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Monthey phasenweise bös zerzaust

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Monthey phasenweise bös zerzaust

Freiburg Olympic gewinnt auch sein 13. Meisterschaftsspiel

Während drei Vierteln dominierte Freiburg Olympic seinen Gegner Monthey nach Belieben und sicherte sich verdient den 13. Sieg. Die Meisterschaft läuft auf ein Duell zwischen Leader Olympic und Meister Boncourt hinaus, der Abstand beträgt weiterhin zwei Zähler.

Von BEAT BAERISWYL

«Wir stiegen mit der richtigen Mentalität in diese Partie, starteten aggressiv und konzentriert und hatten bald einmal wichtige zehn Punkte Vorsprung. Wir wollten den Sieg und haben ihn in meinen Augen auch verdient», meinte der zum besten Freiburger Spieler gewählte Valentin Wegmann nach Sieg Nummer 13!

Willie Taylor gut aufgehoben

Entgegen den Erwartungen traten sowohl Willie Taylor wie auch Warner Nattiel zu diesem Spiel an. Nattiels Sperre wurde durch eine Geldbusse ersetzt, Taylors Strafe hatte nach einem Rekurs Montheys aufschiebende Wirkung. Somit konnten die Walliser in Bestbesetzung antreten, während Olympic immer noch auf Dar Ziv und Kirmaci verzichten musste. Der wirblige Amerikaner mit einem Schnitt von beinahe 40 Punkten in den bisherigen Partien mit seinem neuen Klub war aber von Beginn weg bei Valentin Wegmann in besten Händen. Sein Trainer Sébastien Roduit suchte nach dem Schlusspfiff nach Entschuldigungen für die diskrete Leistung seines Stars und begründete diese mit Migräneanfällen. Auch beim launischen Deon George sei die Grippe am Formtief schuld.

Vom 6:8 (3.) zum 18:10 (6.)

Es war eine wahre Freude, den Freiburgern zuzusehen. Für einmal hatten sie Wille, Aggressivität, Konzentration und Zusammenspiel als Vor-Weihnachtsüberraschung ausgepackt. Defensiv hielt Wegmann Taylor in Schach, er sorgte zudem für Offensiv-Spektakel (zwölf P. im ersten Viertel). Da auch George bekanntlich nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, mussten eben die Schweizer eine tragende Rolle übernehmen. Ausser Milan Zivkovic schienen alle an diesem Abend damit überfordert. Ein ungewohntes Bild präsentierte sich den 2000 Zuschauern: Monthey wurde phasenweise bös zerzaust und an die Wand gespielt (28:14; 8./64:37; 23.). Dies verschlug sogar den sonst lautstarken Walliser Fans die Sprache …

Partie früh entschieden

Mit einem beruhigenden 15-P.-Polster konnte Olympic in die Pause. Wie würde Monthey diese Schlappe verdauen? Doch als Roduit zu Beginn der zweiten Hälfte ohne seine Ausländer antreten liess, schien er den Bettel bereits hingeworfen zu haben. Olympic zog seine Kür weiter und begeisterte auch zu Beginn dieser Halbzeit mit herrlichen Kombinationen und aggressivem Defensivspiel. Gerade dieses Defensivspiel war am Samstag der Schlüssel zum Erfolg, denn es war nicht bloss Taylors Migräne, die ihn als «Schatten seiner selbst» erscheinen liess, es war auch die harte und intensive Verteidigungsarbeit gegen ihn, die ihn kaum mehr auf dem Feld in Erscheinung treten liess (12 Pünktchen; 5 von 12 Zweiern; 0 von 3 Dreiern).

Letztes Viertel besser vergessen

Im letzten Abschnitt machte sich Olympic selbst das Leben schwer. Fehlpässe, Ballverluste und Unkonzentriertheiten brachten Monthey ins Geschehen zurück (79:68; 38.). Es muss den Wallisern zu Gute gehalten werden, dass sie trotz der sich anbahnenden Schlappe nie aufsteckten und sich bis zur letzten Sekunde abrackerten (vor allem Fernandez). Doch die routinierte Abgeklärtheit von Poole, Rosnowsky und Ceresa verhinderten das totale Schmelzen des erarbeiteten Vorsprungs. Am Ende kamen die Freiburger zum 13. Meisterschaftserfolg in Serie, hatten sich damit selbst ein schönes Weihnachtsgeschenk gemacht und können als unangefochtener Leader nun eine Woche Ferien geniessen!

Olympic – Monthey 86:72 (50:35)

Heilig Kreuz; 2000 Zuschauer; SR: Pizio/ Parentau.
Freiburg Olympic: Fergerson (17); Ceresa (12); Nattiel (2); Wegmann (14); Rosnowsky (19); Seydoux (2); Poole (18), Livadic (2).
Monthey: Donzé; Zivkovic (23); George (10); Lamka (5); Fernandez (14); Middleton; Ammann (4); Porchet (4); Taylor (12).
Bemerkungen: Olympic ohne Dar Ziv und Kirmaci; Monthey komplett. 5 Fouls: Porchet (39.). Beste Spieler: Wegmann/ Zivkovic. Teilresultate: 31:21; 19:14; 24:18; 12:19.

Ziel ist Kontinuität

Freiburg Olympic ziert nach 13 Spielen ohne Niederlage die Tabellenspitze, zwei Punkte vor Meister Boncourt. Die Jurassier ihrerseits kamen im Fiba-Cup als Gruppensieger eine Runde weiter.

Patrick Koller ist mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden: «Wir sind ohne Niederlage in der Meisterschaft, mit bloss einem Fehltritt im ersten Liga-Cup-Auftritt, aber ohne Sieg gegen europäische Klubs. Es folgt die Detail-Arbeit. Ziel ist Kontinuität. Heute war unsere Defensive sicher ausschlaggebend. Schade nur, dass ich im letzten Abschnitt nicht wie geplant die beiden Junioren noch einige Minuten einsetzen konnte, denn der Spielverlauf liess dies nicht mehr zu.» Auch Wegmann war zufrieden mit dem Team und mit sich selbst: «Ich war besonders motiviert, weil ich ja gelesen hatte, Taylor spiele nicht. Nach der Pause fehlte leider die Konzentration etwas, doch haben wir am Ende verdient gewonnen.» Montheys Trainer Roduit meinte: «Unsere Schweizer Spieler haben bei uns tragende Rollen. Nach jeweils 40 Punkten muss Taylor nun lernen, auch etwas intelligenter zu spielen! Olympic war heute aggressiver, hat sich nicht überraschen lassen und uns im ersten Viertel distanziert. Schade, dass unsere Spieler nicht gemeinsam die gute Form haben; Zivkovic am Anfang, Fernandez gegen Schluss der Partie.» bb

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