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Muss Freiburg eine «Belgisierung» befürchten?

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Muss Freiburg eine «Belgisierung» befürchten?

Ein Blick auf die belgischen Verhältnisse seit dem Zweiten Weltkrieg ist im Vorfeld der Abstimmung über die Agglomeration Freiburg interessant und aufschlussreich.

Das dreisprachige Belgien erlebte nach dem Zweiten Weltkrieg einen starken wirtschaftlichen Aufschwung. Die Sprachenfrage war Nebensache. Diese günstigen Verhältnisse – Mehrsprachigkeit, wirtschaftlicher Aufschwung, politische Stabilität – waren mitentscheidend, dass im Jahre 1952 die Montanunion sowie die Nachfolgeorganisationen, nämlich die EWG bzw. die heutige EU, im Jahre 1957 Brüssel als Sitz ihrer Organisation wählten. Der aufkommende Sprachenstreit zwischen Wallonen und Flamen mit seinem negativen Einfluss auf Wirtschaft und Politik, zum Beispiel die Krise bei der jüngsten Regierungsbildung, haben der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Schaden zugefügt. Heute würde vermutlich wegen der Konflikte und der damit verbundenen negativen Entwicklung Brüssel kaum noch als Sitz der EU gewählt.

Freiburg ist zweisprachig, hat trotz guter Infrastruktur ein für Schweizer Verhältnisse tiefes Volkseinkommen und zudem eine hohe Steuerbelastung. Mit der Agglomeration werden für die zehn Gemeinden von Grossfreiburg namentlich in den Bereichen Raumplanung, Verkehr, Umweltschutz sowie Wirtschafts-, Tourismus- und Kulturförderung gemeinsam Lösungen erarbeitet. Und wenn es uns – im Gegensatz zu Belgien – gelingt, das gegenseitige Verständnis zu fördern, das Vertrauen zu stärken, die Zweisprachigkeit als Vorteil zu nutzen und die positiven Kräfte zu unterstützen, wird ein gutes Klima für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung geschaffen. Mit einer Portion guten Willen kann dies erreicht werden.

Mit der Agglomeration bietet sich uns diese Chance. Wagen wir es, am kommenden 1. Juni ein JA zur Agglomeration Freiburg in die Urne zu legen. Die kommende Generation wird es zu schätzen wissen.

Autor: Felix Aeby, Düdingen

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