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Nach 20 Jahren in den politischen Ruhestand

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Als Yvonne Stempfel 1996 in den Grossen Rat gewählt wurde, war sie seit fünf Jahren Gemeindepräsidentin von Guschelmuth und sass seit 14 Jahren im Gemeinderat. Als 38-Jährige stieg sie gegen Daniel Lehmann in den Oberamtswahlkampf und verlor nur knapp. Sie kam stattdessen für die CVP in den Grossen Rat. «Das war eindrücklich, als ich erstmals als Grossrätin ins Rathaus trat», erinnert sie sich. Die Arbeit habe sie genossen, habe aber schnell festgestellt: «Wer sich im Rat durchsetzen wollte, musste Französisch können.» Damals gab es noch keine Simultanübersetzung.

Nun, 20 Jahre nach ihrem Eintritt, legt sie ihr Mandat nieder und zieht sich in den politischen Ruhestand zurück. «Vier Legislaturen, 20 Jahre, sind eine gute Zeit», es sei klar gewesen, dass sie dann aufhören würde. Sie habe überall reingeschaut, sagt sie im Rückblick. Sie war in der Geschäftsprüfungskommission und präsidierte 2014 die parlamentarische Kommission zur Schulgesetzrevision. Stempfel hatte die Revision 2003 mit einem Postulat angestossen. 2011 wurde sie schliesslich Präsidentin des Grossen Rates, der Höhepunkt ihrer politischen Karriere. Etwas stolz weist sie darauf hin, dass der neue Ausbildungsort des Freiburgischen Baumeisterverbandes in Courtepin eine indirekte Folge ihres Grossratspräsidiums war: An einem Ausflug, den sie als Ratspräsidentin verantwortet hatte, wurden die Mitglieder des Verbandes auf das Gelände aufmerksam und bauen nun dort ihren neuen Verbandssitz. «Ich hatte keinen direkten Einfluss darauf, aber das Zentrum wachsen zu sehen macht mir natürlich Freude.» Weitere wichtige Etappen waren der Umbau und die Neuorientierung des Spitals Merlach und das Gesetz Senior plus. «Ich hätte gerne das Behindertengesetz und das Gesetz zur Sonderpädagogik noch zum Abschluss gebracht», sagt Stempfel. Diese wurden auf die nächste Legislatur vertagt.

«Voll eingebunden»

Sie habe als frühere Exekutivpolitikerin in einer kleinen Gemeinde die Erfahrung gemacht, dass im Parlament Geschäfte langatmig sein können und der Apparat sich als schwerfällig erweise. «Ich habe gelernt, damit umzugehen.» Insgesamt bleiben ihr schöne Erinnerungen und ein Geschenk, wie sie es nennt: Der Grosse Rat genehmigte an ihrer letzten Session als Grossrätin zusätzliche Betreuungsplätze für Behinderte.

Nun, als Alt-Grossrätin, will sie sich ihrem Beruf als Leiterin des Altersheimes Gurmels widmen und den Bau von Alterswohnungen vorantreiben. Und sie möchte vermehrt für ihre Enkel da sein. «Ich bin also noch voll eingebunden.»

In einer losen Serie ziehen die «Freiburger Nachrichten» Bilanz mit langjährigen Grossrätinnen und Grossräten, die am 6. November nicht mehr zur Wahl angetreten sind oder abgewählt wurden.

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