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Mitten im Alltag von Shanghai

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Mitten im Alltag von Shanghai

Autor: Irmgard Lehmann

Was nun, wenn der Taxifahrer nur Chinesisch spricht? Was nun, wenn in der ganzen Beiz keine Gabel aufzutreiben ist? Was nun, wenn im Restaurant, im Einkaufszentrum nur chinesische Schriftzeichen stehen?

Leben in China muss gelernt sein. Und man lernt es. Nach zehn Tagen sind die Nöte und der Alltagsstress fast vergessen. Wohlverstanden nur mit tatkräftiger Unterstützung von Schweizer Freunden.

Der Alltag in Shanghai

Im Taxi reisen wir zwei aus der Schweiz wie Taubstumme und strecken dem Fahrer ganz einfach einen Zettel unter die Nase. Wir besitzen eine Menge davon. Chinesische Freunde haben uns die wichtigsten Fahrziele in der 18-Millionen Metropole fein säuberlich in chinesischen Schriftzeichen aufgeschrieben. Das Taxi nehmen wir oft. Denn in Shanghai ist das Taxifahren bequem und billig. Eine halbstündige Taxifahrt kostet rund drei, vier Franken. Und Taxifahrer versuchen einen nicht übers Ohr zu hauen wie in vielen anderen Weltstädten. Trinkgelder sind ein Tabu – wie übrigens auch in den Restaurants.

In dieser Stadt sind die Distanzen enorm, und so sassen wir, wo man sich auch hinbewegt, täglich ein paar Stunden im Taxi oder in der Metro.

Plätze und Stadtteile, wo sich Menschenmassen bewegen, meiden wir. Den Hauptbahnhof Shanghais haben wir kein zweites Mal betreten.

Die Gabel für alle Fälle

Meine Erfahrung der ersten Tage hat mich auch gelehrt, Gabel und Messer in der Handtasche mitzutragen. Klar versucht man es mit Stäbchen. Doch die glitschigen Gemüseteile gefahrlos auf die Stäbchen zu bringen, das habe ich auch nach vier Wochen nicht geschafft. Das Kichern der Angestellten über so viel Müh- und Stäbchennot möchte man ja nicht jeden Tag erleben.

Essen wie die Fürsten

Wer der chinesischen Sprache unkundig ist, muss sich ganz einfach jene Restaurants aussuchen, die «tubelisicher» sind. Restaurants mit einer Karte, wo jedes Menu abgebildet ist. So bestellen auch wir stumm, zeigen mit dem Finger aufs Bild, und ein paar Minuten später ist das Gewünschte da. Wohlverstanden – manchmal gibts Überraschungen.

Doch was in den Restaurants von Shanghai aufgetischt wird, ist mit nichts Europäischem vergleichbar. Da werden Gerichte bestellt – mindestens so viele wie Gäste am Tisch sitzen, meistens aber auch zwei-, dreimal so viel – und jeder nimmt sich, was ihm passt. Für Vegetarier sind chinesische Restaurants ein wahres Paradies, die Auswahl an Gemüsegerichten ist unvergleichlich.

Bezahlen leicht gemacht

Doch wegen des Essens fährt man ja nicht nach China, obwohl dies ein Grund wäre. Zurzeit ist es die Weltausstellung. Sie hat der Metropole eine wahre Auffrischung verschafft. Neue Quartiere, Strassen und U-Bahnen sind entstanden. Die erste Metro-Linie wurde 1995 eröffnet, und jetzt hat das Netz bereits eine Länge von 420 Kilometern. Die U-Bahn in Shanghai darf sich zeigen. Sie ist sauber, schnell, billig und kinderleicht zu benutzen (Englisch beschriftet). In Shanghai gibt es sogenannte Kreditkarten, die für U-Bahn, Taxi und Bus gelten. Äusserst fremdenfreundlich.

Spucken auf offener Strasse

Überhaupt sind die Klischees über die Chinesen – rüpelhaft und egozentrisch etwa – zu revidieren. Wo wir uns auch bewegen, überall treffen wir auf freundliche Menschen. Einzig die Spuckerei, an die konnte ich mich beim besten Willen nicht gewöhnen. Glacelutschen auf offener Strasse wurde mir damit endgültig vergällt.

Wahrzeichen Shanghais ist das World Finance Center, das vor zwei Jahren eröffnet wurde. Wegen seiner Form wird der Turm im Volksmund Flaschenöffner genannt. Das gigantische Gebäude ist 486 Meter hoch und ist der höchste Turm Shanghais. Bis vor kurzem war er auch der höchste der Welt (der grösste steht seit kurzem in Dubai).

Mit einem superschnellen Lift fährt man über 110 Stockwerke hoch zum Restaurant, und von da oben sieht man alles, was der Smog zulässt: Der dicht befahrene Huangpu, der Fluss, der sich zwischen die Skylines zwängt, und Stadt, Stadt, so weit das Auge reicht: Die 18-Millionen-Metropole bedeckt die Fläche des Kantons Freiburg.

In der teuersten Stadt Chinas kann man leben – mal abgesehen vom Smog und dem enormen Verkehr. Die Stadt ist sauber, und man kann sich fast wie in einer der westlichen Welt bewegen. Einzig beim Überqueren der Strasse ist höchste Vorsicht am Platz. Der Fussgänger ist und bleibt die «Quantité négligeable». Auch wenn die Ampel auf Grün steht, haben Autos Vortritt.

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