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Mut, eine scharfe Nadel und ruhige Hände

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Etwas nervös wirkt der 23-jährige Kevin Zahnd aus Kleinbösingen schon, kurz bevor er sich seine Zunge piercen lässt. Auch wenn er cool abwinkt: «Darauf warte ich jetzt schon seit vier Jahren.» Als es dann aber ernst wird, rinnt ihm der Schweiss über das ganze Gesicht–und dies nicht wegen der Sommerhitze.

Hygiene ist wichtig

Im Piercing-Studio X in Flamatt sieht es ein bisschen aus wie bei einem Arzt. Kevin Zahnd sitzt auf einer Liege, Desinfektionsmittel stehen neben Hygiene-Handschuhen und alles ist fein säuberlich verpackt. «Hygiene ist das A und O», sagt der 34-jährige Piercer Kilian Pont, der das Studio vor rund drei Monaten eröffnet hat. Er nimmt eine Lampe in die Hand und bittet Zahnd, seine Zunge rauszustrecken. Gründlich durchleuchtet der Piercer diese. «Damit kontrolliere ich, ob keine Äderchen dort durchgehen, wo ich reinstechen will.» Anschliessend behandelt er die Zunge mit einem Betäubungsmittel und prüft nach, ob sein Kunde auch wirklich nichts mehr spürt. Dieser sieht mittlerweile etwas blass aus und wie beim Zahnarzt kann er die Fragen gar nicht richtig beantworten, da er ständig seine Zunge rausstrecken muss.

Nachdem Kilian Pont mit einem Stift markiert hat, wo er reinstechen will, geht’s los. Mit einem zangenähnlichen Ins-trument fixiert er die Zunge und sticht mit der Nadel durch. Das Betäubungsmittel wirkt: Kevin Zahnd zuckt kaum zusammen. Nach dem Durchstich setzt Pont das stabförmige Piercing ein. «Ich verwende Bioplast, das ist dehnbar und die Verheilung verläuft schneller als bei Metall», erklärt er. Bioplast ist eine Art biegsamer Plastik und wird noch nicht lange verwendet. Das Piercing bei Kevin Zahnd scheint viel zu lang zu sein. «Die Zunge wird in den nächs-ten Tagen anschwellen», erklärt Pont. Auch wenn Zahnd anzusehen ist, dass er sich mit dem neuen Gegenstand im Mund noch nicht ganz wohl fühlt, ist er doch stolz: «Ich mag diese Spannung.»

Pont weist ihn darauf hin, dass er in den nächsten Tagen nicht rauchen, keine Milchprodukte verzehren und beim Essen aufpassen sollte. Und fügt an: «Wenn die Zunge dann abschwillt, können wir das Piercing kürzer machen, damit es angenehmer wird.»

Zur Person

In Thüringen zum Piercer ausgebildet

Der 34-jährige Kilian Pont ist begeistert von Piercings: Er trägt an seinem Körper 26 Stück. Erstes Wissen hat er sich in den von ihm besuchten Studios angeeignet. Letzten Frühling hat er in Thüringen eine Piercing-Schule besucht. Um ein Studio zu eröffnen, braucht es zwar kein Diplom, allerdings wird eines benötigt, um die medizinischen Instrumente zu bestellen. Vor drei Monaten hat Kilian Pont in Steffisburg zusammen mit einem Kollegen ein Piercing- und Tattoo-Studio eröffnet. Er wohnt in Flamatt und hat dort in einem Zimmer ebenfalls ein kleines Studio. Das Piercen ist für Pont ein Nebenerwerb. Seit der Eröffnung der Studios konnte er laut eigenen Angaben schon zahlreiche Kunden gewinnen.mir

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