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Murtner Technik für ein anderes Einkaufen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

In immer mehr Filialen setzen Schweizer Detailhändler auf Selbstbedienungskassen oder Selbstscan­systeme. Dabei müssen die Kunden Bildschirme berühren oder einen Scanapparat in der Hand halten. Insbesondere in Zeiten einer Pandemie erfordern solche Systeme eine regelmässige Desinfektion. «Wir wollten einen Shop konzipieren, in dem Kundinnen und Kunden kontaktlos einkaufen können», sagt Michael Kuster, Verkaufs- und Marketingdirektor des Murtner Unternehmens Digi-Sens, den FN.

Neben ihrem Hauptsitz in Murten an der Freiburgstrasse hat die Firma einen rund um die Uhr zugänglichen Proto­typ ihres kontaktlosen Shops errichtet. Michael Kuster demonstriert die Funktionsweise: Mit einer Karte wird die Kundin oder der Kunde vor dem Betreten des Shops identifiziert, und die Tür öffnet sich automatisch. Nach dem Betreten schliesst sich die Tür, der Kunde nimmt im Shop die Produkte aus den Regalen und begibt sich zur «Check out Zone» bei der Tür. Das System erkennt von selbst, welche Produkte aus den Regalen ­entnommen wurden und druckt eine Quittung aus. Die Rechnung kommt später per ­E-Mail.

Sensible Wiegesysteme

Das Geheimnis des vollautomatischen und berührungsfreien Shops steckt in den Regalen. Unter jedem Produktfach befindet sich eine hochsensible Waage. Diese misst die Gewichtsdifferenz. So weiss das System, wie viele Stücke eines Produkts aus dem Regal entnommen wurden, egal, ob es eine grosse Flasche Desinfektionsmittel ist oder leichte Plastiktüten mit Mundschutz aus Stoff. Die Kameras erfassen, wie viele Personen sich im Shop aufhalten. Wegen der Corona-Regeln ist diese Zahl auf eine Person begrenzt. Betreten mehrere Personen den Shop gleichzeitig, schlägt das System Alarm.

«Die Idee eines begehbaren Lagers und Verkaufsraums hatten wir schon länger. Durch die Corona-Krise (siehe Kasten) hatten wir nun die Möglichkeit, unsere Ressourcen zu bündeln und in kurzer Zeit einen Prototyp zu realisieren», sagt Kuster. Im Shop werden ausschliesslich Schutzprodukte gegen das Coronavirus angeboten.

Effizienz steigern

Die Regale mit integrierten Waagen gehören zur Kernkompetenz der Firma. Die Waagen wurden bereits mehrfach weiterentwickelt, um immer flacher zu werden. Sie sind in erster Linie für den Einsatz in Industriebetrieben und in der Logistik gedacht. «Lager werden nicht immer sorgfältig geführt», sagt Michael Kuster. Durch die Waage wird jede Entnahme oder Rückgabe eines Produktes automatisch regis­triert. «Wenn ein Schwellenwert unterschritten wird, kann das System selbstständig eine Meldung machen, damit das entsprechende Produkt von einem Mitarbeiter oder dem Lieferanten wieder nachgefüllt werden kann.» In Spitälern könne das System mittels der Waagen automatisch erfassen, welches Medikament in welcher Menge entnommen wurde. Das mühsame Nachführen von Listen per Hand entfalle.

Durch die digitale Lagerführung werde die Effizienz gesteigert, und Unternehmen könnten die frei gewordenen Ressourcen für andere Aufgaben einsetzen, so Kuster.

Die ersten Nutzer des kontaktlosen Shops seien neben den Mitarbeitern von Digi-Sens Restaurants und Coiffeur- sowie Beautysalons in Murten und Betriebe an der Freiburgstrasse. Eine Konkurrenz zum Detailhandel möchte das Unternehmen jedoch nicht aufbauen. «Der Shop ist eine Demoplattform für unsere internationalen Partner und soll Möglichkeiten für automatisierte Shop-Konzepte im Detailhandel aufzeigen.»

Die Technologie des Murtner Unternehmens werde in der ganzen Welt eingesetzt. Marktführer sei Digi-Sens beim Wiegen von Müllcontainern während ihrer Entleerung, sagt Michael Kuster. «Mit diesem Produkt ist das 1993 in Merlach gegründete Unternehmen gross geworden.» Auch in zahlreichen Aufzügen komme die Murtner Technik zum Einsatz. Sensoren messen dort kleinste Deformationen in Metallträgern und können daraus das Gewicht der Aufzugskabine messen.

Corona-Krise

Erweiterungsbau in Murten ist verschoben

«Die Corona-Krise hat auch unser Unternehmen getroffen», sagt Michael Kuster, Verkaufs- und Marketingdirektor des Murtner Unternehmens Digi-Sens Switzerland. Es ist auf Wiegelösungen in unterschiedlichen Bereichen spezialisiert.

Im Bereich der Logistik­waagen arbeite das Unternehmen mit verschiedenen weltweit tätigen Partnern zusammen, die ebenfalls die Auswirkungen der Corona-Krise gespürt haben. Dank der globalen Aufstellung wie auch der Aktivitäten in verschiedenen Branchen konnte die gesamte Nachfrage auf einem leicht ­tieferen Niveau stabilisiert werden.

Für dieses Jahr hatte das Unternehmen einen Ausbau in Murten geplant. Auf einer benachbarten Parzelle sollte ein Neubau entstehen. Nach der Fertigstellung hätte die Mitarbeiterzahl an der Freiburgstrasse von heute 50 Angestellten auf 90 bis 100 Personen steigen sollen. Vor allem in der Entwicklung und der Produktion wären neue Stellen geschaffen worden.

«Wir haben unser Ausbauprojekt nicht aufgegeben, sondern nur verschoben», sagt CEO Jürg Härtli. Dies sei geschehen, weil ein Grossprojekt in Japan aufgrund der Pandemie nicht wie vorgesehen realisiert werden konnte. Digi-Sens liefert dort die Technik für Waagen in einem Mautsystem, die mit bis zu 80  km/h befahren werden.

jmw

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