Greng 07.05.2015

Eine halbe Million in den Ausgleichstopf

Der Gemeinderat erklärte den Bürgern von Greng, warum sie dieses Jahr mehr in den Finanzausgleich einzahlen müssen.

 An der Grenger Gemeindeversammlung vom Dienstag wurde Rückschau gehalten. Im Dezember beschloss die Versammlung die Erhöhung des Steuerfusses von 25 auf 32 Prozent–unter anderem wegen des höheren Betrags, den die Gemeinde in den interkommunalen Finanzausgleich bezahlen muss. 2014 entrichtete Greng 417 000 Franken. Dieses Jahr wird sich der Betrag auf rund eine halbe Million Franken belaufen.

Die Gemeinde liess sich den Mechanismus beim Amt für Gemeinden erklären. Bei gleichbleibenden Steuereinnahmen müsse die Gemeinde mehr zahlen, erläuterte François Baumeler von der Finanzkommission. Der Grund: die gestiegene Zuwanderung und das höhere Steuerpotenzial des Kantons. Weniger bezahlen müsste die Gemeinde nur, wenn sie mehr Einwohner hätte. Der Finanzausgleich sorgt bei einigen Bürgern Grengs für Besorgnis: Greng müsse weiter interessant für gute Steuerzahler bleiben, so ein Bürger nach der Versammlung: «Es ist, als ob man die Gans schlachten würde, die goldene Eier legt.»

Ein weiteres Thema war die Anpassung des Zonenplans aufgrund des neuen Raumplanungsgesetzes. 2006 wurden 1800 Quadratmeter Bauland erschlossen, 970 Quadratmeter wurden überbaut. «Mehr Bauland auszuzonen ist zurzeit kein Thema», so Ammann Peter Goetschi zu den FN.

Rechnung fast im Budget

Mit einem Defizit von 73 000 Franken schliesst die laufende Rechnung 2014 bei einem Aufwand von rund 1,6 Millionen. Damit liegt Greng fast im Budget: Vorgesehen war ein Verlust von 65 000 Franken. Die Investitionsrechnung 2014 schliesst mit Ausgaben von rund 210 000 Franken. «Der Ersatz der Wasserleitung wurde auf dieses Jahr verschoben», sagte Goetschi. «Deshalb liegen wir gut drin.» Die erste Bauetappe wird eine halbe Million Franken kosten. ea