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Monnet schiesst Gottéron ins Glück

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 Ausgerechnet die beiden Rückkehrer Thibaut Monnet und Marc Abplanalp sorgten 98 Sekunden vor Schluss dieser ausgeglichenen und hart umkämpften Partie für den Freiburger Siegestreffer. Zwei Minuten zuvor hatte der Gast durch seinen Verteidiger Jannik Fischer endlich ausgeglichen und damit vorerst die sechste Niederlage in Folge fürs Erste verhindert. Gottéron konnte jedoch in der verbleibenden Zeit nochmals reagieren und nicht unverdient ein schönes Tor herauskombinieren. Nicht verwunderlich, dass die einheimischen Fans diesen weiteren Sieg ihrer Lieblinge frenetisch feierten, während beim Verlierer Lausanne die Spieler das Eis mit hängenden Köpfen verliessen. Zweimal konnte Gottéron nun so gegen einen Rivalen am Strich in extremis den Match noch auf seine Seite kippen und damit nach langer Zeit erstmals wieder über den ominösen Play-off-Strich klettern.

Bereits vor Spielbeginn hatte Gottéron gestern die Vertragsverlängerung mit Greg Mauldin bekannt gegeben. Der Amerikaner stiess 2012 zu den Freiburgern und hat in 95 NLA-Spielen 76 Skorerpunkte erzielt. Sein neuer Kontrakt ist bis Ende der Saison 2016/17 gültig.

Vorsicht oberstes Gebot

Weil Freiburg nur noch gerade mit elf Stürmer zu diesem Match antreten konnte und bei den Gästen Ossi Louhivaara (gesperrt) und Juha-Pekka Hytönen (verletzt) fehlten, durfte man schon zu Spielbeginn von keinem Torfestival träumen. Umsomehr, als Lausanne seit seinem Aufstieg vorab auswärts aus der Defensive heraus agiert und kaum einmal mehr als drei Tore erzielt. Aufseiten der Einheimischen wollte man trotzdem dem hartnäckigen Widersacher nicht ins offene Messer rennen und agierte ebenfalls aus einer sicheren Abwehr heraus. Dass diese Taktik am Schluss aufging, hatten die Freiburger allerdings auch ihrem guten Keeper Benjamin Conz und einer Prise Glück zu verdanken, denn zweimal trafen die Waadtländer in wichtigen Spielphasen nur die Torumrandung. Bei Gottéron kam erstmals der neue Verteidiger Marc Zangger, der von den GCK Lions kam, neben Marc Abplanalp zum Einsatz und verliess in seinem ersten Spiel im St. Leonhard das Eis mit einer beachtlichen Plus-1-Bilanz. Das Stürmerproblem löste Coach Gerd Zenhäusern wie in den letzten Partien: Abwechslungsweise agierten verschiedene Spieler neben dem Duo Monnet/Brügger im vierten Angriff, die mit ihren regelmässigen Einsätzen die übrigen drei Linien entlasten konnten. Längerfristig wird dieses kräfteraubende Modell allerdings kaum aufgehen, denn gerade in den wenigen Überzahlsituationen fehlte den Stammspielern zuletzt auch deshalb die nötige Frische. Weil aber auch der Gegner diesmal vor dem Kasten von Conz sein Visier erneut ungenügend eingestellt hatte, reichten auch diesmal zwei Treffer, um die Siegesernte einzufahren.

