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Nach der Zitterpartie die Demonstration

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Überraschungen sind im Schweizer Basketball äusserst selten. Umso verwunderter hatten sich die Zuschauer am Samstag im St. Leonhard die Augen gerieben, als Qualifikationssieger Olympic im ersten Viertelfinal-Spiel ins Straucheln geraten war, gegen den Qualifikationsachten Pully-Lausanne zeitweise mit 20 Punkten im Rückstand lag und am Ende bloss mit 88:86 gewann.

Sollte es der Beginn einer spannenden Serie gewesen sein? Die Antwort fiel gestern Abend deutlich aus. Sie lautet – für die Fans eigentlich schade – Nein!

Über sechs Minuten zu null

Die Freiburger liessen sich im zweiten Heimspiel nicht noch einmal vom krassen Aussenseiter übertölpeln. Im Vorfeld der Partie hatte Olympic-Trainer Petar Aleksic seine Spieler noch einmal daran erinnert, warum sie in dieser Saison die Liga klar dominieren und mit dem Schweizer Cup und dem Liga-Cup bereits zwei Titel geholt haben. Hartes, intensives Defensivspiel lautet das Erfolgsrezept der aktuellen Mannschaft – und das wendeten die Freiburger gestern zu Beginn der Partie auf eindrückliche Weise an.

Bereits beim ersten Angriffsversuch der Waadtländer stellte Olympic die Gäste vor unlösbare Probleme. Dass es Pully Lausanne gleich im ersten Versuch nicht schaffte, innerhalb von 24 Sekunden einen Wurf abzugeben, war ein Vorgeschmack auf die folgenden Minuten. Als Badara Top die ersten Punkte für die Gäste erzielte, lief bereits die siebte Spielminute – und es stand bereits 14:0.

Der Aussenseiter war vom Defensivspiel Freiburgs dermassen überfordert, dass er allein im Startviertel nicht weniger als neun Turnovers produzierte, nur zu zehn Wurfversuchen kam und davon lediglich drei trafen. «Freiburg legte eine defensive Intensität an den Tag, wie wir es in dieser Saison noch nie erlebt hatten», sagte Gästetrainer Randoald Dessarzin nach der Partie anerkennend.

Langes Schaulaufen

Beim Stand von 25:8 war das Spiel nach dem Startviertel eigentlich bereits gelaufen. So richtig überrascht von Olympics deutlicher Antwort schienen die Waadtländer nicht zu sein. Dessarzin war in Sachen Timeouts jedenfalls äusserst zurückhaltend. Wie sein Coach fügte sich auch das Team schnell einmal seinem Schicksal. Weil Pully Lausanne auch defensiv zu lasch spielte, konnten die nie gefährdeten Freiburger anschliessend zum Schaulaufen ansetzen. Natan Jurkovitz, Babacar Touré und Co. zeigten den 925 Zuschauern – darunter die Gottéron-Spieler Julien Sprunger, Andrei Bykow, Killian Mottet und Benjamin Chavaillaz – spektakuläres Offensiv-Basketball und den einen oder anderen Dunk. Dass den Freiburgern an diesem Abend so gut wie alles gelang, wurde spätestens am Ende des dritten Viertels klar, als Jurkowitz mit der Sirene einen Wurf aus der eigenen Platzhälfte versenkte.

Nach dem klaren 86:48-Sieg führt das Team von Petar Aleksic, der den angeschlagenen Dusan Mladjan während des gesamten Spiels auf der Bank liess, in der Best-of-5-Serie 2:0. Alles spricht dafür, dass sich der Favorit am Samstag mit einem Sieg in Lausanne frühzeitig für den Halbfinal qualifiziert, wo dann eine Woche später Neuenburg oder Massagno warten würde.

Für Olympics Spielmacher Jérémy Jaunin war das schwache erste Spiel zum Playoff-Auftakt im Nachhinein das Beste, was passieren konnte. «Es war ein guter Tritt in den Hintern. Es hat uns gezeigt, dass wir kein Spiel auf die leichte Schulter nehmen können. Der Trainer hat uns nun einige Tage die Leviten gelesen. Heute haben wir die erwartete Reaktion gezeigt, und ich bin überzeugt, dass wir in diesen Playoffs nie mehr eine so schwache Leistung zeigen werden wie in Spiel eins», sagte Jaunin gestern nach der Partie.

Telegramm

Olympic – Pully Lausanne 86:48 (45:27)

St. Leonhard – 925 Zuschauer – SR: Marmy/Pillet.

Freiburg Olympic: Touré (15), Jaunin (4), Burnatowski (18), Timberlake (11), Jurkovitz (16); Miljanic (10). Souare (3), Mbala (4), Schommer (2), Fosserat (3), Ebenda (0)

Pully Lausanne Foxes: Wade (2), Top (4), Brown (16), Landenbergue (2), Cleare (4), Rodriguez (5), Asase (0), Moke (2), Waelti (8), De Lattibeaudiere (3), Wilkerson (2).

Viertelsresultate: 25:8, 20:19, 27:8, 14:13.

Wahl zu den besten Spielern: Jurkowitz, Brown. Stand Serie (best of 5): 2:0.

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