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Murten Classics international

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Murten Classics international

Ensembles aus der Ukraine und Rumänien am Preisträgerkonzert des Valiantforums

Das Herz der Gäste im Schlosshof von Murten schlug eindeutig für den 35-köpfigen Jugendchor aus der Ukraine. Am Dienstagabend erhielt er den von der Valiant-Bank gestifteten ersten Preis.

Von IRMGARD LEHMANN

«Lernen kann man die technischen, ästhetischen und stilistischen Aspekte der Musik. Nicht erlernen kann man jedoch den Kontakt, die Kommunikation, den Austausch mit dem Publikum», sagte der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Freiburger Dirigent Michel Corboz in einem Interview. Und was er da sagte, traf genau auf den Jugendchor aus Odessa zu, der am Dienstagabend im Schlosshof von Murten unter der Leitung von Tatyna Jakovhuk auftrat.

Voller Enthusiasmus

Die rund 35 Jugendlichen interpretierten – notabene alles auswendig – Sakralmusik und ukrainische Volkslieder. Mit stimmlicher Ausgewogenheit schufen sie ein äusserst transparentes Klangbild. Die Jugendlichen sangen sich gleichsam in die Herzen des Publikums und erhielten für ihren Enthusiasmus wohlverdient den ersten Preis (4000 Fr.)

Unterschiedliches Niveau

Sie entsprachen genau den Vorstellungen beziehungsweise den Kriterien der Jury. «Wer vermag am meisten Emotionen hervorzurufen», war die Frage. Ein weiteres Kriterium: Wer macht im Rahmen seiner Möglichkeiten das Beste? «Insofern kommt es auch nicht drauf an, ob ein Profi- oder ein Amateurensemble auftritt», bemerkte Jurymitglied und künstlerischer Leiter Kaspar Zehnder.

Dass nicht andere Kriterien gelten dürfen, leuchtet ein. Denn ein profesionelles Orchester wie die «I Sinfonietti 01» aus Zürich mit dem Orchester der Musikschule aus Cluj, Rumänien, auf musikalischer, stilistischer und technischer Ebene zu vergleichen, wäre unangemessen.

Daher stellt sich auch die Frage, ob es nicht besser wäre, den drei Finalisten jeweils zu gleichen Teilen einfach je 4000 Franken zu überreichen.

Denn die 13-köpfige Formation «I Sinfonietti» – alles junge Männer – gestaltete das Siegfried-Idyll, ein Geburtstagsständchen von Richard Wagner für seine Cosima, unter der Leitung des versierten Dirigenten Lukas Groen, äusserst subtil mit feinen Schattierungen, lebhaften Nuancen und stupenden Pianissimos. Das Siegfried-Idyll, ein Werk von kleinformatiger Prägung, das einem Wagner von einer ganz anderen Seite zeigte. Übrigens: Bereits zu Wagners Zeiten wurde das Werk draussen aufgeführt. Die Musiker aus Zürich erhielten den 2. Preis (3500 Franken)

Auf den Osten ausgerichtet

Murten Classics gibt sich zusehends international. Denn nebst des Chors aus der Ukraine waren auch die 100 Jugendlichen der Musikschule «Sigismund Toduta» aus Cluj, Rumänien, eingeladen. Trotz einiger Intonationstrübungen (vorab bei den Streichern) und rhythmischer Ungenauigkeiten vermochten die Jugendlichen ihre Lebens- und Spielfreude rüberzubringen.

Die Ouvertüre zu «Coriolan» von Beethoven, Franz Schuberts 1. Satz aus der 5. Sinfonie und die 2. rumänische Rhapsodie des Landsmannes Enescu waren geprägt von Lebendigkeit und Temperament. Das Orchester unter der Leitung von Francisc Muresan erhielt den dritten Preis (3000 Fr.).

Aufmerksames Publikum

Die rund 150 jungen Musikerinnen und Musiker jedenfalls fanden am Dienstag ein höchst aufmerksames Publikum vor, das ihre Musik mit begeistertem Applaus feierte. Zum traumhaften Abend im Schlosshof hat aber auch der aussergewöhnlich milde Sommerabend beigetragen.

Weitere Konzerte: Donnerstag, 1. September, Barockkonzert im Schloss Münchenwiler 20 Uhr; Freitag, 2. September, Sinfoniekonzert im Schlosshof um 20 Uhr (Im Klavierkonzert Nr. 2 von Brahms, begleitet von «The Prague Philharmonia» unter der Leitung von Kaspar Zehnder, wird der Pianist Konstantin Lifschitz anstelle des kurzfristig verhinderten Alexey Botvinov auftreten.
Valiantforum

Mit dem Preisträgerkonzert 2005 hat sich die Valiant Bank bereits zum sechsten Mal bei Murten Classics engagiert. Sie stellt jährlich eine Preissumme bis zu 12 000 Franken zur Verfügung. «Damit wollen wir gezielt den Nachwuchs fördern», sagte Michael Bauer, Leiter der Region Bern/Freiburg. Zum Preisträgerkonzert lädt die Bank jeweils ihre Kunden ein. Am Dienstag waren es rund 300 Personen, die zum Einklang zum grosszügigen Apéro geladen waren.

Der Wettbewerb wird in Musikzeitschriften ausgeschrieben oder aber über persönliche Kontakte publik gemacht.

Wie Kaspar Zehnder sagt, melden sich jeweils bis zu zehn Formationen. Auf Grund von CD oder Videoaufnahmen werden die drei Finalisten ausgesucht. il

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