Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Mystische Stimmung

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Murten Classics mit Meditationsnacht

Mit einladender Gemütlichkeit begann gegen 23 Uhr das dreistündige, pausenlose Flötenspiel im dachbodenartigen Raum des «Kultur im Beaulieu» (Kib). Nur wenige Zuhörer sassen auf Stühlen. Die Liegekissen schienen viel bequemer zu sein und halfen Körper und Seele besser zu entspannen. Langsame, schnelle, harte, weiche, quietschende, dumpfe Töne erreichten die Ohren der Besucher und manchmal waren sogar tiefe Atemzüge Schlafender zu hören.Anfangs waren die an die Leinwand projizierten, verschwommenen, in Bewegung gesetzten Bilder, welche die Natur, den Menschen, Gefühle und das Leben in eher abstrakter Form darstellten, nur mit grosser Konzentration zählbar. Dies und die Darbietungen der beiden einander gegenübersitzenden, sich abwechselnden Flötenspieler Ana Ioana Oltean und Kaspar Zehnder versetzten die Zuschauer in Gedanken.Ana Ioana Oltean begann mit ihrer Querflöte die eingehende Einstimmigkeit des ersten Teils. Die gespannten Zuhörer liessen sich tiefer in die Liegekissen oder Stühle sinken. Anschliessend spielte Kaspar Zehnder das zweite Stück, sie wiederum das dritte. So ging es drei Stunden weiter mit der immer bunter werdenden Klangmalerei, bis zum 96. Stück.Die Vorstellung fand ohne offizielle Pause statt und dauerte drei Stunden, doch jederzeit war es den Besuchern freigestellt, ohne Hemmungen den Raum zu verlassen. Die Konzertgeber nutzten ihre kurzen Pausen, während die andere Flöte klang, um die Gläser mit Fruchtsaft zu füllen, welcher nach und nach von den Meditierenden ungezwungen genossen wurden.Dass die Lippen der zwei Flötenspieler nicht platzten, die einseitige Haltung mit der Zeit nicht zu stark schmerzte und die Luft nicht plötzlich ausging, ist erstaunlich und zeigt Disziplin, Übung sowie Freude am Spiel.

Ein dreibändiger Zyklus

Der elsässische Komponist Charles Koechlin (1867-1950), auch als Meister des kleinsten Übergangs bezeichnet, teilte seine 96 Stücke des «Les chants de Nectaire» in drei Teile, wobei ein Teil aus 32 Stücken besteht.Der erste Teil erzählt von der Schöpfung der Welt und der Menschheit wie zum Beispiel das Stück «Naissance de la vie». Der zweite Teil befasst sich eher mit Leid und Emotionen. Im dritten Teil – ein Stück davon heisst «Prière pour guérir un malade» verbergen sich Läuterungen. nab

Mehr zum Thema