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Murten lud zur Bundesfeier ein

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Regentropfen benetzen die Tische, mehrere leere Plätze warten auf die Besucher. Kurz vor Beginn der offiziellen Murtner Bundesfeier beginnt es zum zweiten Mal an diesem schwül-heissen Tag zu regnen. Murten ist eine der wenigen Gemeinden im Kanton, die in Corona-Zeiten eine offizielle Bundesfeier durchführen. «Die Entscheidung fiel am Solisingen am 22. Juni. Wir hatten den Eindruck, das Bedürfnis sei da», sagt Gemeinderat ­Ruedi Herren. «Es sind schon so viele Anlässe dieses Jahr ausgefallen, und es ist ungewiss, wie die Lage sich weiter entwickelt. Da kann es doch nicht sein, dass auch die Bundesfeier gestrichen wird.» Dass die Gemeinde auf ein Feuerwerk verzichte, stand allerdings bereits im April fest. «Grosse Menschenansammlungen sind schwer kontrollierbar.» Eine Bundesfeier lasse sich hingegen gut organisieren. Das Schutzkonzept umfasst etwa eine sitzplatzgenaue Registrierung. Wie jedes Jahr stehen Reden und Vorträge der Stadtmusik und der Tambouren auf dem Programm. Dieses Mal aber lädt die Gemeinde dazu statt ins Stedtli auf die Säulimatte ein, die auch als Erst-August-Wiese bekannt ist. Den Anlass ergänzt sie mit einer Festwirtschaft. Zwei Drittel weniger als das Feuerwerk kostet die Feier.

Nachfrage unter Erwartungen

Es regnet immer noch. Bunte Regenschirme prägen das Bild auf dem Festareal. Ein Bub hat kurzerhand einen der Tische als Häuschen umfunktioniert und folgt so der Feier im Trockenen. Gemeinderat Ruedi Herren lässt in seiner Rede die letzten Monate Revue passieren: «Leider wird vieles nicht mehr so sein wie vorher, und die wirtschaftlichen Veränderungen sind noch gar nicht absehbar.» Doch er schaut vorwärts: «Aber es geht weiter – und so auch unser Leben. Weil nicht bedingungslos alle Traditionen aufgegeben werden dürfen, haben wir beschlossen, unsere Bundesfeier im angepassten Rahmen für heute trotzdem zu organisieren.»

Festredner Marius Widmer, Leiter der Dienststelle Unicom Kommunikation und Medien der Universität Freiburg, spricht über die Schlüsselrolle der Universität. Sie überwinde drei Gräben: den konfessionellen, den sprachlichen und den Graben Stadt-Land, so der Redner aus Jeuss. Absolventen der Uni Freiburg hätten zudem zusammen mit den Absolventen der Uni St. Gallen die höchste Arbeitszufriedenheit laut dem Bildungsbericht Schweiz. Die Imagekampagne für den Kanton Freiburg scheine also berechtigt: «Freiburg macht glücklich», so ihr Slogan. Mit einem Vortrag der Stadtmusik Murten klingt die Bundesfeier aus, gespielt wird «Sailing» von Rod Stewart. So segelt nun das Schiff Schweiz guten Mutes einer ungewissen Zukunft entgegen, genauso wie die Welt, die sie umgibt.

Viele Tische sind leer geblieben. «Mehrere angemeldete Personen sind nicht gekommen», so Herren. Inklusive der Stadtmusik feierten um die 100 Personen auf der Wiese neben dem Hotel Schiff. Platz gehabt hätte es für 400. «Wir hofften auf 300 Personen.» Anders das Bild in den Restaurants im Stedtli sowie auf der Pantschau am See, wo sich die Bevölkerung an privat mitgebrachten Feuerwerken erfreute.

«Die Covid-Regeln wurden gut eingehalten», sagt Christel Wartmann von der Kantonspolizei auf Anfrage. Der diesjährige erste August sei sehr ruhig gewesen. «Es gab keine besonderen Vorkommnisse.»

Bundesfeier

Stadt ohne Feuerwerk; positive Bilanz in Jeuss und Schwarzsee

Die Dorfvereine Lurtigen, Salvenach und Jeuss sowie das Pflegeheim Jeuss führten ihre traditionelle Feier trotz Corona durch. Mit rund 100 Besucherinnen und Besuchern seien weniger Leute gekommen als in den Vorjahren, sagte Ruth Wasserfallen vom OK. Es sei trotzdem eine schöne Feier gewesen. Die Corona-Sicherheitsmassnahmen seien eingehalten worden. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims feierten separat auf ihrer Terrasse.

In Schwarzsee gab es keine Feier, aber ein Feuerwerk. Dafür seien zwar extra Leute angereist, aber es habe deutlich weniger Besucherinnen und Besucher gehabt als in den Vorjahren, sagte Tourismusdirektor Adolf Kaeser. Vom Platz her sei das kein Problem gewesen. Viele Leute hätten eigenes Feuerwerk mitgenommen. Beim Restaurant Gypsera fand eine Party statt, allerdings mit beschränkter Platzzahl und Sicherheitskonzept, wie Kaeser sagte.

Die Stadt Freiburg wollte ursprünglich ein Feuerwerk zünden, sagte dieses jedoch am Freitag ab. Dies wegen der Entwicklung der Gesundheitslage im Kanton, wie die Stadt in einer Mitteilung schrieb.

nas

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