Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Mutige Publikation

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ich gratuliere den FN zum Mut, dieses heisse Eisen angefasst und das heikle Gespräch mit Professor Othmar Keel am Tag vor dem 1. November publiziert zu haben. Die FN haben damit ins Wespennest gestochen. Die katholische Kirche strotzt vor Behauptungen, die man glauben muss – oder sonst als Sünder oder Ketzer verachtet und verdammt wird. Unserer Generation (mein Jahrgang: 1944) und den Generationen vorher wurde der Katechismus noch wortwörtlich eingetrichtert, er galt als absolute Wahrheit, an der nicht gezweifelt werden durfte. Man machte aus Tradition mit und stellte bis 1968 keine Fragen.

Gibt es ein schönes, nicht langweiliges Leben im Jenseits, tant mieux, gibt es keines, voilà tant pis. Niemand kann es beweisen. Daran Glaubende sterben leichter. Der Grundsatz sollte sein, ein positives Leben zu führen, Gutes zu tun und den Nächsten zu lieben wie sich selbst. Die anderen, an Moses gegebenen Gebote werden ja sukzessive verwässert und abgeschafft, zum Beispiel durch «alternative Fakten», «sexuelle Befreiung», rücksichtslose Abzockerei und so weiter.

Anderes wurde und wird zu glauben befohlen. Zum Beispiel die unverständliche Dreifaltigkeit. Erfunden und verbindlich eingeführt im Jahr 381 durch den oströmischen Kaiser Theodosius, um den Streit zwischen den Monotheisten, den alttestamentarisch orientierten Arianern und den Nicäanern beizulegen. Dann fügte er gleich noch den Heiligen Geist hinzu, der auch seine Anhänger hatte. Und des Kaisers Kompromiss wurde seither als Gottesbild befohlen, das niemand versteht, obwohl unzählige Abhandlungen darüber geschrieben wurden. Die Wandlung, den Frauen immer noch verboten, sei eigentlich ein Übersetzungsfehler, den Martin Luther zu korrigieren versuchte, was ihm aber nur teilweise gelang unter Spaltung der Bevölkerung.

Seit ich, enttäuscht von unseren Bischöfen, aus der Kirche ausgetreten bin, befasse ich mich mehr mit Religionsfragen. Ich bin nicht Atheist. Die ganze Natur ist für mich Gott. Die Evolution, das Universum brauchten und brauchen einen Organisator. Dass alles Lebende aus nur fünf «Bausteinen», Nukleinbasen, besteht, kann nicht bloss Zufall sein. Mit diesem Gottesbild fühle ich mich befreit und wohler, mit oder ohne Leben in einem Jenseits nach dem Tod.

«Die katholische Kirche strotzt vor Behauptungen, die man glauben muss – oder sonst als Sünder oder Ketzer verachtet und verdammt wird.»

Mehr zum Thema