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Nachhaltigkeit auf drei Standbeinen

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«Der Kanton Freiburg erfindet das Rad nicht neu.» Dies sagte Staatsrat Olivier Curty (CVP) gestern bei der Präsentation einer neuen Strategie für nachhaltige Entwicklung im Kanton Freiburg. Basis dafür sei die Agenda 2030 der Vereinten Nationen, die 2015 von 193 Mitgliedsländern angenommen wurde. Im Juli 2018 habe auch der Bund einen Bericht über die Nachhaltigkeit vorgestellt und darin aufgezeigt, wo die Schweiz auf dem richtigen Weg ist und wo nicht. So sei die Entwicklung etwa bei der Gesundheit oder der Innovation positiv, während die Biodiversität oder der Konsum von Importprodukten nicht in die richtige Richtung gehe.

Die neue Strategie für nachhaltige Entwicklung ist auch für Freiburg kein Novum. Nachhaltigkeit wird von der Kantonsverfassung verlangt, und eine Strategie dafür gibt es bereits seit 2011.

Ökologisch, ökonomisch, sozial

Die neue kantonale Strategie für nachhaltige Entwicklung wolle gleichzeitig ökonomischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen begegnen, erklärte Staatsrat Jean-François Steiert (SP). «Sie ist durchmischter als bisher, und sie bettet sich in einen internationalen Kontext ein.»

Steiert sagte, dass Nachhaltigkeit oft mit Klimapolitik verwechselt werde. «Aber der Schutz des Klimas ist nur eines von 17 Zielen unserer Strategie», erklärte er. Weitere Ziele mit den entsprechenden Massnahmen sind beispielsweise die Gleichstellung von Mann und Frau oder die Bekämpfung der Armut (siehe Kasten).

Von den 17 Zielen gehören fünf zum Bereich Umwelt, fünf zur Wirtschaft und sieben zum Sozialen. «Wir müssen transversal denken», so Steiert. «Es geht vor allem um Prozesse.»

Wie der Staatsrat erklärte, sieht der Strategieentwurf Investitionen von insgesamt 10,5  Millionen Franken vor, um mehr und besser handeln zu können. Die Umsetzung soll bis im Jahr 2026 erfolgen, das heisst, im Durchschnitt soll der Kanton pro Jahr rund 1,7 Millionen Franken aufwenden. Steiert betonte aber, dass diese Summe nicht alle Kosten umfasse. Zum Beispiel verfüge die Umsetzung des kantonalen Klimaplans über einen eigenen Budgetrahmen.

Mit der Ausarbeitung der Strategie für nachhaltige Entwicklung wurde eine Arbeitsgruppe betraut. «Die Arbeit erfolgte in den Jahren 2018 und 2019; rund 100 Personen haben sich daran beteiligt», sagte Marie-Amélie Dupraz-Ardioz, die kantonale Delegierte für nachhaltige Entwicklung.

Wie sie erklärte, umfasst ein erster Teil Massnahmen, die heute schon laufen und sich bewähren. Ein zweiter Teil der Strategie will bestehende Massnahmen stärken, etwa die umwelt- und sozialverträglichen Beschaffungen der öffentlichen Hand oder die Kreislaufwirtschaft. Ein dritter Teil der Strategie sieht die Unterstützung von Dritten vor. Dazu gehören auch Projekte auf Gemeindeebene.

Kanton profitiert

Gemäss Jean-François Steiert kann der Kanton bei der Umsetzung der Strategie für nachhaltige Entwicklung gleich mehrfach profitieren. So soll die Strategie der Aufwertung der Freiburger Natur und dem Schutz der Biodiversität dienen, Geschäftsmodelle für die Kreislaufwirtschaft entwickeln, die Vielfalt der Unternehmen stärken und eine urbane Umwelt schaffen, in der es sich angenehm leben lässt.

Der Strategieentwurf geht nun bis Ende April in die Vernehmlassung. Im September soll der Staatsrat die Strategie genehmigen, und im November dürfte der Grosse Rat darüber via ein Dekret zur Finanzierung debattieren. Die Umsetzung erfolgt dann in den Jahren bis 2026, und die Strategie soll bis 2031 Gültigkeit haben – ein Jahr länger als die Agenda 2030 der Vereinten Nationen.

Zahlen und Fakten

Das alles fällt unter Nachhaltigkeit

10,5 Millionen Franken will der Kanton für Massnahmen zur nachhaltigen Entwicklung aufwenden. Mit je über einer Million Franken kostet die Förderung der Bildung in Sachen nachhaltige Entwicklung sowie von nachhaltigem Konsum und nachhaltigen öffentlichen Beschaffungen am meisten. Geld gibt es auch für die Vorbeugung gegen und die Verringerung von Krank- heiten, für hochwertige Vorschulausbildung, die Überwindung von Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, die bessere Bewirtschaftung von Wäldern, mehr Energieeffizienz, höhere Produktivität dank Unterstützung von KMU und Innovation, Bekämpfung von Armut, soziale Eingliederung, Aufwertung unbezahlter Arbeit, Siedlungsentwicklung, Mobilität und anderes.

 

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