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Nach Umwegen zurück in der Heimat

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Der vergangene Samstag war für Kilian Mottet ein sehr spezieller. Gleich nach dem Bully zum Start in das zweite Drittel schnappte sich der Freiburger die Scheibe, liess mehrere Genfer Gegenspieler aussteigen und bezwang Tobias Stephan mit einem satten Schuss zum 1:0. Teamkollege Julien Sprunger überreichte ihm anschliessend den Puck–so will es die Tradition, denn für Mottet war es der erste Treffer in der Nationalliga A. Der 22-Jährige hat den Puck mittlerweile seinen Eltern geschenkt. «Sie sind sehr wichtig für mich und es sollte auch ein Dankeschön dafür sein, dass sie mich immer unterstützt haben.»

Einige Rückschläge

Der Stürmer spricht von einem «wunderschönen Gefühl» im Anschluss an das Tor. Klar, dass es für Mottet eine Genugtuung war. Denn in seiner jungen Karriere hat er durchaus bereits Rückschläge einstecken müssen. Vor allem der Schritt von den Junioren zu den Profispielern ist Mottet nicht leichtgefallen. Als Junior spielte er in den Nachwuchsnationalteams und wies bei Gottéron stets überragende Skorerwerte auf. Über 1,5 Punkte pro Spiel sammelte er auf Stufe Elite A, im September 2009 gab er als 18-Jähriger beim Auswärtsspiel in Davos sein Debüt in der Nationalliga A, in derselben Saison folgten 23 weitere Einsätze. Die Karriere schien geradlinig und steil nach oben zu verlaufen–bis es in der Saison 2010/11 zum Zerwürfnis mit dem Club kam. In seinem letzten Jahr auf Juniorenstufe sammelte er mit Gottéron zwar unglaubliche 40 Skorerpunkte in 16 Spielen, doch zu Einsätzen im Fanionteam kam er nicht mehr. Stattdessen wurde er an B-Ligist Siders ausgeliehen. «Dort hat sich Gottéron nicht sehr um mich gekümmert. Der Club hat damals weniger auf junge Spieler gesetzt als heute. Ich war einfach nicht der richtige Mann am richtigen Ort», sagt Mottet. Es war damals ein turbulentes Jahr für Gottéron. Trainer war noch Serge Pelletier, der als nicht sonderlich guter Kommunikator bekannt ist. Nach miserablem Saisonstart schaffte es Freiburg nur mit Ach und Krach in die Playoffs, Pelletier wurde kurz vor den Viertelfinals entlassen.

Mottet, der sich zu wenig beachtet fühlte, entschied sich, den Umweg über die Nationalliga B zu nehmen, und unterschrieb in Lausanne, wo er allerdings nicht sonderlich überzeugte. Die Profikarriere des Stürmers, den auch sein aktueller Trainer als «sehr talentiert» bezeichnet, schien in Gefahr. Doch mit einem Wechsel zu Ajoie hat Mottet sie in der letzten Saison neu lanciert. Bei den Jurassiern schlug er voll ein, war der Offensivleader des Teams und liess sich in 62 Spielen 30 Tore und 37 Assists gutschreiben. Es war die perfekte Bewerbung für eine Rückkehr zu seinem Stammclub, der ihm mit einem Zweijahresvertrag das Vertrauen schenkte.

Mängel im Defensivspiel

In der NLA weist der schnelle, wirblige und stocktechnisch versierte Mottet wenig überraschend nicht so überragende Skorerwerte auf. Nach sieben Spielen steht er mit einem Tor und einem Assist zu Buche. «Man hat viel weniger Platz als in der NLB, alles geht viel schneller, so dass man sich viel schneller entscheiden muss, was man macht.» Mit seinem Saisonstart ist der mit 177 Zentimetern Körpergrösse eher kleingewachsene Stürmer im Grossen und Ganzen zufrieden. «Es läuft bisher ganz gut. Aber ich muss hart weiterarbeiten und hoffen, dass ich mich weiterentwickeln und dem Team bald noch mehr bringen kann.» Kilian Mottet weiss ganz genau, was er in seinem Spiel noch verbessern muss. «Die Defensivarbeit», sagt er ohne zu zögern. Dass er mit minus 5 gemeinsam mit Andrei Bykow und Thibaut Monnet den schlechtesten Plus-Minus-Wert der Mannschaft aufweist, ist wohl mehr als bloss Zufall. «Ich bin nicht besonders gross und schwer, aber ich muss dennoch versuchen, mehr Energie in mein Spiel zu bringen. Und in der Defensivzone muss ich mich daran gewöhnen, dass in der Nationalliga A eben alles schneller läuft und ich so auch schneller zurückeilen muss.»

