Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Mönche zwischen Gebet und Kunst

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Kloster Haute­rive in Posieux in der Talsenke der Saane-Schlucht unweit der Stadt Freiburg ist eigentlich bekannt für die Stille, in der die Mönche leben. Wer aber davon ausgeht, das Weltgeschehen ziehe an den Brüdern der Zisterzienser-Abtei spurlos vorbei, wird beim Besuch der Ausstellung «Spiegelbild der Stille» eines Besseren belehrt. Wer die Werke im Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve anschauen will, muss sich jedoch beeilen: Die Ausstellung schliesst diesen Sonntag ihre Tore.

Unter den über 130 ausgestellten Kunstwerken, die fünf Mönche des Klosters geschaffen haben, befindet sich unter anderem eine Xylografie zur Stadt Aleppo von Bruder Nicolas-Marie Ballerini. Bruder Nicolas-Maries Talent als begabter Schnitzer kommt in seiner Arbeit auf verschiedene Arten zum Ausdruck. Ein Teil seiner Ausstellungsgegenstände ist in einer Vitrine untergebracht. Als Erstes besticht der Humor des Klosterbruders: Eine Maus schaut in einem Schnitzwerk aus einem Schuh heraus, die beiden berühmten Detektive Schulze und Schultze aus dem Comic «Tim und Struppi» fallen die Treppe hinunter, Clown Dimitri grüsst von der Bühne und auch Weltstar Charlie Chaplin wird künstlerisch die Ehre erwiesen.

Strenge und Grazie

Der Holz bearbeitende Künstler zeigt der Öffentlichkeit zahlreiche Aquarelle und Xylografien, darunter jene über das Leiden im brennenden Aleppo. Solche zeitbezogene Kunstwerke gibt es in der Ausstellung aber nur wenige. In eine ganz andere Welt führen die Ikonen von Pater Jean-Marie Lussi. Mit grosser Präzision und Strenge arbeitet er die Antlitze von Jesus Christus, Maria und des Jesus-Kindes aus. Seine Arbeit umfasst auch experimentellere Werke, frei gestaltet in Formen und Farben. Der Abt des Klosters, Mauro-Giuseppe Lepori, ist mit mehreren Aquarellen an der Ausstellung präsent. Seine Arbeiten orientieren sich am Klosterleben: Brüder im Gewand der Zisterzienser, betende und kontemplierende Mönche sind seine Sujets.

Ein weiteres Schnitzer-Talent im Kloster ist Bruder Claude Lugeon. Auch er orientiert sich am Kloster- und Glaubensleben. Seine Holz-Schnitzereien zeigen Brüder an der Arbeit oder beim Orgelspiel. Besondere Kleinode sind seine Sahneschöpflöffel aus Holz, die mit Schnitzereien geschmückt sind, die das Leben Jesu darstellen, und ein erlesenes Stück ist eine Pieta aus Holz. Ein weiterer Bruder im Kloster bearbeitet Holz: Bruder Pierre-Yves Douillet stellt eine Reihe von Vasen und Schalen aus.

«Die Gaben Gottes pflegen und auswerten» – mit diesen Worten beschrieb der Abt des Klosters Hauterive Mauro Lepori an der Vernissage von Anfang Dezember letzten Jahres das künstlerische Schaffen der Mönche. Neben dem Blick auf die Kunstwerke dürfe aber der Blick für den Menschen selbst nicht verloren gehen.

Sowohl die Schönheit wie der Schmerz seien Teil Gottes. Bewunderung und Mitgefühl prägten «die Stille eines jeden, der in diese zu tauchen wage». Für diese Stille suchten die kunstschaffenden Mönche des Klosters Hauterive durch ihre Kreativität die Augen ihrer Mitmenschen zu öffnen.

Programm

Mönche im Spiegelbild der Stille

Die Ausstellung ist im Eingangssaal des Direktionsgebäudes R des Landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve zu sehen. Dieses befindet sich in Posieux auf der Ebene oberhalb des Klosters. Die Ausstellung ist bis am Sonntag offen.

fca

Landwirtschaftliches Institut Grangeneuve, Posieux. Fr., 13. Januar, 8 bis 17 Uhr; So., 15. Januar 14 bis 17 Uhr. Am Samstag geschlossen.

Mehr zum Thema