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Mit Schnaps und Kamm auf Läusefang

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: karin aebischer

Wenn die Läusefachfrauen an der Primarschule Plaffeien im Einsatz stehen, geht es den Nissen und Läusen in den Kinderhaaren an den Kragen. Ob blonde oder braune, kurze oder lange, gelockte oder glatte Haare: Dem Blick der Lausetanten, wie die sieben Frauen auch genannt werden, entgeht keine noch so kleine tropfenförmige Nisse. Strähne für Strähne wird das Haar mit dem Läusekamm auf die weissen Pünktchen untersucht. Fallen sie beim Schütteln der Haare auf den Pullover, sind es bloss Schuppen, bleiben sie kleben, handelt es sich um Nissen. Mit ein bisschen Schnaps wird der Kamm desinfiziert und schon geht die Suche beim nächsten Kind weiter.

Skepsis zu Beginn

Daniela Spicher-Sottas ist die leitende Läusefachfrau in Plaffeien. Als an den Primarschulen Plaffeien und Lichtena im Herbst 2004 über 54 Kinder Nissen und Läuse im Haar herumführten, hat sie sich entschlossen, sich des Problems anzunehmen. Mit ihrem Team kontrolliert sie nun dreimal pro Jahr die Haare aller Primarschüler und deren Lehrer. So auch gestern Montag. Kein Kind entkommt dieser Kontrolle; ist eines krank, wird dies notiert und die Untersuchung sobald als möglich nachgeholt.

Zu Beginn sei es nicht immer einfach gewesen, die Eltern von der Wichtigkeit dieser Kontrolle zu überzeugen. Viele hätten gedacht, ihr Kind stehe damit im Verdacht, «dreckig» zu sein. Dabei habe dies gar keinen Zusammenhang. «Es kann jedes Kind treffen», sagt Daniela Spicher-Sottas.

Wundermittel Olivenöl

Dass sich die Schule heute lausfrei nennen darf, ist nicht nur der regelmässigen Kontrolle der Läusefachfrauen, sondern auch der von Daniela Spicher-Sottas verordneten Behandlung zu verdanken. Dabei schwört sie auf den Einsatz von Olivenöl (siehe Kasten).

Entdeckt eine Läusefachfrau bei einem Kind Nissen, werden dessen Eltern mit einem Brief über das weitere Vorgehen informiert. Meist steht eine Lausetante den Eltern bei der Behandlung beratend zur Seite. «Es ist wichtig, dass man die Eltern in dieser Zeit betreut. Bei der Behandlung darf man unter keinen Umständen nachlässig werden. Während zehn Tagen muss man die Anweisungen ganz genau befolgen», erläutert sie. Dann sei auch der Erfolg garantiert. Nie ausgelassen wird die Nachkontrolle.

Die Läusefachfrauen erhalten für ihre Arbeit eine Entschädigung. Der Primarschule kosten die Kontrollen rund 2000 Franken pro Schuljahr. Sie unterstützt dieses Konzept vollumfänglich. «Wir würden unsere Arbeit gerne auch auf die Orientierungsschule ausweiten», sagt Spicher-Sottas. Diese habe jedoch kein Budget für die Einsätze zur Lausbekämpfung, wie den Frauen mitgeteilt worden sei.

An der gestrigen Kontrolle haben die Lausetanten keine einzige Nisse oder Laus entdeckt. «Jetzt haben wir die Situation gut im Griff. Wir hoffen natürlich, dass dies so bleibt», bekräftigt Daniela Spicher-Sottas.

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