Die Rolle, die Mottet derzeit innehat, verlangt tatsächlich viel Disziplin in der Defensive. Auch heute gegen Biel wird er, wenn überhaupt, im vierten Block zum Einsatz gelangen. «Natürlich würde ich lieber in einer der ersten drei Linien spielen. Aber das sind Entscheide des Trainers, die muss ich akzeptieren. Ich werde einfach versuchen, noch härter zu arbeiten und so zu zeigen, dass ich das Potenzial für eine der Toplinien habe.»

Der heutige Gegner

Fakten zum EHC Biel

• Biel wird heute nur mit drei Ausländern antreten. Der Club hat sich diese Woche vom ungenügenden kanadischen Stürmer Matt Ellison getrennt. Er spielt neu bei Zagreb in der KHL.

• In seinen vier Auswärtsspielen hat der EHC Biel in dieser Saison noch keinen einzigen Punkt geholt.

• Letzte Saison hat Biel neun von 13 Partien gegen Gottéron verloren.

Der morgige Gegner

Fakten zum HC Davos

• Davos hat einen Lauf. Nach der 1:5-Startniederlage gegen Kloten haben die Bündner zuletzt siebenmal in Folge gewonnen.

• Voll eingeschlagen hat Neuzugang Marcus Paulsson. Der schwedische Stürmer hat in sieben von acht Partien getroffen und ist mit neun Punkten (acht Tore) Topskorer.

• Letztes Jahr verlor Davos drei von vier Partien gegen Freiburg.

Vorschau: Mit drei Rückkehrern in die Doppelrunde vom Wochenende

Mit den Spielen heute (19.45 Uhr) im ausverkauften St. Leonhard gegen Biel und morgen (15.45 Uhr) in Davos steht für Gottéron eine Doppelrunde an. Während Andrei Bykow (Nacken) und Sandro Brügger (Fuss) ausfallen, kehren mit Sandy Jeannin, Adam Hasani und Adrien Lauper gleich drei Stürmer ins Team zurück. Das hat Einfluss auf die Linienzusammenstellungen.

Wieder neue Sturmlinien

Jeannin, der gestern mit Vollvisier-Helm trainierte, und Hasani werden mit Julien Sprunger stürmen, Thibaut Monnet rückt an die Seite von Marc-Antoine Pouliot und Greg Mauldin. Unverändert bleibt hingegen die Formation um Antti Miettinen, Christian Dubé und Benjamin Plüss. Für einen Platz im vierten Block verbleiben somit Tristan Vauclair, Kilian Mottet, Adrien Lauper und Martin Ness. «In dieser Woche haben wir zunächst zwei Tage hart trainiert, mit viel Konditionstraining, und in den letzten Tagen taktische Varianten geübt», sagt Trainer Hans Kossmann.

Retten Spezialsituationen Gottéron weiterhin?

Vor allem im Spiel fünf gegen fünf hat Gottéron viel Luft nach oben. Zuletzt hat ihre Stärke in den Spezialsituationen die Freiburger mitunter gerettet. Mit einer Erfolgsquote von 19,4 Prozent hat Freiburg das statistisch beste Powerplay der Liga. Bereits sieben Treffer haben sie in Überzahl geschossen, nur zwei in Unterzahl kassiert. Mit einer hervorragenden Quote von 93,8 Prozent hat Freiburg so auch das zweitbeste Boxplay . fm

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