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Mundartmusik gegen jeden Zeitdruck

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Autor: Marc Kipfer

Sie sind alles: Männlich und ein bisschen weiblich, jung und schon ein wenig reifer. Hinter dem Namen Mundish steckt eine Band aus zwei Freiburgern, einer Freiburgerin und drei Bernern, die zusammen nicht auf den ersten Blick wie eine Band aussehen.

So heterogen, wie man Mundish ihrer äusseren Erscheinung nach wahrnimmt, ist ihre Musik nicht. Die prägnanten Mundarttexte begleiten die Instrumentalisten in der Band mit einem passenden und abwechslungsreichen Soundteppich. Selbst Mundish-Neulinge merken, dass da mit Leidenschaft gearbeitet wird.

Genug Raum für Stärken

Einen kompakten Eindruck weckt spätestens die aktuelle CD «Uszyt», mit der sich Mundish, entgegen dem Titel, so richtig ins Gespräch bringen wollen. Nach einer Demo-CD, die inzwischen zwei Jahre alt ist, hat die Band sich nun das erste richtige Album geleistet, und dieses ist (sowas gibt es also tatsächlich noch) eine klassische EP: also irgendwo zwischen Single und Longplayer anzusiedeln. Dass auf der CD sechs Songs sind, ist nicht ein «nur», sondern ein «alle Achtung» wert. Denn Mundish schaffen es, auch in dieser kurzen Zeit ein breites Spektrum von Emotionen anzubieten.

Von den Texten vorerst abgesehen, schafft bei Mundish bereits die instrumentale Equipe vielerlei Stimmungen. Da werden überraschende textliche Szenenwechsel nicht einfach untermalt, sondern musikalisch angekündigt und ausgekostet. Für Romantik sorgen somit nicht nur Jean-Marc und Karin an den Mikrofonen (die Bandmitglieder nennen offiziell schlicht ihre Vornamen), sondern etwa auch Markus an der Gitarre. Bereits im ersten Song der CD weicht der Gesang für 40 Sekunden einem ausgedehnten Gitarrensolo: Beweis genug, dass die Band ihre Stärken erkennt und ihnen genügend Raum lässt.

Mitten im Leben drin

Auch textlich beschränken sich Mundish bewusst auf solides Handwerk. Anspruchsvoll gereimt sind die sechs Songs zwar nicht, doch es gibt beileibe schon genug Songdichter, die poetische Purzelbäume wagen und dabei oft dramatisch straucheln.

Keine Auszeit für die Band

Langweilig ist «Uszyt» deswegen nicht. Zwar geht es hier, wie so oft, mehrheitlich um Liebe, aber nicht immer um eine blinde, sonnenverwöhnte. In «Bevor mes weiss» heisst es beispielsweise: «Die beschte Argumänt / irgendeinisch gö si us / u de laht me sech la blände / i bi wäg, i loufe drus». Das ist nicht aus dem Leben gegriffen, sondern mitten im Leben drin.

Mittendrin sind auch die Mundish-Mitglieder, nämlich im Konzertsommer – von Juli bis Oktober spielt die Band in den Kantonen Freiburg (Burgstattbar Kerzers am 9. Oktober), Bern und Thurgau. Das klingt, als würden sich Mundish selber nicht an den Text ihres Titeltracks «Uszyt» halten, der besagt, dass eine Auszeit manchmal sinnvoller ist, als sich zu Taten oder Entscheidungen zu zwingen. Oder vielleicht ist die Band gerade daran, sich zu Gunsten anderer Auszeit-Williger zu opfern. Nach der Arbeit an der CD sind Live-Auftritte eh eine Belohnung. Bei Mundish auch fürs Publikum, dessen Uhren die Band ein bisschen zu bremsen versucht. Eine kleine Auszeit: warum nicht mit Mundish?

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