Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Nachhaltige Lösungen finden

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Vom 9. bis zum 11. November findet in Bern ein internationaler Kongress der Europäischen Gesellschaft für Trauma und Persönlichkeitsabspaltung statt (siehe Kasten). Auf Anfrage der Organisatoren werden der Basler Bischof Felix Gmür und der ehemalige Abt des Klosters Einsiedeln, Martin Werlen, als Vertreter der Schweizer Bischofskonferenz an diesem Kongress auftreten. Dies bestätigte Encarnación Berger-Lobato, Leiterin des Bereichs Marketing und Kommunikation bei der Bischofskonferenz.

Gleich auf zwei Arten sind die Bischöfe am Kongress nun präsent: Einerseits treten der Basler Bischof Felix Gmür und der ehemalige Abt von Einsiedeln, Martin Werlen, an der Konferenz als Referenten auf. Ausserdem tritt die Bischofskonferenz als Hauptsponsorin des Anlasses auf. Sie bietet auch ein zentrales Symposium an und wird während des ganzen Kongresses mit einem eigenen Stand präsent sein.

Interdisziplinärer Ansatz

Zum ersten Mal weltweit richtet sich ein Traumakongress nicht nur an Mediziner und Therapeuten, sondern auch an Verantwortliche in Prävention und Justiz. Die Schweizerische Bischofskonferenz ist seit 2002 mit ihrem Fachgremium «Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» in diesem Bereich aktiv. Seither habe sie immer wieder festgestellt, wie wichtig und unabdingbar eine interdisziplinäre Herangehensweise sei, um nachhaltige Verbesserungen und Lösungen zu erreichen.

Bischof Felix Gmür ist Vizepräsident der Bischofskonferenz und vertritt diese im Fachgremium «Sexuelle Übergriffe». In Bern wird er zum Thema «Eine gewagte Entwicklung: Aufarbeitung, Transparenz, Nulltoleranz, Professionalität und Prävention» sprechen. Martin Werlen gehörte von 2001 bis 2013 als Abt des Klosters Einsiedelns der Bischofskonferenz an und war ebenfalls Mitglied im Fachgremium «Sexuelle Übergriffe». Er stellt seinen Vortrag unter den Titel: «Paradigmenwechsel: Von der kirchlichen Ehrlichkeit zu einer ehrlichen Kirche».

Persönlich betroffen

Sexuelle Übergriffe waren bis vor kurzer Zeit in der Gesellschaft ein Tabu. Sich diesem Thema zu stellen sei «keine Schalterdrehung, sondern ein Prozess», heisst es auf der Website der Europäischen Gesellschaft für Trauma und Persönlichkeitsabspaltung. Aufgrund der eigenen Erfahrungen schildere Werlen, wie er selbst mit dem Thema umgegangen sei, was den Prozess zu einem anderen Umgang damit bei ihm ausgelöst habe und wie er versuche, andere auf diesen Prozess mitzunehmen.

Werlen hatte 2010 als Abt von Einsiedeln eine unabhängige externe Untersuchungskommission eingesetzt, um Missbrauchsvorwürfen im Kloster nachzugehen. Die Kommission publizierte 2011 ihre Ergebnisse. Seit 1945 hatten gemäss der Kommission 15 Mönche des Klosters Einsiedeln sexuelle Übergriffe begangen. Neun vergriffen sich an Minderjährigen; es wurden 40 Opfer bekannt. Seit 1998 seien keine neuen Fälle vorgekommen. 1998 erliess das Kloster Richtlinien zum sexuellen Missbrauch.

Über 200 Opfer

In einer Bussfeier gedachten die Schweizer Bischöfe und Ordensobern 2016 der Opfer sexueller Übergriffe im kirchlichen Umfeld. Im Beisein von Opfervertretern bekannten sie in der Basilika von Valeria in Sitten die Schuld der Kirche.

Eine statistische Übersicht des Fachgremiums «Sexuelle Übergriffe im kirchlichen Umfeld» wies für den Zeitraum der Jahre 2010 bis 2015 insgesamt 223 gemeldete Opfer und 204 Täter aus. Zu Beginn des Jahres 2017 wurde der Fall eines Schweizer Kapuzinermönchs in der Öffentlichkeit bekannt, der Dutzende von Knaben missbraucht hatte.

kath.ch

«Paradigmen­wechsel: Von der kirchlichen ­Ehrlichkeit zu einer ehrlichen Kirche»

Martin Werlen

Ehemaliger Abt von Einsiedeln

Die Veranstalter

Seit elf Jahren in 31 Ländern aktiv

Die Europäische Gesellschaft für Trauma und Dissoziation wurde im April 2006 gegründet. Ihre Ziele sind die wissenschaftliche Erforschung von Traumen, Dissozia­tionen und allen mit chronischer Traumatisierung in Zusammenhang stehenden Störungen, das Anbieten von professioneller und öffentlicher Weiterbildung, die Unterstützung von Kommunikation und Kooperation zwischen Kliniken und anderen Fachleuten sowie die Förderung von Forschungsprojekten auf nationaler und internationaler Ebene. Die Gesellschaft ist in 30 europäischen Ländern sowie in Israel aktiv.

jcg

«Eine gewagte Entwicklung: Aufarbeitung, Transparenz, Nulltoleranz, Professionalität und Prävention»

Felix Gmür

Basler Bischof

Mehr zum Thema