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Nach 20 Minuten war schon alles klar

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Nach 20 Minuten war schon alles klar

Freiburg/Gottéron nach der vierten Niederlage punktelos am Tabellenende

Vierte Niederlage in Folge für Gottéron und jetzt leuchtet die rote Laterne schon in Freiburg. Bei der 5:0-Niederlage in Kloten zeigte das McParland-Team nicht mal mehr grosse Gegenwehr. Einziger positiver Punkt am Wochenende für die Dragons: Die Freundin von Michael Ngoy wurde Miss Schweiz.

Von KURT MING

Gottéron geht schweren Zeiten entgegen. Am Schluefweg zeigte die Mannschaft am Samstagabend bei der blamablen Kanterniederlage erste Auflösungserscheinungen. Ohne Herz und Feuer nahm man die vierte Schlappe in Folge praktisch regungslos hin, das Trainerduo McParland/Bader wirkte nach dem Match in seiner ersten Analyse sogar schon etwas ratlos: «In den drei ersten Spielen hatten wir immer eine Chance auf Punkte, dies war heute Abend erstmals nicht der Fall. Kloten war um Klassen besser, und wir spielten viel zu passiv.» Für Roger Bader, den langjährigen Klotentrainer, wars besonders hart, von seiner ehemaligen Mannschaft so abgeschlachtet zu werden. Aber wen wunderts? Was Experten dem HCF schon vor der Saison prognostiziert hatten, ist jetzt schon in aller Härte eingetreten. Gottéron spielt im Moment auf NLB-Niveau, und Insider der Mannschaft sagen hinter verdeckter Hand, dass die Drachen noch nie mit so schwachen Ausländern in die Saison gestartet seien. Und Einheimische, die in den letzten schweren Jahren manchmal den Karren noch aus dem Dreck gezogen haben, gibt es im Freiburger Team nicht mehr. Manager Roland von Mentlen hat sie in seiner Säuberungsphase alle wegtransferiert oder ausgemustert. Die Quittung hat das Team nun in der bittersten Startphase seit Jahren brutal erhalten.

Kloten mit drei Powerplaytoren

Nur gerade 102 Sekunden brauchte der neue Tabellenführer Kloten, um in Führung zu gehen. Murphy, um zwei Klassen schwächer als sein Vorgänger Rhodin, sah den Treffer von Pittis von der Strafbank aus. Spätestens als Rothen mit einem herrlichen Hocheckschuss acht Sekunden vor Ablauf des ersten Drittels auf 3:0 erhöhte, war der Match gelaufen. Auch das fünfte Tor schossen die Flieger im Überzahlspiel. Für Montandon und Vauclair waren die vielen unnötigen Strafen, sieben der acht Strafen kassierte man nicht im eigenen Drittel, die Hauptursache für die klare Niederlage: «Wenn man fast das halbe Spiel mit einem Mann weniger auf dem Eis steht, kann man gegen dieses starke Kloten nicht gewinnen.» In der Tat, mit Brimanis, Pittis und Quint verfügen die Zürcher über eine der besten Powerplay-Formationen der Liga. Kam noch dazu, dass Spieler wie Sprunger und Holden ihren Frust mit Zehn-Minuten-Strafen büssten und so ihrem Team auch nicht gerade viel halfen.

HCF: Nur drei Torchancen

Klotengoalie Tobias Stephan feierte innert 24 Stunden zwei Shutouts. Musste er gegen Langnau am Vorabend noch einige Schüsse abwehren, gabs für ihn am Samstag kaum Arbeit. Die Gäste hatten in den 60 langweiligen Minuten ganze drei Chancen zu verzeichnen. In der Anfangsphase prüfte Holden den Zürcher Keeper einmal, in der 27. Minute beim Stande von 4:0 traf Hyvönen die Torumrandung, und zwei Minuten vor Schluss hatte der ehemalige Teamkamerad von Marcel Jenni in Schweden nochmals eine Chance, zumindest das Ehrentor zu erzielen. Auf der anderen Seite kamen die Einheimischem mit ihrem Tempospiel zu gut einem halben Dutzend Möglichkeiten. Fünfmal musste sich Mona geschlagen geben, meist wurde der Tessiner von den schnellen Passfolgen der Flieger ausgespielt. Zum Glück nahm der Sieger nach der frühen Führung etwas Tempo weg, sonst wäre die Rechnung für die Saanestädter am Schluss noch happiger ausgefallen.