Viel Spannung, aber wenig Klasse

Das dritte Saisonderby zwischen Freiburg und Lausanne–weitere drei werden ja noch folgen–lebte auch diesmal vorweg von der Spannung, schöne offensive Spielzüge waren in den 60 Minuten an einer Hand abzuzählen. Gottéron hatte in den beiden ersten Dritteln eher mehr vom Spiel, und der knappe 1:0-Vorsprung schmeichelte den Gästen, die auch diesmal mit einem halben Dutzend ehemaliger Freiburger in die Saanestadt gereist waren. Erst im letzten Abschnitt konnten die Gäste dann noch einen Zahn zulegen und das Heimteam zum Teil minutenlang im eigenen Drittel festnageln. So gesehen war ihr Ausgleich fast nur eine logische Folge ihrer Tempoforcings. Konterangriffe der Freiburger waren zu diesem Zeitpunkt die Ausnahme. Die letzten Minuten entschädigten dann die Fans aus beiden Lagern–die Halle war ziemlich voll–für die vorher ziemlich langweilige Partie. Lausanne dachte wohl, mit dem späten Weitschusstor Fischers den Freiburgern einen Schock versetzt zu haben. Seit bei den Freiburgern jedoch Gerd Zenhäusern an der Bande steht, versteht es die Mannschaft, auf solche Rückschläge zu reagieren. Klar war bei der Entscheidung auch etwas Glück dabei, aber bekanntlich lacht das Glück meistens dem Tüchtigen. Und der HCF spielte an diesem Abend nicht nur äusserst clever, sondern auch mit viel Herz.

Heute in Biel

Schon heute folgt für die Freiburger in Biel ein weiteres Sechspunktespiel. Die erste Partie bei den Seeländern verlor man ja noch ziemlich klar. Allerdings folgte nach dem Trainerwechsel gleich der Revanchesieg im St. Leonhard. So oder so wird dieses erneute Aufeinandertreffen der beiden befreundeten Trainer Zenhäusern und Kevin Schläpfer eine brisante Angelegenheit. Nimmt man die letzten Resultate als Massstab, geht der HCF auch mit der momentan dünnen Personaldecke nicht chancenlos in diesen Strichkampf. Für die Berner spricht allerdings der Heimvorteil, zudem hat die gestrige Partie bei den Drachen sicher viel Kraft gekostet.

Telegramm

Gottéron – Lausanne 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)

6520 Zuschauer (Saisonrekord).–SR Vinnerborg/Wehrli, Kovacs/Wüst.Tore:7. Pouliot (Mauldin, Tambellini) 1:0. 56. J. Fischer (Pesonen) 1:1. 59. Monnet (Abplanalp, Sprunger) 2:1.Strafen:3-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 5-mal 2 Minuten gegen Lausanne.

 

Freiburg-Gottéron:Conz; Kamerzin, Schilt; Ngoy, Kwiatkowski; Helbling, Huguenin; Zangger, Abplanalp; Mauldin, Pouliot, Tambellini; Fritsche, Hasani, Vauclair; Sprunger, Dubé, Mottet; Monnet, Brügger.

 

Lausanne:Caminada; Gobbi, Leeger; Stalder, J. Fischer; Genazzi, Rytz; Seydoux; Neuenschwander, Froidevaux, Déruns; Pesonen, Miéville, Bang; Herren, Genoway, Simon Fischer; Florian Conz, Savary, Augsburger.

 

Bemerkungen:Gottéron ohne Bykow, Ness und Plüss, Lausanne ohne Antonietti, Huet, Hytönen, Lardi (alle verletzt) und Louhivaara (gesperrt).–Pfosten-/Lattenschüsse: 11. Déruns, 56. Jannik Fischer, 60. (59:52) Neuenschwander.–37. Tor von Huguenin aberkannt (Torraum-Offside).–59. (58:22) Timeout Lausanne, danach ohne Goalie.–Schussstatistik: 32:23.

 

Die FN-Besten:Conz, J. Fischer.

 

Der heutige Gegner

Die Fakten zum EHC Biel

• Im Saisonvergleich zwischen Biel und Gottéron gab es bisher je einen Heimsieg.

 

• Die Mehrzahl seiner Tore (40 Prozent) erzielt der EHC Biel im Mittelabschnitt.

 

• Pär Arlbrandt ist neben Julien Sprunger einer von fünf NLA-Spielern, dem in dieser Saison ein Hattrick gelang.

 

• 45 Prozent der Bieler Tore werden von den Ausländern erzielt. Nur bei Lugano und den Lakers ist diese Prozentzahl noch grösser.

 

• Topskorer ist Pär Arlbrandt mit 20 Punkten.

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