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Murtner Solennität ist offiziell immaterielles Kulturerbe

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Bisher war der Kanton Freiburg auf der Liste des Bundesamtes für Kultur (BAK) zum immateriellen Kulturerbe der Schweiz weitgehend mit kantonsübergreifenden Traditionen vertreten: So wurden 2012 die Poyas, der Chorgesang, das Fondue und die Kilbi als typische lebendige Tradition aus dem Kanton Freiburg auf die Liste aufgenommen. Neu ist nun auch die Murtner Solennität – die Soli – darauf. Sie ist laut einer Mitteilung der einzige Neuzuzug der ersten Aktualisierungsrunde aus dem Kanton Freiburg. Die Liste wurde dieses Jahr um 34 Einträge ergänzt und enthält neu 199 Formen des immateriellen Kulturerbes.

Die Soli ist laut dem Basler Kulturwissenschaftler Walter Leimgruber zwar kein Einzelfall: «Diese Art von Festen gibt es vielerorts, denken Sie an den Maienzug in Aarau oder die Solennität in Burgdorf.» Doch für den Kanton Freiburg sei die Soli als Vorschlag für eine wichtige Tradition an oberster Stelle gestanden, und die Verantwortlichen hätten diese Meinung geteilt – gerade weil Anlässe, welche historisches Gedenken und ein Jugendfest verbinden, eben typisch für viele Schweizer Städte sind.

Das Video zur Solennität 2017 in Murten.

Diesmal sind Städte im Fokus

Ziel der Inventarisierung ist die Förderung der Anerkennung, Aufwertung und Bewahrung des immateriellen Kulturerbes, schreibt das BAK. Die Kantone machten im Vorfeld knapp 90 Vorschläge für die nationale Liste. Dabei griffen sie auch Vorschläge aus der Bevölkerung auf. «Auf der ersten Liste gab es einen starken Überhang von ländlichen und alpinen Traditionen auf der Liste», sagt Walter Leimgruber auf Anfrage. Der Grund sei, dass die Schweiz in der Wahrnehmung noch immer mit ländlichen Elementen verbunden werde. «Dem wollten wir dieses Jahr entgegentreten.» Bei der ersten Erweiterung der Liste lag der Schwerpunkt auf lebendigen Traditionen deshalb im städtischen Kontext. So stehen neu die Wohnbaugenossenschaften, die Technokultur und das Stadtgärtnern in Zürich, die Selbstverwaltung des Autonomen Jugendzentrums AJZ in Biel, die Grossen Berner Renntage oder die Openair-Festival-Kultur, die in der gesamten Schweiz gepflegt wird, auf der Liste.

Bis im Frühjahr 2018 wird das aktualisierte Verzeichnis als Web-Inventar mit einer umfassenden Dokumentation veröffentlicht.

Zahlen und Fakten

Von der Unesco verpflichtet

Die Liste der lebendigen Traditionen in der Schweiz besteht seit 2012. Mit ihrem Beitritt zum Übereinkommen der UN-Kulturorganisation Unesco zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes im Jahr 2008 hatte sich die Schweiz verpflichtet, ein Inventar zu erarbeiten und dieses regelmässig zu aktualisieren. Bestehende Einträge wurden in der Zwischenzeit überprüft und wo nötig angepasst. Die Auswahl haben Fachleute sowie Vertreter von Bund, Kantonen und Städten unter der Leitung des BAK getroffen. Auch Mitglieder der Schweizerischen Unesco-Kommission und der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia beteiligten sich an der Diskussion.

fca

 

 

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