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Murten als Basis zum Snowkiten

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wenn Michael Kaspar im Winter in den Bergen ist, muss er an keinem Lift anstehen. Er muss auch keine Felle an seine Skier montieren, um mühsam einen Berg hochzulaufen. Für den Wintersport nimmt der 43-jährige Murtner seinen Kite-Schirm mit und lässt sich von der Kraft des Windes ziehen: «Snowkiten hat mich von Anfang an fasziniert», erinnert sich Kaspar an den Tag vor über 20 Jahren, als er bei einem Event in Zürich zum ersten Mal einen Kite-Drachen in den Händen hielt.

Von Zürich nach Murten

Damals lebte Kaspar noch in der Limmatstadt und verbrachte seine Freizeit fast nur noch im Engadin, im Snowkiter-Mekka Silvaplana. Schnell hat Kaspar auch das Wettkampffieber gepackt. «Ich habe als Jugendlicher bereits als Ski- und Snowboardfahrer an Jugend-und-Sport-Wettkämpfen teilgenommen.» Und auch beim Snowkiten hat ihn der Ehrgeiz gepackt, sich mit anderen zu messen. Und das erfolgreich. In der Saison 2003/2004 wurde er Snowkite-Weltmeister, und er ist zweifacher Schweizermeister.

So wirklich in seinem Element fühlt sich Kaspar bei den Langdistanzrennen, die mehrere Tage dauern und häufig irgendwo in der menschenleeren Wildnis in Skandinavien oder Russland stattfinden. Das politische Klima sei ihm im Moment zu heiss, um diesen Winter an Rennen in Russland zu starten. Dafür steht mit dem Vake-Rennen in Norwegen das Nonplusultra im Kite-Sport vor der Türe: 40 Zweier-Teams nehmen die rund 400 Kilometer lange Strecke zwischen Berlevag und Vardo über die nordnorwegische Halbinsel Varanger in Angriff.

Die Nähe zum Jura

Nicht zuletzt das Kiten zog ihn vor fünf Jahren von Zürich ins Seeland. Zuerst nach Kerzers und später nach Murten, wo er seit zwei Jahren lebt. «Hier hat es in der Nähe gute Spots, um im Winter, aber auch im Sommer zu Kiten.»

Seine beliebtestes Kite-Revier ist der Jura. «Die Region liegt ganz in der Nähe und ist wegen der grossen Ebenen eine sehr spannende Gegend für das Snowkiten.» Das einzige Hindernis seien die vielen Strommasten. «Ich habe schon Schirme gesehen, die sich in den Hochspannungsleitungen verfangen haben.» Ihm sei es bisher zum Glück noch nie passiert, meint Kaspar lachend.

Im Sommer ist er beim Kitesurfen auf dem Neuenburgersee anzutreffen, aber deutlich weniger oft als im Winter, denn die Wintervariante gefalle ihm definitiv besser: «Snowkiten ist vielseitiger als Kitesurfen. Man kann sich die Berge hochziehen lassen und Freeriden, aber auch längere Touren von mehreren Tagen unternehmen.»

Sport bleibt Hobby

Auch nach über 20 Jahren hat das Snowkiten für Kaspar nichts von der anfängli- chen Faszination eingebüsst. Ein Berufssportler ist Kaspar trotz seiner Wettkampferfol- ge nicht. Immerhin hat er Sponsoren, die ihm die Ausrüstung zur Verfügung stellen, von der Bekleidung, über die Schirme bis zu den Skiern. Und von Letzteren brauche er pro Saison schnell einmal vier bis fünf Paar.

Weil er mit dem Sport kein Geld verdient, arbeitet Kaspar 100 Prozent auf einer Bootswerft. «Ich kann zum Glück meine freien Tage selber einteilen und spontan entscheiden, etwa bei schönem Wetter in die Berge zu gehen.»

Seine Frau teile glücklicherweise seine Faszination für das zeitaufwendige Hobby. «Im Sommer gehen wir sogar zusammen Kitesurfen», sagt Kaspar. Oder diesen Winter verbinden die beiden den Wettkampf in Norwegen Ende März mit gemeinsamen Ferien auf dem Hochplateau von Haugastol im Südwesten Norwegens.

Zur Person

Weltmeister-Titel als Hobby

Michael Kaspar ist inZürichgeboren und lebt seit zwei Jahren zusammen mit seiner Frau inMurten.Der 43-Jährige betreibt seinen Sport seit 22 Jahren und nimmt regelmässig an Wettkämpfen teil. Bei seinen vier Teilnahmen anWeltmeisterschaftenerreichte er einen ersten, einen zweiten und zwei siebte Plätze. Kaspar ist auch zweifacherSnowkite-Schweizermeister.Er betreibt zusammen mit seiner Frau Tanja eineSnowkite-Schule.tk

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