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Mit Überraschungsgast Gerd Zenhäusern

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Am Flughafen in Zürich war gestern Mittag einigen Fans und Journalisten die Überraschung ins Gesicht geschrieben: Ist das nicht Gerd Zenhäusern? Doch, er war es. Der ehemalige Trainer Gottérons und jetzige Chef der Juniorenabteilung macht die dreitägige Reise nach Göteborg ebenfalls mit. Und so kam es, dass Zenhäusern gestern am frühen Abend von der Tribüne aus zuschaute, wie sein Nachfolger Larry Huras in Schweden das Training leitete. Er blieb allerdings nicht bis zum Schluss, denn Zenhäusern interessiert sich in Göteborg für etwas ganz anderes: die Juniorenabteilung von Frölunda. «Ich habe bei den Verantwortlichen angefragt, ob sie mir die Juniorenakademie und ihr Konzept vorstellen.» Frölunda hat zugesagt. Und so schaut sich Zenhäusern dieser Tage nun Trainings an, geht mit Trainern und Ausbildnern essen und lässt sich die schulischen Strukturen erklären.

Die Verantwortlichen von Frölunda haben ihr Interesse angemeldet, sich nächste Woche im Zuge des Champions-League-Rückspiels vom Dienstag in Freiburg ihrerseits von Zenhäusern Gottérons Nachwuchsabteilung zeigen zu lassen. «Aber ich weiss nicht genau, was die da wollen. Vielleicht ein Fondue essen?», fragt Zenhäusern mit einem Schmunzeln und lässt damit durchblicken, dass noch viel Arbeit auf ihn wartet. Allerdings sei es auch schwierig zu vergleichen, da das Eishockey in Schweden einen deutlich höheren Stellenwert habe als in der Schweiz. «Vielleicht werden sie nach unseren Gesprächen nicht mehr so interessiert sein», sagt Zenhäusern, kurz nachdem er den Kraftraum des Clubs gesehen hat. «600 Quadratmeter, bei uns sind es 70.» Etwas, das übrigens auch dem ebenfalls mitgereisten Konditionstrainer Bruno Knutti imponiert hat. «Hier würde ich auch gerne arbeiten», stellte er augenzwinkernd fest.

Nur im Zweitstadion

Auch in einer Eishockeystadt wie Göteborg hat allerdings die Champions Hockey League immer noch einen schweren Stand: Für das Halbfinal-Hinspiel heute (19 Uhr, live SRF zwei) gegen Gottéron rechnet der Club bloss mit 3000 bis 3500 Zuschauern.

Die internationalen Partien absolviert Frölunda deshalb nicht im Scandinavium, einer schmucken Multifunktionsarena, in der 12 000 Zuschauer Platz finden, sondern in der alten Heimstätte Frölundaborg. Das Stadion ist nur halb so gross und dient dem Club normalerweise als Trainingsanlage – den Vergleich mit dem Freiburger St. Leonhard gewinnt jedoch auch das kleine, aber durchaus charmante Stadion Frölundaborg locker.

Ritola will Revanche

Während ein Spiel in Schweden für die meisten Gottéron-Spieler etwas Aussergewöhnliches ist, ist es für Mattias Ritola eine Art Heimspiel. «Ich komme allerdings aus Leksand, das ist sehr weit weg von Göteborg. Es ist deshalb nicht so, dass ich Freunde oder Familienmitglieder im Stadion erwarten würde», relativiert er. Ein spezielles Spiel sei es für ihn jedoch aus einem anderen Grund: «Ich habe letztes Jahr mit Skelleftea den Playoff-Final gegen Frölunda verloren. Ich freue mich auf die Chance zur Revanche.» Natürlich sei Göteborg der Favorit, schliesslich seien seine Landsleute der Titelverteidiger. Übermässigen Respekt hat Ritola aber nicht. «Wir müssen sie früh unter Druck setzen, das mögen sie nicht, das ist ihre Schwäche. Ich bin hundert Prozent überzeugt davon, dass wir diese Jungs schlagen können.»

Ohne Andrei Bykow

Auch Freiburgs Trainer Larry Huras sagt zwar, sein Team sei der Aussenseiter und stehe vor einer «riesigen Herausforderung», er glaubt aber: «Wir haben eine gute Chance.» Er denkt, dass Frölunda Got­téron ein wenig unterschätzen werde. «Natürlich werden die Spieler das Gegenteil behaupten. Aber in ihrem Kopf wird sich trotzdem die Idee festsetzen: Unsere Gegner stehen in der Liga auf Rang zwölf. Was machen die hier?» Um zu beweisen, dass Gottéron nicht zu Unrecht in die Top 4 Europas vorgestossen ist, müsse sein Team heute Abend mutig spielen. «Frölunda kann extremen Druck erzeugen. Wenn du versuchst dich zurückzuziehen, kommst du nicht mehr aus der eigenen Zone raus. Dann spielst du den ganzen Abend in deinem eigenen Drittel.»

Verzichten muss Huras heute auf Andrei Bykow. Beim Center hat sich nach dem Bandencheck des Bielers Marco Maurer die Befürchtung bestätigt: Er fällt mit einer Gehirnerschütterung bis auf Weiteres aus. Da in der Champions League alle fünf Ausländer spielen dürfen, wird Ritola die Centerposition einnehmen. Er wird gemeinsam mit Greg Mauldin und Killian Mottet stürmen. Julien Sprunger rückt wie bereits im Schlussdrittel in Biel an die Seite von Roman Cervenka und Michal Birner. Geschont wird definitiv kein Spieler mehr. Spielte Gottéron die Champions Hockey League lange Zeit eher so nebenher, geniesst sie nun durchaus Priorität. Denn in Freiburg weiss man: So schnell wird man wohl nicht wieder in einem Halbfinal der Champions Hockey League stehen …

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