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Nach Richtungswechsel verlangen Bürger ein klares Schulhaus-Konzept

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Eigentlich wollten die Gemeinden Tentlingen und Giffers die Primarschulanlage in Giffers mit einem Erweiterungstrakt ergänzen. Das Baugesuch wurde 2012 bereits im Amtsblatt publiziert. Nun haben sie das Projekt fallen gelassen und wollen stattdessen die drei bestehenden Schulhäuser etappenweise modernisieren (die FN berichteten). Die Planung des ersten Projekts war bereits so weit fortgeschritten, dass der Gemeinderat von Tentlingen dafür am Freitag an der Gemeindeversammlung mit einem Nachtragskredit von 56 200 Franken vor die Versammlung treten musste. Die 37 Bürgerinnen und Bürger stimmten dem Kredit zwar zu, der Gemeinderat musste sich aber mit kritischen Fragen auseinandersetzen. «Ist es denn jetzt sicher, dass es in diese Richtung geht, oder sieht es in drei Jahren wieder anders aus?», fragte eine Bürgerin und betonte, die Gemeinderäte hätten zu lange am Projekt gearbeitet, um es dann fallen zu lassen. 

Neue Entscheidungsträger

Gemeinderat Gerhard Liechti stimmte der Bürgerin teilweise zu. Er warf aber ein, dass die Konstellationen für das erste Projekt ungünstig gewesen seien. So seien just in diese Zeit die Gemeinderatswahlen und damit personelle Änderungen gefallen. Zudem hätten die Vorschriften des Kantons geändert sowie die Situation im Schulhaus: Die Schwesternwohnungen wurden frei. Mit dem Erweiterungsbau hätte auch das Geld für die Sanierung der bestehenden Schulhäuser gefehlt, sagte Gemeinderat David Rotzetter.

 Gleich beim nächsten Antrag ging es dann auch um einen Planungskredit für den Umbau des sogenannten Mädchenschulhauses von 150 000 Franken, von dem 68 000 auf die Gemeinde Tentlingen fallen. Die Kosten für den Umbau werden auf drei Millionen Franken geschätzt. «Mir fehlt die weitreichende Planung mit einer Auflistung der Jahreszahlen und Investitionen», sagte ein Bürger. Gerhard Liechti erklärte, dies werde mit dem Baukredit folgen.

Fiko nicht einverstanden

Es sei das Ziel, das Mädchenschulhaus bis zum Ende der laufenden Legislatur umgebaut zu haben, sagte Gemeindepräsidentin Antje Burri. Die Finanzkommission em-pfahl der Versammlung, den Kredit abzulehnen. Er mache erst Sinn, wenn ein klares Konzept für alle drei Gebäude vorliege. David Rotzetter erklärte, dass dieser Kredit auch die Ausarbeitung eines Richtplans für alle drei Schulhausbauten beinhalte. Mit 20 Ja-Stimmen fand der Antrag des Gemeinderates eine Mehrheit. Auch dem Kreditbegehren von 27 200 Franken für den Tentlinger Anteil an der Renovation der WC-Anlagen im «Knabenschulhaus» stimmte die Versammlung zu. Der Termin der Renovation solle dann aber mit dem Gesamtkonzept koordiniert werden, forderte Finanzkommissionspräsident René Corpataux.

 Die Sanierung der Stersmühlestrasse kann der Gemeinderat nicht angehen wie vorgesehen. Denn die Gemeindeversammlung hat den Antrag zu einem Planungskredit von 35 000 Franken klar abgelehnt und der Empfehlung der Finanzkommission zugestimmt. Diese will, dass der Gemeinderat erst nur die Planung der Ärgerastrasse angeht. Gegen die Sanierung der Stersmühlestrasse zum jetzigen Zeitpunkt spreche, dass der Ausgang des Projekts Kiesgrube noch nicht klar sei, so Corpataux. Antje Burri hatte im Vorfeld erklärt, dass die Firma Vigier freiwillig 200 000 Franken an die Sanierung der Strasse sprechen würde, sollte diese in den nächsten zehn Jahren saniert werden.

Zahlen und Fakten

Rechnung schliesst knapp positiv

Gemeinderat Gerhard Liechti konnte der Gemeindeversammlung eine positive Rechnung 2013 präsentieren. Sie schliesst bei Ausgaben von rund 4,6 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 602 Franken. Die Gemeinde konnte freie Abschreibungen in der Höhe von 125300 Franken tätigen. «Unserer Gemeinde geht es finanziell sehr gut», sagt Liechti. Dennoch seien die Investitionen, die in den nächsten Jahren anstehen, nur mittels Steuererhöhung finanzierbar.ak

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