Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Murten ist die Stadt für das Panorama»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Eingerollt wartet das 10 auf 100 Meter grosse Panoramabild der Schlacht bei Murten seit der Expo 02 darauf, wieder bewundert zu werden. Nun kann das Gemälde von Louis Braun neben der Stiftung für das Panorama auf zusätzliche Unterstützung zählen: Der pensionierte Chirurg Gaston-François Maillard aus Rue im Glanebezirk hat für das Bild von 1893 eine Gruppierung mit prominenten Mitgliedern (siehe Kasten) aus der Taufe gehoben. Der Plan der sogenannten Freunde des Murtner Panoramas 1476: Den Bau des geplanten Parkhauses Ost in Murten mit dem Bau einer Kup- pel für das Panorama zu verbinden. Maillards Vision ist, das Parkhaus im Untergrund zu bauen und darüber auf dem Viehmarktplatz eine Kuppel mit dem Panorama, weite- ren Ausstellungsräumlichkeiten und einem Kongresssaal zu errichten. «Die Multifunktionalität ist der wichtigste Punkt in dieser Sache», sagt Maillard. Denn nur mit einer Mehrfachnutzung könnten die Betriebskosten gedeckt werden. Maillard ist Feuer und Flamme für das Projekt: «Murten ist die Stadt für das Panorama, es gibt nichts anderes.» Das Städtchen sei Symbol für die Mehrsprachigkeit der Schweiz und deshalb idealer Standort für ein Projekt dieser Art.

Die Idee mit Panorama-Kuppel und Parkhaus ist nicht neu: Bereits 2009 setzte sich der Verein Standortentwicklung Murtenseeregion (SEM) dafür ein, dass das Gemälde in Murten ausgerollt wird. Pläne für einen Rundbau für das Bild auf dem Viehmarktplatz und auch für das Ortsmuseum und das Tourismusbüro sowie ein Parkhaus bestehen. SEM-Präsident Andreas Fink begrüsst das Engagement Maillards: «Sein Enthusiasmus ist genau das, was wir gesucht haben.» Er sei überzeugt, dass in Murten ein Riesenpotenzial besteht für einen Panoramapark mit dem Murtenschlacht-Gemälde, weiteren Ausstellungsräumen, einem Café, einem lokalen Tourismusbüro und Sälen für Grossanlässe.»

Der Plan der Stiftung für das Panorama der Schlacht bei Murten hingegen ist, das Gemälde in einem Anbau des Historischen Museums Bern auszustellen. Im Sommer 2014 teilte die Stiftung jedoch mit, dass sie die dafür nötigen 20 Millionen Franken nicht zusammenbringt. Was der Stiftungsrat von Maillards Idee hält, ist nicht klar. Im Oktober sagte die Präsidentin des Stiftungsrats, Christiane Feldmann, dass sie das Projekt mit Maillard persönlich besprechen wolle. Gestern war sie auf Anfrage nicht erreichbar.

Maillard bestätigt, dass er mit Christiane Feldmann und dem Murtner Stadtpräsidenten Christian Brechbühl gesprochen hat. Gemäss Maillard wäre die Variante, das Panorama-Museum mit dem Parkhaus-Projekt zu verbinden, günstiger: «Wie mir Christian Brechbühl gesagt hat, könnte die Stadt eine Kombination von Parkhaus und Museum bei einem Zuschlag in der Höhe von sechs bis sieben Millionen Franken prüfen.» Brechbühl dementiert diese Aussage jedoch: «Das ist eine Falschaussage», sagt der Stadtpräsident auf Anfrage.

Maillard ist auch mit Bundesrat Alain Berset in Kontakt: «Es ist eine wichige Sache für die ganze Schweiz, dass das Panorama in Murten für alle zu sehen ist», so Maillard.

Finanzierung: Anteilscheine und Spenden

B ei der Gruppe Freunde des Murtner Panoramas mit dabei sind neben Gaston-François Maillard auch der Präsident der waadtländischen Sektion Heimatschutz Denis de Techtermann, der ehemalige Präsident von Avenir Suisse Xavier Comtesse aus Carouge-Genf, der ehemalige Freiburger Staatsrat Pascal Corminboeuf aus Domdidier, der Präsident Standortentwicklung Murtenseeregion Andreas Fink aus Murten, der Historiker Daniel de Raemy aus Bürglen, der Professor für Steuerrecht an der Universität Lausanne sowie Präsident der Stiftung Toms Pauli Yves Noel und der ehemalige Ständerat Otto Piller aus Alterswil. Laut Maillard ist die Gruppe dabei, die Finanzierung des Projekts zu erarbeiten: Einerseits sollen Spenden ab 1000 Franken den Topf füllen, andererseits soll es Anteilscheine bereits ab 100 Franken zu kaufen geben. emu

Mehr zum Thema