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Monnet geht – Bezina kommt nicht

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Thibaut Monnet hat in den letzten beiden Jahren in Freiburg die hohen Erwartungen nicht erfüllt. In 99 Spielen holte die einstige Skorermaschine nur 47 Punkte und war im Spiel der Freiburger kaum einmal ein Faktor. Der Klub legte dem 33-jährigen Stürmer am Ende der abgelaufenen Saison deshalb nahe, sich einen neuen Klub zu suchen. Gestern Morgen haben die Freiburger schliesslich bekannt gegeben, dass sie den Vertrag mit dem Walliser auf den 1. Mai hin in gegenseitigem Einverständnis auflösen. Eine Einigung, die den Klub einmal mehr etwas kostet. «Es ist klar, dass wir einen Teil des Salärs, das er nächste Saison bei uns gehabt hätte, bezahlen müssen», sagt Gottérons Sportdirektor Christian Dubé, der nicht weiter ins Detail gehen will.

Dubé ist froh, den Fall von Thibaut Monnet, der noch bis 2016 unter Vertrag gestanden wäre, geregelt zu haben. Der Stürmer war gegen Ende Saison oft überzählig oder wurde bloss als 13. Stürmer eingesetzt–dies bei einem fürstlichen Salär. «Es ist gut, haben wir nun eine Lösung gefunden. Das hilft sowohl Thibaut, der einen Neuanfang machen kann, als auch uns.» Am Nachmittag wurde bekannt, dass Monnet diesen Neuanfang nächste Saison bei Ambri-Piotta starten wird.

 Gelingt Camperchioli in Freiburg der Durchbruch?

Trotz Abfindung wird bei Gottéron durch die Einigung Geld für nächste Saison frei. Geld, das nicht in die Verpflichtung von Goran Bezina investiert wird. Lange Zeit war der Klub an der Verpflichtung des 35-jährigen Servette-Verteidigers interessiert. Noch habe er nicht das Budget dazu, sagte Dubé noch vor vier Wochen, doch man arbeite daran. Nun aber ist klar, dass Bezina nächste Saison nicht im Gottéron-Dress auflaufen wird. «Wir führen keine Gespräche mehr mit ihm. Goran wird nächste Saison nicht in Freiburg spielen», sagt Dubé.

Nach dem Abgang von Timo Helbling und der Nicht-Verpflichtung von Bezina wird damit immer mehr klar, dass Gottéron nächste Saison auf eine No-Name-Verteidigungsetzt.

Dazu passt die Verpflichtung von Luca Camperchioli, die der Klub gestern bekannt gegeben hat. «Ich erwarte keine Kunststücke von ihm», sagt Dubé. «Aber er wird der Defensive Stabilität und Gewicht verleihen.» Mit 185 Zentimetern Körpergrösse und einem Gewicht von 94 Kilogramm bringt Camperchioli tatsächlich Gardemasse mit. So richtig durchsetzen konnte sich der 24-Jährige, der von der U16 bis zu U20 sämtliche Stationen der Nationalmannschaft durchlief und bei den ZSC Lions einst als eine der grössten Nachwuchshoffnungen gehandelt wurde, in der Nationalliga A jedoch noch nicht. Zwar hat er für die ZSC Lions, Rapperswil und Davos bereits 114 NLA-Spiele absolviert, richtig auf den Basler gesetzt hat bisher jedoch noch kein Trainer. Mit einem Tor, sechs Assists und einer Minus-26-Bilanz sind auch die Statistiken nicht gerade überragend, was für einen Defensivverteidiger jedoch nicht überraschend ist. In der abgelaufenen Saison wurde Camperchioli zwar mit dem HC Davos Meister, kam aber bloss in 24 Qualifikations- und zwei Playoff-Spielen zum Einsatz. «Ich bin sicher, dass er sich bei uns entwickeln wird», sagt Dubé. «Unser neuer Assistenztrainer Kari Martikainen war ein exzellenter Verteidiger. Er wird Luca weiterhelfen können, genau wie er auch andere junge Verteidiger nach vorne bringen wird.»

 Weitere Fälle zu regeln

Die Verpflichtung Camperchiolis ist typisch für Freiburgs Transferkampagne, die–abgesehen von der Verpflichtung Ryan Gardners–darauf abzielt, junge, hungrige Spieler zu verpflichten, die in ihrer Karriere noch alles zu beweisen haben. Eine Strategie, die natürlich auch der angespannten Finanzsituation des Klubs geschuldet ist.

In seinen ersten Wochen als Sportchef hat Dubé das Kader bereits gehörig durcheinandergewirbelt. Doch seine Arbeit ist noch nicht zu Ende. So hat er beispielsweise für Adam Hasani, Joel Kwiatkowski und Martin Ness, denen ebenfalls nahegelegt wurde, sich einen neuen Klub zu suchen, noch keinen Abnehmer gefunden. Kwiatkowski weilt wie alle ausländischen Spieler derzeit in seinem Heimatland. Merkwürdig ist derweil, dass Ness am Montag das Sommertraining mit dem Team begonnen hat, während Hasani mitgeteilt wurde, er sei im Sommertraining nicht erwünscht. Warum werden die Fälle dieser beiden Spieler unterschiedlich gehandhabt? «Wir haben unsere Gründe», sagt Dubé, will dann einen Satz anhängen, bricht aber sofort wieder ab. «Darüber kann ich momentan nichts sagen.» Weil Ness vielleicht nächste Saison doch in Freiburg spielt und Hasani sicher nicht? «Das kann sein», gibt sich Dubé bedeckt.

 Hächler nein, Brügger ja

Der Sportchef will aber nicht nur Spieler loswerden, sondern weiterhin auch neue verpflichten. So bestätigt er etwa das Interesse an Rapperswils Verteidiger Cédric Hächler. «Das Interesse wäre vorhanden, aber ich glaube, er hat sich bereits für einen anderen Klub entschieden.» Weiter bei Gottéron spielt derweil der Alterswiler Stürmer Sandro Brügger. «Er wird weiter zu uns gehören. Es wird allerdings eine Lösung mit einem Partnerteam in der NLB angestrebt. Mehr kann ich dazu noch nicht sagen», so Dubé.

Bald bekannt geben wird der Klub auch die Verpflichtung des zweiten Torhüters sowie eines vierten Ausländers. «In beiden Fällen sind wir sehr nahe an einer Vertragsunterzeichnung.»

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