Grangeneuve 21.07.2016

Zwölf Königinnen in Grangeneuve

Auf der Suche nach der besten Erneuerungskönigin.Bild Aldo Ellena/a
Zwölf Bienenköniginnen werden die nächsten beiden Jahre im Schulbienenhaus in Grangeneuve eingehend geprüft. Ziel ist unter anderem eine bessere Bekämpfung der Varroa und mehr Resistenz gegen Krankheiten.

Der Verein Westschweizer Bienenfreunde hat zwölf ausgewählte Bienenköniginnen nach Grangeneuve gebracht. Diese werden zwei Saisons im Schulbienenhaus des Landwirtschaftlichen Instituts verbringen, welches als Prüfstand dient. Den Züchtern geht es um die Auswahl der besten Erneuerungskönigin.

Die Bienenköniginnen sind in Bienenkisten nach Grangeneuve geführt worden, wo sie so genau und neutral wie möglich ausgewertet werden. Die Herkunft der Königinnen ist nur der neutralen Kommission des Vereins der Westschweizer Bienenfreunde bekannt.

Wie das Landwirtschaftliche Institut in einem Communiqué mitteilt, werden die Bienen in dieser Zeit genau beobachtet und die regelmässigen Messungen minutiös protokolliert. Computerprogramme werten die Resultate aus. Sie berechnen für jede Königin Zuchtwerte: Die Sanftheit der Kolonie, den Honigertrag, das mühelose Handhaben des Schwarms, die Schwarmneigung und die Fähigkeit, ein Problem in der Brut zu entdecken, sowie die Bekämpfung der Varroa oder Resistenz gegen Krankheiten. Gemäss dem Institut bedeutet die Varroa eine Bedrohung für die Bienen. Zuchtberater hätten sich aber angepasst und eine Auswahl von Linien ausgesucht, die gegen Parasiten am resistentesten sind.

Wie es heisst, gab es vor rund 20 Jahren zahlreiche Importe von Königinnen aller Rassen, weshalb eine genetische Vermischung stattfand. Durch Prüfstände wie in Grangeneuve können die besten Königinnen besser ausgewählt werden, und aufgrund der Resultate und Zuchtwerte können Zuchtberater den Züchtern die Königinnen der besten Stämme liefern, um den Erhalt der gesunden und produktiven Kolonien zu sichern. uh