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Mysteriös, doch vertraut

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wettbewerbsfilm «Chao Zi Gong Ming»

«Der Tod ist so mysteriös und so vertraut, so weit und doch nahe», sinniert Ah-De, als er in der Nacht in seinem Taxi durch die Stadt fährt. Ah-Des innerer Monolog über Leben und Tod bettet sich ein in die wohligen Klänge von Kammermusik und in die nächtliche Strassenlandschaft, welche ein melancholisch-trübes, glänzend-verschwommenes Bild ergibt, badend in Lichtstrahlen und – ab und an – im Regen, bisweilen begleitet vom Rhythmus des Scheibenwischers, regelmässig wie die Zeit, bis diese um fünf Minuten und 44 Sekunden nach sechs Uhr abgelaufen ist und uns als stillstehende Uhr mehrmals von der Leinwand entgegen starrt.

Die städtische – jedoch keinesfalls unpoetische – «Taxi-Welt» Ah-Des trifft in «Chao Zi Gong Ming» auf die naturverbundene, über weite Hügel hinweg erblühende Sphäre der Ureinwohnerinnen und Ureinwohner Taiwans.
In Einklang mit Blumen, Gras und Bäumen wandert eine alte Frau durch die mystisch anmutende Gegend und lässt ureinwohnerisches Liedergut erklingen.
Diesem Ureinwohner-Hintergrund des Paiwan-Stammes entspringt Mah-Le, der auf der Flucht in Ah-Des Taxi hechtet. Das Schicksal hat die beiden Männer zusammengebracht, und Ah-Des Alltag wird nicht mehr der gleiche wie zuvor sein:
Der Taxifahrer erinnert sich an den Tod seines Grossvaters und seines Sohnes und sieht mehrmals die Erscheinung Mah-Les. Vom platten «business as usual» – höchstens erotisch aufgewertet durch das Herumchauffieren der jungen «Michelle» – wird sich Ah-De, der in früheren Jahren als Sozialkämpfer agi(ti)ert hatte und sich nun als «Körper ohne Geist» bezeichnet, einer neuen Spiritualität zuwenden.
Bei weitem nicht als einziges Festival-Werk beglückt «Chao Zi Gong Ming» das Publikum mit lang(sam)en Passagen, welche der reflexiven Natur dieses Filmes entsprechen. Kammermusik und Stammeslieder sowie Stadt und unverbrauchte Natur spielen in dulci jubilo ineinander. Und zum Schluss wird die «Wahrheit» gefunden.
PS: Film ohne Stromausfall.

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