Laupen 24.01.2013

Verkehr soll ohne Schranken fliessen

Der Bahnhof von Laupen soll einen neuen Standort erhalten und das Gelände soll neu genutzt werden.Bild Aldo Ellena
Der Bahnhof von Laupen soll um 250 Meter Richtung Neuenegg verlegt werden und die Bahnschranken sollen verschwinden, damit der Verkehr flüssiger wird. Kommenden Dienstag lädt die Gemeinde zu einem Infoabend ein.

Auf der Kreuzung vor der Sensebrücke in Laupen stauen sich die Autos regelmässig auf allen drei Zufahrten, vor allem wenn die Bahnschranke geschlossen ist und zu Stosszeiten. Das soll sich ändern. Der Plan der Gemeinde Laupen sieht vor, den heutigen Bahnhof um 250 Meter zu verschieben. Dank dem neuen Standort könnte der Bahnübergang auf der Bösingenstrasse aufgehoben und der Rückstau verhindert werden. Wenn der heutige Bahnhof abgerissen wird, entsteht ein freier Bauplatz an bester Lage. «Mit der Umzonung des Bahnareals wird der erste Schritt im Verkehrssanierungsprojekt gemacht», sagte Urs Balsiger, Gemeindepräsident von Laupen, gestern auf Anfrage.

Neben der Verschiebung des Bahnhofs und damit einer Umzonung ist ein neuer Kreisel bei der Abzweigung in Richtung Bösingen geplant. Wird an der heutigen Kreuzung ein Kreisel gebaut, dürfte der Verkehr flüssiger rollen als heute. Kommenden Dienstag findet ein Infoabend statt, bei dem die Gemeinde die gesamte Ortsplanungsrevision erläutert. Auch Teil der Revision sind zwei grössere Einzonungen und das Polyareal, wo die Berninvest ein Coop-Einkaufszentrum und rund 100 Wohnungen plant.

Neue Nutzung noch offen

Für die Verschiebung des Bahnhofs ist ein Landtausch zwischen Gemeinde und Sensetalbahn geplant. Die Kaufpreisdifferenz beträgt 1,52 Millionen Franken zulasten der Gemeinde Laupen. Wie das zentral gelegene Land, auf dem der Bahnhof heute steht, neu genutzt werden soll, ist noch offen.

«Das Versprechen, dass bei der Planung und der Bebauung des alten Bahnareals demokratisch vorgegangen wird und die Bürgerinnen und Bürger mitentscheiden können, muss eingelöst werden», sagte Balsiger. Es sei wichtig, die Vorgehensweise klar und transparent darzustellen und die Möglichkeiten der Mitsprache aufzuzeigen.

Einzelprojekte als Plan B

Falls die Stimmberechtigten die Ortsplanungsrevision an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung von Ende März nicht annehmen, hat die Gemeinde einen Plan B: «Falls die Verlegung nicht möglich ist, werden die Teilprojekte Ortsdurchfahrtssanierung, Erneuerung der Werkleitungen in der Neuengasse, Sanierung der Brücke, Sanierung der Gleis- und Perronanlagen und Hochwasserschutz an der Sense als Einzelprojekte früher oder später ausgeführt.» Die Chance der Koordination aller Projekte wäre in diesem Fall laut Gemeindepräsident Urs Balsiger aber dahin und das Verkehrsproblem durch die geschlossene Bahnschranke nicht gelöst.

Abstimmung

Infoabend und Versammlungen

Der Infoabend zur Ortsplanung findet am29. Januarstatt. Am3. Märzentscheidet eine Urnenabstimmung über den Kredit für den Landabtausch. Am21. Märzfolgt die ausserordentliche Gemeindeversammlung.emu