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Mohammed und der Fussball

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Autor: Matthias Fasel

Auf Schalke herrscht Unruhe. Der Grund dafür sind für einmal weder Quälix Magath noch Sensibelchen Kevin Kuranyi, sondern Prophet Mohammed. Türkische Medien haben nämlich diese Woche den Text des Jahrzehnte alten Schalker Vereinsliedes veröffentlicht. Und da heisst es in der dritten Strophe weitestgehend sinnentleert: «Mohammed war ein Prophet, der vom Fussballspielen nichts versteht. Doch aus all der schönen Farbenpracht hat er sich das Blau und Weisse ausgedacht.» Nun, nicht jeder kann ein Goethe sein, möchte man dazu sagen und zur Tagesordnung übergehen.

Doch ganz so entspannt sehen dies strenggläubige Muslime nicht. Der Verein wird seit der Veröffentlichung mit Droh- und Protestbriefen zugedeckt. Schalke hat sofort reagiert und einen Islamwissenschaftler eingeschaltet, der das Lied analysiert. Und selbst der deutsche Staatsschutz hat sich bereits zum Lied geäussert. Da fragt man sich, ob diese Rücksicht im Sinne des Zusammenlebens in einer multikulturellen Gesellschaft und dem allgegenwärtigen Hang zur Political Correctness lobenswert, oder das Tamtam in einer säkularen Gesellschaft nicht vielmehr befremdend ist.

Mal ganz ehrlich, was soll daran verunglimpfend sein, einer Ikone der Religion das Fuss-ballwissen abzusprechen? Jesus ist auch eher dafür bekannt geworden, dass er übers Wasser gelaufen sein soll, als für seine Übersteiger oder dafür, dass er die Abseitsfalle gestellt hat wie kein Zweiter. Und von Buddha ist vieles übermittelt, aber davon, dass er das 4-4-2-System erfunden hat, steht nirgends etwas. Hey, man kann nicht überall stark sein! Nehmen wir das umgekehrte Beispiel: Franz Beckenbauer: WM-Titel: 1, Siege beim Europacup der Landesmeister: 3, Bundesliga-Spiele: 424, Auferstehungen: 0. Oder aber Diego Maradona. Der stand in zwei WM-Finals, und ok, er ist nach seinen Drogenexzessen das eine oder andere Mal auferstanden. Aber Blinden das Augenlicht wiedergeschenkt oder Lahme auf die Beine gebracht? Negativ! Deshalb sollte man die Kirche, die Moschee, den Tempel oder was auch immer manchmal besser im Dorf lassen. Denn im Stadion haben sie nichts zu suchen.

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