Freiburg 17.05.2013

Der Prinz von Liechtenstein wirbt für seine eigene Bank

Prinz Philipp von und zu Liechtenstein hat in Freiburg Kunden seiner eigenen LGT Bank empfangen. Auch Vertreter von Wirtschaft und Politik waren zugegen.

 Es ist das zweite Jahr in Folge, dass Prinz Philipp von und zu Liechtenstein in seiner Rolle als Stiftungsratspräsident der LGT Bank am Mittwoch nach Freiburg kam. «Die Fürstenfamilie ist Eigentümerin, mit ihrem Vermögen aber auch ein wichtiger Kunde der Bank», erklärt Bruno Piller, Freiburger Leiter der Region Mittelland der LGT Bank (Schweiz) AG.

Die Anwesenheit des Prinzen ist Ausdruck dafür, dass die Region Freiburg für die Privatbank immer wichtiger wird. «Wir wollen die Kundschaft in der Region Freiburg ausbauen», so Piller. «Heute kommen knapp zehn Prozent der Kunden unserer Region aus Freiburg. Bis in drei Jahren wollen wir diesen Anteil auf 15 Prozent ausbauen.»Wie Piller erklärt, ist die Region Mittelland eine von sieben Niederlassungen der Bank; der Schweizer Hauptsitz ist in Basel. Die Region Mittelland beschäftigt heute 20 Mitarbeitende; drei der zehn Kundenbetreuer wohnen im Kanton Freiburg

 Nische Deutschfreiburg

Der in Schmitten aufgewachsene und wohnhafte Bruno Piller weist darauf hin, dass sich seine Regionalniederlassung in zehn Jahren sowohl punkto Kundenzahl als auch Ertrag rund verdoppelt hat. Umso ambitionierter deshalb das Vorhaben, innerhalb der Region den Freiburger Anteil weiter zu vergrössern.

Wie der Regionalleiter sagt, herrsche am Standort Freiburg ein aktiver Privatbankenmarkt. Mit der Banque Privée Edmond de Rothschild oder Lombard, Odier et Cie zum Beispiel. Während diese aber vor allem vom Genferseebecken aus tätig sind, ist die LGT stark in der Deutschschweiz verankert und erkennt ein Potenzial in Freiburg. «6500 Pendler verkehren täglich zwischen Freiburg und Bern, dazu wächst der Wirtschaftsraum Freiburg. Alleine 2012 siedelten sich 20 neue Firmen im Kanton an», so Piller. «Da hat es noch Platz im Bereich Privatbanken.» uh

Bild Charles Ellena

Zur Institution

Die Fürstenfamilie führt die Bank

Das Fürstenhaus von Liechtenstein führt die LGT Bank durch persönliche Vertretung. Prinz Max ist CEO der LGT Group; Prinz Philipp präsidiert die Stiftung, der die Bank gehört. Die LGT Bank (Schweiz) AG ist aber eine Bank nach schweizerischem Recht und der Finma unterstellt. Die LGT Region Mittelland sieht sich als eine Art Generalunternehmer in den Bereichen Vermögensverwaltung und Beratung, etwa wenn es um Vorsorgelösung, Nachlassregelung, Steuerplanung oder Firmenübergabe geht. Das Bankhaus vermittelt zudem Experten im Bereich Kunstberatung. Auch hier steht das Fürstenhaus mit seinem Kunstschatz als wichtigerPfeiler da.uh