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Mit «Peter und der Wolf» ins Ausland

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Carole Schneuwly

Als die Klarinettistin Nicole Schafer und der Schauspieler Niklaus Talman vor zwei Jahren zusammen mit vier spanischen Musikern ihr Projekt «Peter und der Wolf» auf die Beine stellten, beschränkte sich dieses auf drei Kinder- und ein Erwachsenenkonzert. Gegenüber den FN sagte Talman damals: «Ich hoffe, die Resonanz ist so gewaltig, dass der Wunsch nach weiteren Vorstellungen aufkommt und wir am Ende eine Tournee starten können.»

Diese Idee liess das Ensemble seither nicht mehr los. Das gemeinsame Projekt habe allen viel Spass gemacht, so Talman, und rasch sei die Idee für eine abendfüllende Produktion entstanden. Aus dem schlichten Konzert mit Erzähler sollte eine komplette Musiktheaterproduktion mit Requisiten, Kostümen und Bühnenbild werden. «Bedingung war, dass die Musiker auch als Schauspieler aktiv werden», erklärt Talman. «Das ist für sie eine ganz neue Erfahrung, aber sie haben sich offen darauf eingelassen, und das Resultat kann sich sehen lassen.»

Am Mittwoch feiert die neue Version von «Peter und der Wolf» in der Uni-Aula Premiere, mit einer Nachmittagsvorstellung für Kinder und einer Abendvorstellung für Erwachsene. Doch das ist nur der Anfang: «Das Projekt hat eine Eigendynamik angenommen und wird uns noch länger beschäftigen», so Talman. Dabei denkt der Schauspieler aus Überstorf nicht nur an Auftritte in der ganzen Schweiz, sondern auch in anderen Ländern. Sprachlich gebe es kaum Grenzen: Der Text sei relativ einfach und auch in Fremdsprachen zu bewältigen.

Bereits bestehen Kontakte nach Spanien, Russland und Brasilien. Fest geplant sind Auftritte in Italien im Jahr 2011, unter anderem am Kulturfestival im Skulpturengarten «La Serpara» des Schweizer Bildhauers Paul Wiedmer in Civitella d’Agliano. Noch in diesem Jahr stehen Engagements in Bern und Burgdorf auf dem Programm, und im kommenden Frühling wird es einige Schulvorstellungen in Deutschfreiburg geben.

«Wir möchten das Stück auch für Kinder aufführen, die sonst kaum ins Theater gehen können», sagt Niklaus Talman. Dabei denkt er an Freilichtaufführungen auf der Strasse, zum Beispiel in Brasilien, in Zusammenarbeit mit Hilfswerken oder Stiftungen. An der Motivation fehle es jedenfalls nicht: «Die Musikerinnen und Musiker sind jung und neugierig und wollen möglichst oft auftreten.»

Für ihre Inszenierung von «Peter und der Wolf» haben sich Nicole Schafer und Niklaus Talman für die Version des Humoristen Loriot entschieden, die das schwerfällige Original des russischen Komponisten Sergej Prokofjew um witzige Details ergänzt. Das musikalische Märchen entstand 1936 mit dem Ziel, Kinder mit den Instrumenten des Symphonieorchesters vertraut zu machen: Jede Figur der Geschichte ist einem Instrument zugeordnet und hat ein eigenes musikalisches Thema. Die Faszination, die das Werk bis heute hat, liegt für Niklaus Talman aber nicht nur in diesem geschickten Einfall. «Es ist Prokofjews Musik selbst», so der Schauspieler. «Sie verkörpert die russische Seele zwischen Melancholie und Heiterkeit, zwischen Schmerz und Hoffnung.»

Aula der Universität Miséricorde, Freiburg. Mi., 11. November, 14 und 19 Uhr. Eine CD zum Stück wird anlässlich der Vorstellungen verkauft und signiert. Weitere Informationen: www.talmanensemble.ch.

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