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Musik: Von Freud und Leid

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Musik: Von Freud
und Leid

Mit ihrem neu ernannten südamerikanischen Dirigenten Miguel Gustavo Etchegoncelay bot die Landwehr am 11./12. Dezember in der Uni-Aula klassische Musik berühmter Komponisten, so «Per la Flor del Lliri Blau» von Joaquin Rodrigo.

Von PAUL DIETRICH

Die Landwehr vollbringt musikalische Leistungen, bei welchen höchste Anforderungen verlangt werden und prägt mit ihrer ruhmreichen Vergangenheit das Ansehen Freiburgs als Musikstadt. Die Jugendmusik, mit den Geheimnissen der Musik bereits vertraut und von Jérôme Schumacher dirigiert, trug mit den drei Kompositionen «Dans le Hall du roi des montagnes», «Canon Collage» und «Selection de Harry Potter et la chambre des secrets» Vorfreude in den Konzertsaal. Einzig in die Geheimkammer von Harry, mit düsteren Mollklängen vermischt, wollte niemand. Doch nach der Zugabe, als Besonderheit mit den selbsterzeugten Geräuschen und Soloeinlagen, trat die Jeune Garde Landwehrienne freudestrahlend von der Bühne.

Das Galakonzert
mit vielen Höhepunkten

Nachdem André Liaudat, Präsident der Landwehrmusik, den neuen Dirigenten vorgestellt hatte, ertönte die Ouvertüre aus «Colas Breugnon», der Oper von Dimitri Kabalewski, die erste Glanznummer, mit kräftig musizierender Beweglichkeit. Das Thema, in den Registern sich wiederholend, verkörperte Eleganz und Virtuosität.

In «Per la Flor del Lliri Blau», für die Blüte der blauen (Schwert-)Lilie, erzählt die Musik Freud und Leid. Der Komponist Joaquin Rodrigo, 1901-
1999, seit seinem 3. Lebensjahr blind, schuf ein musikalisches Meisterwerk. Kurz der Inhalt des symphonischen Gedichts: Der todkranke König kann nur mit der Blüte der blauen Lilie gerettet werden. Der jüngste der drei Söhne findet sie. Die beiden Brüder, eifersüchtig, töten ihn; daher seither die Schwertlilie. Die Musik ist von unerhörter Ausdruckskraft; der Mittelteil mit markanter Marschmelodie. Wuchtig die Einleitung der Perkussion, Leid verkündend. Doch, fein die Harfentöne, das Oboensolo, die zweistimmigen herzigen Klänge der Piccoloflöten: Die Blüten der Lilie sind gefunden! Nun, die Kehrseite!, der getötete Bruder! Die Musizierenden toben mit unheimlicher Aussagekraft. Und der Schluss, sehr schön verarbeitet, ist von grösster Wirksamkeit. Die drei Brüder, alle drei Solisten, vom Dirigenten vorgestellt, strahlen mit fröhlichen Gesichtern.

«Opus pour trompette», von K.P. Knegel, mit dem Solisten Fabrice Reuse wird zum musikalischen Erlebnis. «Mars Attack», komponiert und dirigiert von Olivier Fivaz, präsentierte mit der Produktion der Batterie de marche die Landwehr mit Auftritten in der ganzen Welt.

«Marche des trois oranges», vom russischen Komponisten Serge Prokofieff, vom Vizedirigenten und Waldhornbläser Albert Zapf, ist Marschmusik in Kurzausgabe. Vom gleichen Komponisten ist der «Marche Opus 99», 1943 der russischen Armee gewidmet. Er ist aufrüttelnd, ein kurzer, aufregender Ausritt. Die «Slawische Symphonie», Komponist Boris Koschewniskow, ist ein Querschnitt durch die russische Musik, rhythmisch-aggressiv, lyrisch-melodiös, teilweise im Dreivierteltakt.
Mit der «Ouverture 1812», von Tschaikowsky, begleiteten wir die Franzosen mit Napoleon nach Moskau. Der russische Komponist beginnt mit dem Choral «Gott, rette dein Volk!» Tschaikowsky führt den Kampf musikalisch mit regelmässigen Einlagen der Marseillaise und russischen Volksliedern im Gegenzug. Und die Landwehr, wie nichts anderes erwartet, krönte diese aufregende Musik mit grossartiger Interpretation.
Und bei den (vielen) Zugaben glänzte der Gandriamarsch, von Johann Baptist Mantegazzi, heimatlich warm.

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