte ich Abstand zum Objekt oder zum Wesen schaffen», erklärt die Künstlerin. Ihrer Meinung nach ist ihre Arbeit eine Art, die Welt, in der wir leben, zu hinterfragen.

Zwischen Fotografie und Installation

Mit dem Fotografieren hat Véronique Zussau angefangen, um ihre Installationen irgendwo festzuhalten, bevor sie wieder abgebaut werden. Da die Fotografien manchmal zu eigenständigen Arbeiten wurden, hat die Künstlerin ein weiteres Medium entdeckt, um sich auszudrücken.«Ich arbeite oft installativ, und manchmal ergibt sich daraus eine Fotoarbeit – oder umgekehrt. Die beiden Arbeitsweisen fliessen ineinander», erklärt Véronique Zussau.Bei den Installationen arbeitet die Künstlerin assoziativ. Sie fängt also mit einer Idee an, fügt weitere Objekte hinzu, und daraus ergibt sich schliesslich eine Geschichte. «Die verschiedenen Elemente sind für mich wie Requisiten, die ich auch manchmal für mehrere Installationen verwenden kann», sagt Véronique Zussau. Sie probiert viel aus, und doch ist noch kein Werk zufällig entstanden.Das Zentrale bei ihren Werken ist gemäss der Künstlerin die Aussage. «Kunst ist eine Gelegenheit, Leute zu treffen und über Sachen zu reden, die einen beschäftigen», so Véronique Zussau.

«Man muss es wollen»

Seit 20 Jahren macht die in Bern wohnhafte Französin Kunst. Ihrer Meinung nach braucht es Vorbereitung und viel Ausdauer, bis eine Arbeit fertig ist. «Nichts fällt vom Himmel, sondern man muss es wollen», ist Véronique Zussau überzeugt.Vernissage: Sonntag, 26. August, 16 bis 19 Uhr, Galerie Imoberdorf, Murten. Die Ausstellung dauert bis am 22. September.

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