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Mitglieder der Boschung-Gruppe müssen sich vor dem Wirtschaftsgericht verantworten

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Autor: Arthur Zurkinden

Freiburg Vor fünf Jahren wurde gegen Familienmitglieder und ein Kadermitglied der Firma Marcel Boschung AG in Schmitten ein Strafverfahren wegen Verdacht auf Steuerbetrug eröffnet. Gestern Abend teilte nun Untersuchungsrichter Olivier Thormann mit, dass sämtliche Beschuldigte an das Wirtschaftsgericht des Kantons Freiburg überwiesen wurden. Zwei Mitglieder der Familie Boschung sowie ein ehemaliges Kadermitglied müssen sich wegen mehrfachen Steuerbetrugs, mehrfacher Urkundenfälschung und Erschleichung einer falschen Beurkundung verantworten. Den übrigen Beschuldigten bot der Untersuchungsrichter die Möglichkeit an, das Strafverfahren mittels Strafbefehl zu erledigen. Da sie gegen diesen Strafbefehl Einsprache erhoben haben, müssen sie ebenfalls mit den drei andern Beschuldigten vor dem Wirtschaftsgericht antreten.

2,4 Millionen an Bussen und Nachsteuern bezahlt

Gemäss Mitteilung des Untersuchungsrichters hat die kantonale Steuerverwaltung mit fünf Beschuldigten Einigungen über die Bezahlung von Nachsteuern und Steuerbussen erzielt. So seien auf Bundes- und kantonaler Ebene bisher über 2,4 Millionen Franken in Form von Nachsteuern und Steuerbussen bezahlt worden. Entsprechende Nachsteuern und Bussen seien auch auf Gemeindeebene fällig geworden. Dabei entfiel der grösste Betrag, rund 1,5 Millionen Franken, auf das ehemalige Kadermitglied. «Von diesen Beschuldigten wird bestritten, dass das ihnen vorgeworfene Verhalten nicht nur steuer-, sondern auch strafrechtlicher Natur sein soll», hält Olivier Thormann weiter fest.

Nach wie vor ausstehend seien die Entscheide der kantonalen Steuerverwaltung gegen zwei beschuldigte Familienmitglieder, welche die Vorwürfe vollumfänglich bestreiten. Zudem seien die gegen die Gesellschaften der Boschung-Gruppe ergangenen Entscheide der kantonalen Steuerverwaltung von sämtlichen Gesellschaften angefochten worden.

Es gilt die Unschuldsvermutung

Der Untersuchungsrichter weist des Weiteren darauf hin, dass die Unschuldsvermutung im Überweisungsstadium nach wie vor uneingeschränkt gelte. Er hat im Übrigen auch eine Zusatzeventualüberweisungsverfügung erlassen, mit der die beschuldigten Mitglieder der Familie Boschung sowie des ehemaligen Kadermitgliedes auch wegen der Sachverhaltsdarstellung an das Wirtschaftsgericht überwiesen wurden, die sie derjenigen des Untersuchungsrichters gegenüberstellen.

Freiburger Justiz schlug vor fünf Jahren zu

Die Freiburger Justiz hatte anfangs Mai 2005 zugeschlagen. Sie hatte vor gut fünf Jahren bei zwölf Hausdurchsuchungen in verschiedenen Kantonen wegen Verdachts auf Steuerdelikte Beweismaterial gesammelt und sichergestellt. Dabei wurden auch Familienmitglieder der Boschung-Gruppe während mehrerer Tage wegen Kollusionsgefahr in Untersuchungshaft genommen.

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