Freiburg nun Letzter

Weil Langnau in Davos überraschend gewann, ist Gottéron nun Letzter. Dies wäre nach vier Runden noch kein Grund zur Panik, aber die Art und Weise, wie die Mannschaft in Kloten auftrat, müsste den Verantwortlichen doch zu denken geben. Gil Montandon, der zusammen mit dem Vauclair-Sturm noch zu den Besten beim HCF gehörte, will nicht nur den Ausländern die Schuld in die Schuhe schieben: »Wir gewinnen als Team, und wir verlieren auch als Mannschaft.» Aber irgendwas muss beim HCF in nächster Zeit passieren, um zumindest in solchen schweren Auswärtspartien mit Anstand zu verlieren. Des Öfteren wurde in der Comptoirzeit im St. Leonhard der Trainer ausgewechselt. Eines ist sicher, diese Massnahme würde im Moment nichts nützen. Jetzt muss der Direktor, der diese Mannschaft zusammenstellte, und auch die Führung, die die Spieler immer unnötig mit Playoff-Hoffnungen unter Druck stellt, in Aktion treten. Denn sonst könnte die Zeit bis zu den Playout-Begegnungen im nächsten März für Fans und Spieler ziemlich lange werden. Und auf der anderen Seite sucht man ja gerade jetzt bei den Sponsoren noch eine Million Franken Aktienkapital für den gesunden Weiterbestand des Klubs. Gottéron geht wahrlich schweren Zeiten entgegen.
Ein kleines Detail am Rande: Nächsten Mittwoch spielt Gottéron im neuen Hallenstadion gegen den ZSC: Dort schiesst der ex-Freiburger Karlberg Tore am Laufmeter.

Kloten – Freiburg 5:0 (3:0, 1:0, 1:0)

Schluefweg. – 4114 Zuschauer. – SR: Reiber, Abegglen/Wirth. – Tore: 2. Pittis (Bärtschi, Brimanis/Ausschluss Murphy) 1:0. 10. Rothen (Lemm, Brimanis) 2:0. 20. (19:42) Jenni (Bärtschi, Lemm/Ausschluss Vauclair) 3:0. 24. Rintanen (Hlinka, Jenni) 4:0. 42. Quint (Pittis, Lindemann/Ausschluss Holden) 5:0. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Kloten, 8-mal 2 plus 2-mal 10 Minuten (Sprunger, Holden) gegen Freiburg.
Kloten: Tobias Stephan; Klöti, Brimanis; Quint, Ramholt; Fabian Stephan, Guignard; Gossweiler, Seydoux; Jenni, Hlinka, Rintanen; Bühler, Pittis, Lindemann; Bärtschi, Lemm, Rothen; Rufener, Ehrensperger, Stancescu.
Freiburg: Mona; Berger, Lintner; Studer, Murphy; Marquis, Ngoy; Haldimann; Sprunger, Holden, Banham; Hyvönen, Kamber, Plüss; Luper, Montandon, Neff; Neuenschwander, Vauclair, Botter; Sassi.
Bemerkungen: Kloten ohne Hofer (verletzt), Freiburg ohne Zenhäusern (verletzt) und Birbaum (Farmteam La Chaux-de-Fonds). Lattenschuss: Hyvönen (26.). Wahl zu den besten Spielern: Quint, Hyvönen.

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