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Nach dem Sieg die Klatsche

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Es war am Samstag kein einfaches Spiel für Freiburg. Gordola ist ein Jahr vor den Freiburgern in die NLB aufgestiegen und konnte seither mehrere erstklassige ausländische Spieler holen, darunter den erfahrenen Ales Zalesny, der für Tschechien schon mehrmals an Weltmeisterschaften teilgenommen hat und für Basel in der NLA spielte. Dementsprechend nervös waren die Freiburger zu Beginn. Ballverluste durch Fehlpässe, fehlende Ballkontrolle sowie eine löchrige und unorganisierte Verteidigung waren die Konsequenz. Die Tessiner liessen ihren Gegnern kaum Freiraum und standen so nahe an den Saanestädtern, dass diese kaum gute Pässe spielen konnten.

Gordola gelang es trotz der technischen Stärke nicht, den Ball an Matthias Stern vorbei ins Netz zu befördern. Nach nervenzehrenden 13 Minuten eröffnete Freiburgs Captain Olivier Müller in der 14. Minute mit einem Dribbling dann das ­Skore. Dennoch entspannte sich die Situation nicht. «Wir waren zwar überall präsent, haben uns aber nicht aufs Körperliche eingelassen», analysierte Freiburgs Trainer Richard Kaeser. Das änderten die drei Linien der Üechtländer im zweiten Drittel: Sie suchten die Zweikämpfe und kamen so zu mehr Ballbesitz. Ein Powerplay in der 24. Minute konnten sie nicht verwerten. Dafür zauberte Jean-Philippe Brodard den Ball von der Ecke aus ins Tor (30.), und noch in derselben Minute schoss Matthias Zürcher das 3:0. Mehr als ein Treffer gelang den Gästen bis zur zweiten Pause nicht. Folglich änderte Gordola die Taktik. Statt wie bisher mit drei, spielten sie nun mit zwei neu zusammengesetzten Linien. Währenddessen verbesserte Freiburg sein Zusammenspiel, was sich in zwei schönen Toren in der 42. und der 44. Minute niederschlug. Kaeser: «Wir haben vor allem im dritten Drittel einen enormen Schritt gemacht. Die Tessiner konnten physisch nicht mehr mithalten.»

Nach einem Treffer von Zalesny durch eine Lücke in der Freiburger Verteidigung (45.) gelang es Adrian Jungo mit einem für ihn typischen Schuss kurz nach der Mittellinie, auf 6:2 zu erhöhen. Was folgte, war ein Hin und Her, geprägt von harten Zweikämpfen. «Im Gesamten war es eine riesige Hektik, die ganze Halle hat geknistert», kommentierte Kaeser. Trotz zwei weiteren Gegentoren war Freiburg im Schlussabschnitt klar überlegen.

Ernüchterung im Thurgau

Das zweite Spiel des Wochenendes führte die Saanestädter nach Weinfelden zum selbst ernannten Aufstiegskandidaten Floorball Thurgau. Nach dem Auswärtssieg vor Wochenfrist beim ebenfalls als Favorit gehandelten Sarnen war die Zuversicht der Freiburger gross, auch mit den besten Teams der Liga mithalten zu können. Dass die Aufsteiger aus Freiburg hierfür jedoch spielerisch und kämpferisch eine tadellose Leistung an den Tag legen müssen, wurde dem Team von Richard Kaeser von der ersten Minute an schonungslos aufgezeigt. Thurgau war klar am Drücker und liess den Ball gut in den eigenen Reihen zirkulieren. Die Gäste wurden in die Defensive gedrängt und kamen nur vereinzelt zu zaghaften Abschlüssen. Der 0:1-Rückstand nach 20 Minuten war die logische Konsequenz und hätte durchaus noch höher ausfallen können, hätte sich das Heimteam im Abschluss etwas kaltschnäuziger gezeigt. Die Standpauke des Freiburger Staffs in der ersten Pause schien zu Beginn des Mitteldrittels seine Wirkung nicht zu verfehlen. War das Mitteldrittel in den letzten Partien oftmals eine Schwäche der Üechtländer, hatten sie zu diesem Zeitpunkt ihre beste Phase des Spiels. Die Auslösungen wurden nun geduldiger und präziser gespielt und so konnten endlich auch Torchancen geschaffen werden. Tomi Travanti gelang kurz vor Spielmitte der viel umjubelte Ausgleichstreffer. Freiburg gab sich damit nicht zufrieden und war bemüht, weiter Druck auf das Thurgauer Tor auszuüben.

