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Moralische Bevormundung durch die Kirchen

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Schon lange haben sich die Schweizer Kirchen nicht mehr so stark für eine Abstimmungsvorlage eingesetzt wie bei der Konzernverantwortungsinitiative. Über 650 Kirchgemeinden und Pfarreien schweizweit stehen hinter der Kampagne «Kirche für Konzernverantwortung». Doch nun regt sich innerkirchlicher Widerstand: In einem offenen Brief «Frauen gegen die Konzernverantwortungsinitiative» werfen christliche Frauen aus der ganzen Schweiz den Kirchen vor, «mit ihrer einseitigen Parteinahme, der teuren kirchlichen Kampagne und der Mission von der Kanzel für die Initiative» den Eindruck zu vermitteln, dass es nur einen einzigen Weg gebe, christliche Grundsätze zu verwirklichen. Dadurch werde suggeriert, dass Kirchenmitglieder, die die Initiative ablehnten, weniger gute Christinnen und Christen seien.

Auch wir haben diesen offenen Brief von Christinnen aus der ganzen Schweiz unterschrieben, und zwar aus folgenden Gründen: Wir verwahren uns dagegen, dass uns die Kirchen vom moralischen Hochsitz herab bevormunden und uns vorgeben wollen, wie wir abzustimmen haben. Als Christinnen und Christen sind wir mündig genug, uns selber eine politische Meinung zu bilden. Es widerstrebt uns, dass die Kirchen mit Parolen und Kampagnen wie Parteien und Verbände auftreten. Anders als Parteien, Wirtschaftsverbände oder Gewerkschaften sind die Kirchen keine Interessensverbindungen, sondern ihnen gehören Menschen mit ganz unterschiedlichen politischen Einstellungen an, die durch das Band des Glaubens miteinander verbunden sind. Es missfällt uns, dass die Kirchen Politpropaganda betreiben, indem sie sich politisch auf eine Seite schlagen und dadurch suggerieren, Andersdenkende seien weniger gute Christinnen und Christen. Nicht einverstanden sind wir zudem, wenn die Kirchen Schweizer Unternehmen mit Tätigkeit im Ausland unter Pauschalverdacht stellen, sie würden notorisch Menschenrechte verletzen und Flüsse vergiften, und gleichzeitig von ebendiesen verteufelten Unternehmen Steuern einziehen.

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