Der Führungstreffer wollte jedoch nicht gelingen – und es kam gar noch schlimmer: Ein schlechtes Zuspiel der Freiburger in der Mittelzone wurde abgefangen, und das Heimteam nahm dieses Geschenk zur erneuten Führung dankend an. Im Schlussdrittel bündelten die Gäste die Kräfte und nahmen Anlauf, die Partie nochmals auszugleichen. Mehr als ein paar Halbchancen konnten sich die Freiburger jedoch nicht mehr erspielen. Die Gastgeber spielten zu souverän und konnten 10 Minuten vor Schluss das vorentscheidende 3:1 erzielen. Als wenig später der stark aufspielende Strandl­jung einen Penalty eiskalt zum 4:1 verwandelte, war die Messe in Weinfelden endgültig gelesen. Den Gästen fehlten die Kraft und der Glaube, um das Blatt nochmals zu wenden. Thurgau seinerseits setzte nun zur Kür an und erzielte drei weitere Tore zum 7:1-Schlussresultat.

Nach erfolgreichen vergangenen Wochen setzte es somit erstmals eine diskussionslose Niederlage für die Freiburger ab. Es gilt nun, die Lehren aus diesem Spiel zu ziehen und sich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten. Im letzten Spiel vor der zweiwöchigen Nationalmannschaftspause reisen die Saanestädter nach Sargans, das sich auf dem 8. Tabellenplatz befindet. Ein wichtiges Spiel und die Chance für Floorball Freiburg, mit einem Sieg die erste Meisterschaftsphase erfolgreich zu beenden.

mes/om

Telegramme

Freiburg – Gordola 8:4 (1:0, 2:1, 5:3)

Heilig-Kreuz-Halle, Freiburg. 287 Zuschauer. SR Rickenbacher/Siegenthaler.

Tore: 14. O. Müller 1:0. 30. J. Brodard (T. Meyer) 2:0. 30. M. Zürcher (J. Stirnimann) 3:0. 34. A. Zalesny 3:1. 42. M. Hayoz (I. Streit) 4:1. 44. T. Travanti (J. Staub) 5:1. 45. A. Zalesny (A. Castellani) 5:2. 46. A. Jungo (J. Staub) 6:2. 51. J. Staub (T. Travanti) 7:2. 54. A. Zalesny (T. Kanervisto) 7:3. 59. M. Hayoz 8:3. 60. J. Prato (N. Eberli) 8:4.

Thurgau – Freiburg 7:1 (1:0, 1:1, 5:0)

Paul-Reinhart-Halle, Weinfelden. 144 Zuschauer. SR Colacicco/Roth.

Tore: 16. A. Rajeckis (S. Wachter) 1:0. 28. T. Travanti (A. Jungo) 1:1. 36. S. Lienert (Y. Rubi) 2:1. 50. Y. Rubi (D. Wattinger) 3:1. 53. F. Strandljung (Strafstoss) 4:1. 54. Y. Rubi (F. Strandljung) 5:1. 59. L. Altwegg (M. Ausderau) 6:1. 60. L. Altwegg (F. Strandljung) 7:1.

NLB. Männer. Rangliste (alle 7 Spiele): 1. Basel 20. 2. Langenthal 17. 3. Thurgau 16. 4. Sarnen 15. 5. Freiburg 14. 6. Ticino 11. 7. Grünenmatt 10. 8. Sarganserland 6. 9. Davos-Klosters 5. 10. Gordola 4. 11. Egg 4. 12. March-Höfe Altendorf 4.

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